Dienstag, 17. Juni 2008

dungeonAm Londoner Tower gibt es das London Dungeon, das Hamburger Pendant des “Kerkers” befindet sich in der Speicherstadt. Im Hamburg Dungeon betritt der Besucher eine Welt der Alpträume und erlebt, was Hamburgs Vorfahren einst in Angst und Schrecken versetzte. Die Geschichte mit ihren schrecklichen Katastrophen wird zum Leben erweckt.

Seit diesem Jahr liegt das Tor zur Hölle liegt in der Speicherstadt. Der erbarmungslose Henker im neuen Showbereich “Extremis – Sturz in die Hölle” kennt für Sünder keine Gnade und lässt sie direkt in den Abgrund stürzen. Die rasante Fahrattraktion im neuen Showbereich soll auch den furchtlosesten Besuchern das Herz in die Hose rutschen lassen.

Ein weiterer Bereich ist dem Großbrand in Hamburg 1842 gewidmet (Foto). Der schreckliche Brand verschlingt die Stadt mit lodernden Flammen, Bürger fliehen um ihr Leben zu retten und tausende von Feuerwehrmännern kämpfen gegen die meterhohen Flammen. Enge Gassen und Holzhäuser begünstigen die Ausbreitung des Brandes – der Tod ist nahe. Panik breitet sich in ganz Hamburg aus und Chaos regiert die Stadt.

Während er bei den Festspielen auf Rügen Triumphe feiert, erlebt Klaus Störtebeker in Hamburg seine Exekution. Am 20. Oktober 1401 wurden er und 70 Kameraden gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Die Geschichte der Exekution wurde über Jahrhunderte hinweg weitererzählt. Der Legende nach, soll es Störtebekers letzter Wunsch gewesen sein, dass all jene Männer überleben dürften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. Der geköpfte Störtebeker schritt zur Überraschung der Zuschauer an elf seiner Gefolgsleute vorbei, bevor er vom Henker zu Boden gestoßen wurde.

Nachzuempfinden sind im Dungeon auch die Sturmflut von 1717 und viele weitere Episoden aus der Geschichte der Freien und Hansestadt. Langweilig wird es bei dem etwa zweistündigen Rundgang jedenfalls bestimmt nicht.

Foto: hamburg.de

1 Antwort zu “Ausflug in gruselige Geschichte”

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