Thanksgiving ist ein amerikanisches Fest, hat also eigentlich in diesem Blog, der sich um Europa dreht, nicht so viel zu tun. Doch wer hätte denn vor zehn Jahren gedacht, dass am 31. Oktober gruselig geschminkte Kinder durch die Wohngebiete ziehen und “Süßes oder Saures!” rufen? Halloween ist aber mittlerweile voll integriert. Da kann es nur gut sein, sich mit den Bräuchen von Thanksgiving vertraut zu machen, zumal es auch jetzt schon Restaurants in Deutschland gibt, in denen das amerikanische Erntedankfest zelebriert wird.
Thanksgiving ist immer am vierten, nicht am letzten, Donnerstag im November. In diesem Jahr fällt der Feiertag auf den 22. Wer kann, nimmt sich den Freitag frei und bekommt so ein Vier-Tage-Wochenende. Für viele hat das auch ganz praktische Gründe, denn an Thanksgiving kommt die gesamte Familie zusammen, die oft auf das ganze Land verteilt ist. Als Familienfest ist Thanksgiving sicherlich gleichwertig mit Weihnachten, allerdings gibt es keine Geschenke.
Bis auf die der Natur natürlich, die für das opulente Thanksgiving Dinner sorgen. Im Mittelpunkt steht dabei der Truthahn. Für dessen Füllung gibt es unzählige Rezepte. Beilagen wie Cranberry Sauce, süße Kartoffeln und Mais sind ebenfalls in den meisten Haushalten unverzichtbar. Genauso wie ein Gebet, mit dem für die Gaben und die Zusammenkunft der Familie gedankt wird.
Zwei wichtige Ereignisse an Thanksgiving sind außerdem die Macy’s Parade in New York, mit der das Weihnachtsgeschäft eingeläutet wird. Und es wird Football in der Profiliga NFL gespielt. Drei Begegnungen sind jedes Jahr angesetzt, zwei der Thanksgiving Classics finden bei den Detroit Lions und den Dallas Cowboys statt.