Freitag, 8. August 2008

eiszapfenDie Luftqualität im Fahrzeuginnenraum wird Autofahrern immer wichtiger, doch die meisten stellen ihre Klimaanlage falsch ein. Das hat die Autoklimastudie des Automobilclubs von Deutschland (AvD)  ergeben.  Rund 75 Prozent aller Fahrzeuge sind inzwischen mit Klimaanlagen ausgestattet, 47,4 Prozent davon haben eine Klimaautomatik. “Die durchschnittlich eingestellte Temperatur liegt bei 20,4 Grad”, so AvD Verkehrssoziologe Bastian Roet. Das sei zu niedrig und ungesund. Die befragten Autofahrer regeln zudem zu oft manuell nach. Der AvD rät, die Klimaanlage im Sommer und im Winter auf ca. 22 Grad einzustellen, um sicher und entspannt zu fahren. Der Luftstrom sollte zudem nicht direkt auf die Passagiere gelenkt werden, da sonst das Risiko einer Infektion steigt.

Von Innenraumfiltern, mit denen man die Luftqualität im Auto verbessern kann, haben 51,7 Prozent der Befragten schon einmal gehört. Doch nur zwei Drittel davon haben präzisere Vorstellungen, was diese Filter bewirken. Frauen und Allergiker kennen sich besser aus: 67 Prozent der Frauen sind besondere Filter -  wie etwa Pollen- oder Aktivkohlefilter – bekannt und auch 80 Prozent  der Allergiker verfügen über tiefergehende Informationen.

Die Autoklimastudie wurde im Rahmen einer Verkehrssicherheits-Aktion des AvD mit der  Corteco GmbH auf der Rastanlage Hockenheim vorgenommen. Dort hat AvD-Pannenhelfer Michael Bernhard “Dreck- & Bakterienschleudern” aus den Klimasystemen gezogen: einst weiße Filter – inzwischen tiefschwarz, mit Insekten und Heu verklebt. Vielen Reisenden wurden vor Ort neue micronAir®-Kombifilter in die Autos eingebaut, die Staub, Schmutz, Pollen und auch gasförmige Schadstoffe wie Ozon fernhalten.

Offensichtlich beeinflussen die aktuell hohen Kraftstoffpreise den Nutzungsgrad von Klimaanlagen. “63,6 Prozent der Befragten gaben an, die Klimaanlage gelegentlich auszuschalten, um Sprit zu sparen”, so AvD-Verkehrssoziologe Roet. “Doch damit wächst das Unfallrisiko für die Reisenden. Untersuchungen haben ergeben, dass ab 27 Grad im Fahrzeuginnenraum die Zahl der Unfälle deutlich ansteigt  Die Fahrer werden schneller müde, unkonzentrierter, reagieren langsamer und werden gereizter.”

Einen Kommentar schreiben