Mittwoch, 3. September 2008

einklemmenJedes fünfte von über 500 vom ADAC getesteten Autos hat keinen Einklemmschutz an allen Fensterscheiben. Für Kinder ist ein fehlender Schutz besonders gefährlich. Sie greifen mit den Fingern ins geöffnete Autofenster oder stecken den Kopf aus dem ungesicherten Schiebedach. Wird unglücklich der Schalter berührt, besteht Verletzungsgefahr. Immerhin wirken bei elektrischen Schließsystemen Kräfte bis zu 30 Kilo.

Der Club stellt fest, dass an den wichtigsten Fenstern – nämlich den hinteren Scheiben, an denen die Kinder oft unbeaufsichtigt spielen – sogar am häufigsten ein Schutzmechanismus fehlt. Der ADAC fordert ausnahmslos für alle Modelle einen automatischen Einklemmschutz an allen Fenstern sowie an Schiebedächern. Dies ist notwendig, weil erwachsene Personen nicht immer rechtzeitig reagieren können, wenn Kinder in Gefahr sind, sich einzuklemmen.

Damit Finger, Hände, Hals und Kopf unbeschädigt bleiben, empfiehlt der ADAC, Kinder nicht unbeaufsichtigt im Fahrzeug zu lassen. Der Zündschlüssel sollte abgezogen werden. Fenster und Schiebedach dürfen nicht mit der Schlüsselfernbedienung geschlossen werden, wenn kein Sichtkontakt mit dem Fahrzeug besteht. Wer wissen möchte, ob sein Fahrzeug über einen Einklemmschutz verfügt, kann dies mit Hilfe eines Tennisballes ganz einfach überprüfen. Ist der Schutz vorhanden, fährt das Fenster bei einer Ballberührung automatisch wieder ein Stück zurück. In der Regel wird dies in der Bedienungsanleitung beschrieben. Dem Nachwuchs sollte man erklären, welche Gefahren bei elektrischen Schließvorrichtungen bestehen.

Foto: ADAC

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