China wächst offenbar nicht nur in der Wirtschaft zu einem großen Konkurrenten der bisher führenden Industrienationen heran. Auch im Freizeitbereich haben die Asiaten neue Märkte entdeckt. Jüngst besuchte eine Delegation chinesischer Touristiker unter der Leitung des Generalsekretärs des chinesischen Camping- und Caravanverbandes und dem Chef des dortigen Automobilclubs den Messestand von LeadingCampings auf dem Caravan Salon Düsseldorf.
Rund 200 Campinganlagen existieren in der Volksrepublik bereits. Nun soll das Campingwesen gefördert werden. Der staatliche Beschluss soll von der Privatwirtschaft umgesetzt werden. Ziel eines chinesisch-europäischen Projektes, das von der EU gefördert wird, ist die Entwicklung des chinesischen Campingmarktes zunächst mit der Errichtung von Anlagen im Großraum Peking anlässlich der Olympischen Spiele 2008.
Die chinesischen Gesetze erlauben es derzeit nicht, mit einem Pkw-Führerschein einen Anhänger zu ziehen. Für ein Reisemobil ist eine Lkw-Lizenz notwendig, die laut dem Kopf des Camping- und Caravanverbandes Jinshi Li schwer zu bekommen ist. Daher werde zunächst auf Zeltplätze und Mietunterkünfte gesetzt. Es sollen attraktive Erholungsziele mit Sportanlagen und Freizeitprogrammen geschaffen werden.
Die Delegation, zu der auch der Direktor des Shandong International Sports Exchange Center gehörte, sah sich nach dem Messebesuch die Anlagen von LeadingCampings im Osnabrücker Land und der Lüneburger Heide an, zwei der zehn Einrichtungen, die dem Zusammenschluss in Deutschland angehören. Insgesamt gehören 32 Spitzenplätze in ganz Europa zu LeadingCampings.