Das ostfriesische Teemuseum in Norden ist das erste Museum seiner Art in Europa. Es zeigt die ganze Welt des Tees. Die Besucher lernen den Tee als Kulturpflanze kennen und erfahren interessante Dinge aus der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte sowie über die Trinkgewohnheiten etwa der Chinesen, Japaner, Engländer und – natürlich – der Ostfriesen.
Zu bewundern sind ausgewählte Trinkgefäße und Zubereitungsgeräte aus verschiedenen Ländern. Zu den Exponaten gehören auch kostbare Stücke des Norder Silbers, unter anderem eine um 1780 in der Küstenstadt gefertigte Teekanne sowie eine Milch- und Wasserkanne. Deutlich wird der kontinuierliche Einfluss Chinas auf die europäischen Kulturen. Dazu gehörten der Import von echtem Porzellan und der Rückbezug auf chinesische Originale beim Design der europäischen Porzellanproduktion.
Abgerundet wird der Einblick in die Teewelt durch verschiedene Sonderausstellungen. So ist ein Bereich dem Thema “Ostfriesland und das thüringische Porzellan”, der die Handelbeziehungen zwischen den beiden Regionen im 18. und 19. Jahrhundert aufgreift, gewidmet. Zudem wird im Teemuseum eine Sammlung historischer russischer Samoware gezeigt. Neben gebrauchsfähigen Exemplaren werden auch Stücke aus Holz, Porzellan und sogar Glas gezeigt.