Aufmerksam sollten Autofahrer, und das betrifft Reisemobilisten ebenso wie die Fahrer von Zugmaschinen, nicht nur sein, wenn sie eine Tankstelle mit besonders günstigen Spritpresen suchen. Auch bei der Wahl der Zapfpistole müssen sie aufpassen. Allein der ADAC wird laut einer aktuellen Pressemitteilung 5000-mal im Jahr zu Fehlbetankungen gerufen. Schon das bloße Anlassen eines Diesels mit Benzin im Tank könne zu Motorschäden und Reparaturkosten von bis zu 7000 Euro führen.
Besonders moderne Dieselmotoren mit direkter Einspritzung sollten selbst bei minimalen Fehlbetankungen nicht mehr gestartet werden. Der Tankinhalt muss laut Automobilclub abgelassen, das Spritsystem gereinigt und der Wagen neu mit Diesel betankt werden.
Wird umgekehrt ein Benziner mit Diesel betankt, wird bereits nach wenigen Metern ein Stottern und Qualmen des Motors einsetzen. Auch in diesem Fall muss zumeist nicht nur der Diesel abgelassen, sondern auch das Kraftstoffsystem gereinigt werden. Dieser Irrtum komme allerdings seltener vor, da die Diesel-Zapfpistole meistens nicht in den Einfüllstutzen passt.
Als Hauptursache für die Verwechslung sieht der ADAC, dass viele Zapfpistolen heute nicht mehr mit der Kraftstoffmarke, sondern mit Werbung versehen sind. Früher hätten die Diesel-Zapfstellen zudem noch einen separaten Platz auf dem Tankstellengelände gehabt.
Der Dieselpreis hat sich in den letzen 5 Jahren um 70% gesteigert.
“Billig Tanken” ist nur noch eine Schadensbegrenzung, der Staat und die Öl-Multimilliadäre lachen sich dabei eins auf Kosten der Autofahrer.
Billig Tanken, am Samstag, 29. Dezember 2007 um 13:12 Uhr
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