Eine ganze Woche müssen Lindernstraßen-Fans auf neue Geschichten rund um ihre Lieblinge warten. Englische Serien-Freaks haben es da besser. Die beliebteste Soap der Insel, Coronation Street, läuft vier Mal in der Woche auf ITV, am Montag gibt es sogar zwei Folgen. Sie wurde im Dezember 1960 erstmals ausgestrahlt und diente 25 Jahre später den Machern der Lindenstraße als Vorbild.
Handlungsort ist wie der Titel schon sagt die Coronation Street. Sie liegt im erfundenen Weatherfield, das dem zum Großraum Manchester gehörenden Salford nachempfunden ist. Die Protagonisten aus der Arbeiterklasse leben in einer Zeile von sieben Reihenhäusern. Außerdem gibt es in der kleinen Welt einen Zeitungskiosk, einen kleinen Imbiss, ein Lebensmittelgeschäft, eine Autowerkstatt, eine Bäckerei, eine Fabrik und – wie könnte es anders sein – einen Pub.
Von der ersten Sendestunde an vor dem Fernseher dabei sind Millionen, von den Serienstars nur einer. William Roche als Ken Barlow war in 47 Jahren Coronation Street Lehrer, Verleger, Bürgerrechtler, Einkaufswageneinsammler und wieder Lehrer. Er war drei Mal verheiratet, wurde vier Mal Vater und hatte fast 30 Freundinnen.
Vielleicht weil sie das so sehr ans Haus Windsor erinnert, ist Königin Elizabeth II. bekennender Fan der Serie. Und die läuft den Royals ein ums andere Mal den Rang ab. Die Hochzeitsfolge von Ken Barlow mit Deirdre Langton hatte mehr Zuschauer als die Zeremonie von Charles und Diana zwei Tage später. Und auch als Charles das zweite Mal heiratete, hatte Ken die Nase vorn, als er Deirdre nochmals ehelichte.
Und auch die Weihnachtsansprache der Quenn kann kaum mit der Beliebtheit der Christmas Episode von Corrie mithalten. Ihre Majestät wird amused sein, denn ihre Rede kennt sie schließlich schon.