An vieles denkt man, bevor es in den wohlverdienten Urlau geht. Zeitung abbestellen, den Nachbarn den Schlüssel für den Briefkasten geben und den Stammtisch für die näcsten zwei Wochen absagen. Doch noch längst nicht jeder denkt an eine Vorbereitung, die nicht nur das Geld wiederbringen kann, die der Urlaub ins Budget reißt, sondern auch so ganz nebenbei der Umwelt hilft. Reisezeit ist nämlich auch Stromsparzeit.
In vielen deutschen Haushalten wird auch dann unbemerkt Strom verbraucht, wenn Haus oder Wohnung tagelang leer stehen. Da kommt einiges zusammen: Rund 140 Millionen Euro Stromkosten würden sich einsparen lassen, wenn nur die Hälfte der rund 39 Millionen deutschen Haushalte während einer zweiwöchigen Urlaubsreise auf unnötigen Stromverbrauch ihrer heimischen Elektrogeräte verzichten. Vor allem der Stand-by-Betrieb von Fernseher, DVD-Player und Co. sorgt dafür, dass sich der Stromzähler weiter dreht. Auch der PC und alle an ihn angeschlossenen Geräte verbrauchen unbemerkt Energie, wenn sie nicht komplett vom Stromnetz getrennt werden. Eine schaltbare Steckerleiste oder der direkte Griff zum Stecker vor Reisebeginn schaffen Abhilfe und sparen bares Geld.
Auch Kühl- und Gefriergeräte sollten ruhig mal Urlaub machen. Denn sie gehören meist zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Wer in seiner Abwesenheit unnötige Kosten verhindern will, sollte Kühl- und Gefrierschrank für die Reisezeit abtauen und abschalten. Dabei die Gerätetüren offen lassen, damit sich kein Schimmel bildet. Ein weiterer oft vergessener Stromverbraucher ist der Elektroboiler. Da niemand zu Hause ist, der warmes Wasser braucht, kann er einfach abgeschaltet werden. Es gibt noch weitere heimliche Stromverbraucher, die vor dem Urlaub abgeschaltet werden sollten. Die Initiative Stromeffizienz bietet eine Checkliste an, damit auch sie keine Energiekosten mehr fressen.
Foto: Initiative Energieeffizienz