Vor über 200 Jahren erfanden die französischen Brüder Montgolfier den Heißluftballon. Bei den ersten Fahrten, denn so nennt man die Fortbewegung in einem Ballon, waren 1783 noch keine Menschen an Bord. Ein Hahn, eine Ente und ein Hammel waren die ersten Passagiere. Schon Ende des Jahres gab es aber die erste bemannte Ballonfahrt.
Heute hat das Ballonfahren wenig mit den Pioniertaten vergangener Jahrhunderte zu tun. Es ist für viele nicht nur eine Freizeitaktivität oder ein einmaliges Erlebnis, sondern sogar ein Sport. Bei Meisterschaften müssen beispielsweise punktgenaue Landungen hingelegt, möglichst lange oder auch kurze Strecken zurückgelegt werden. Derzeit findet die Europameisterschaft der Heißluftballone in oder eher über Magdeburg statt.
Zum ersten Mal in ihrer 30-jährigen Geschichte wird die EM in Deutschland ausgetragen. 83 Teilnehmer, darunter drei Pilotinnen, aus 24 Nationen verwandeln zusammen mit zahlreichen Fiesta-Ballonen den Himmel über der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt in ein buntes Farbenmeer.Bis zum Freitag werden die Piloten bei zehn Fahrten bis zu 40 verschiedene Aufgaben gelöst haben.
Im Vorfeld der Europameisterschaft war die Skepsis groß, ob Magdeburg der richtige Austragungsort wäre. Doch der vermeintliche weiße Fleck auf der Landkarte setzte sich nicht zuletzt wegen seiner umliegenden Landschaft, die neben hervorragenden Landeplätzen übrigens auch sehr gute Campingmöglichkeiten bietet, durch.
Foto: Stratos Balloning Warendorf