Am letzten Juli-Wochenende geht das spektakulärste Sport-Event an der schleswig-holsteinischen Elbmündung in die nunmehr fünfte Runde: die Brunsbütteler Wattolümpiade. Wattleten aus aller Herren Länder werden dann wieder um olümpisches Edelmetall kämpfen. Die Schirmherrschaft hat auch in diesem Jahr der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Martin Kayenburg übernommen.
Das „ü“ im Namen deutet schon darauf hin, dass im “Olümpischen Dorf“ Brunsbüttel alles ein bisschen anders ist, als das, was man von Olympiaden sonst kennt. So werden herkömmliche Sportarten wie Fußball, Handball und Volleyball sowie traditionelle Küstendisziplinen wie Aalstaffellauf, Gummistiefelweitwurf und Nordic Watting auf der mit Abstand schlickigsten Fläche der Republik ausgetragen. Es gibt richtig schmutzigen Sport zu sehen – und das ganz ohne Doping.
In den zurückliegenden fünf Jahren traten rund 1700 Wattleten bei der Wattolümpiade an. Das exotischste Team ist dabei regelmäßig die Nationalmannschaft aus Estland, die extra für das matschige Spektakel jedesmal eine mehrere tausend Kilometer lange Reise auf sich nimmt. Rund 4500 begeisterte Zuschauer verfolgten im vergangenen Jahr das matschige Spektakel vom sicheren Elbdeich aus.
Was sich nach jeder Menge Quatsch im Matsch anhört, hat durchaus einen ernsthaften Zweck: Mit den Eintrittseinnahmen, die bei der Wattolümpiade und dem Wattstock-Festival am Vortag erwirtschaftet werden, finanzieren die Veranstalter unter anderem Beratungsstellen der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft an der Westküste.
Und es gibt nicht nur Sport-Stars. Am 26. Juli, findet das schon traditionelle Wattstock-Festival in einem Zirkuszelt im Herzen Brunsbüttels statt. Headliner sind in diesem Jahr “Fury in the Slaughterhouse”, die eines ihrer letzten Konzerte überhaupt geben werden, denn Ende August löst sich die Band auf. Weitere Informationen gibt es im Internet.
Foto: Wattolümpiade e.V.