Das kleine Schwarze ist ein Klassiker der Damenmode. Wegen seiner schlichten Eleganz macht sie mit ihm sowohl bei festlichen Anlässen als auch beim lockeren Abendvergnügen eine gute Figur. Dabei hat seine Entstehung einen durchaus traurigen Hintergrund. Erfunden wurde es als Bekleidung für die vielen jungen Witwen des ersten Weltkriegs. Entworfen hat dieses Stück Modegeschichte Coco Chanel.
Gabrielle Chanel wurde 1883 als zweites von fünf Kindern in Anjou geboren. Mit 20 Jahren hielt sie sich als Chansonsängerin über Wasser. In zwei ihrer Lieder kam das Wort “Coco” vor, was zu ihrem Spitznamen wurde. 1910 eröffnete die gelernte Näherin in Paris ein Hutatelier, ein Jahr später ihr erstes Modehaus. Weitere Modesalons folgten. Coco Chanel schaffte das Korsett ab, kürzte die Röcke auf eine damals skandalöse Länge unterhalb des Knies und stellte Funktionalität und klare Linien vor die bis dahin üblichen Verzierungen. Die Vogue nannte ihren Stil den Inbegriff der Eleganz.
Unter dem Zeichen der verschränkten Cs brachte sie das Chanel-Kostüm aus Tweed, Twinsets und Hosen für Frauen in die Modewelt. Auch etablierte sie den Modeschmuck. Sie hinterließ nicht nur zahlreiche Kreationen und das von ihr kreierte Parfum Chanel No 5, sondern auch einige Lebensweisheiten.
Etwa: “Eine Frau kann mit 19 entzückend, mit 29 hinreißend sein, aber erst mit 39 ist sie absolut unwiderstehlich. Und älter als 39 wird keine Frau, die einmal unwiderstehlich war.” Hier irrte Madame allerdings. Sie starb mit 87 Jahren in ihrer Suite im Pariser Hotel Ritz.