Vom 6. bis 8. Juni findet in der Lutherstadt Wittenberg zum 15. Mal das Stadtfest “Luthers Hochzeit” statt. Es bildet den Höhepunkt des Wiitenberger Kultursommers. Die Stadt Wittenberg, Wiege der Reformation, beherbergte in ihren Mauern so bedeutende Persönlichkeiten wie den “Maler der Reformation” Lucas Cranach d.Ä., den “Lehrer Deutschlands” Phillip Melanchthon und nicht zuletzt Dr. Martin Luther, der mit seinen 95 Thesen wider den Ablasshandel im Jahre 1517 die Reformation einleitete. Acht Jahre später heiratete der ehemalige Mönch Martin Luther die aus einem Kloster entflohene Nonne Katharina von Bora.
Dieses Ereignis ist seit nunmehr 14 Jahren der Anlaß für das alljährliche Wittenberger Stadtfest. In vielen großen Veranstaltungsbereichen, auf Altstadthöfen und in den Straßen erleben in jedem Jahr fast 100.000 Wittenberger und Gäste aus ganz Deutschland an drei Tagen ein abwechslungsreiches und interessantes Programm: der Schloßhof mit der Schloßkirche, an deren Tür Luther seine Thesen angeschlagen haben soll, beherbergt den mittelalterlichen Markt der Spiel-und Handwerksleut, wo ganz im Stile des 16. Jahrhunderts Waren, Speisen, Getränke und Handwerkskunst dargeboten werden.
Die große Wiese vor dem Schloß ist an diesem Wochenende ganz in Kinderhand und wird durch Mittelaltergruppen belebt. In den Straßen der Altstadt erwarten die Besucher reichhaltig Handel und Wandel, kulinarische Spezialitäten und Unterhaltung. Im Cranach-Hof wird die Haus-und Hofwirtschaft von Lucas Cranach lebendig.
Vor der Stadtkirche St. Marien – der Predigtkirche Martin Luthers – schlagen Wittenberger Vereine ihre mittelalterlichen Lager auf, laden zu Musik, Tanz und deftigen Speisen ein. Auf dem Markt findet am Freitag die Eröffnungszeremonie um 17 Uhr ebenso statt, wie das große Unterhaltungsprogramm am Samstagabend. Zweifellos ist der “Große historische Festumzug Luthers Hochzeit” am Sonnabend ab 14 Uhr der Höhepunkt des Wochenendes. Über 900 Mitwirkende, darunter zahlreiche Musiker und Gaukler, gestalten beim Stadtfest diesen Umzug.
Foto: Lutherstadt Wittenberg