Donnerstag, 17. Januar 2008

cmt.jpgFür die deutsche Caravaning-Industrie hat sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent im Jahre 2007 stark ausgewirkt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Inland weniger Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. So ergaben die 19.068 neu zugelassenen Caravans ein Minus von 14,9 Prozent, bei den Reisemobilen (19.665) wurde ein Minus von 7,4 Prozent verzeichnet. Dennoch habe die Branche diesen Einbruch durch den Export mehr als ausgleichen können, sagte der Präsident des Caravaning Industrie Verbandes Deutschland (CIVD), Klaus Förtsch, auf der CMT 2008 in Stuttgart.

Der Umsatz sei auf 5,59 Milliarden Euro um zehn Prozent auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Der Umsatz lag 2006 noch bei 5,08 Milliarden Euro. “Vieles deutet darauf hin, dass die ,Zulassungsdelle‘ 2007 überwunden werden kann”, gab sich Förtsch optimistisch. Dies hätten die deutschen Hersteller für 2008 bereits signalisiert.

Förtsch sprach von einem “doppelten Mehrwertsteuereffekt”. Viele Kunden hätten ihre Bestellung bereits 2006 vorgezogen. Der Rückgang sei eine Folge von Sondereffekten, “die 2008 nicht mehr zum Tragen kommen werden.” Insgesamt seien in Deutschland 103.546 Fahrzeuge im Berichtzeitraum hergestellt worden; bei den Reisemobilen 41.891 (+15, 7 Prozent) und bei den Caravans 61.655 (-6,7 Prozent). Bei Neufahrzeugen sei ein Umsatz von 3,17 Milliarden Euro (+ 12 Prozent), bei Gebrauchtfahrzeugen 1,88 Milliarden Euro (+6,4 Prozent) und beim Zubehör 539 Millionen Euro (+11,1 Prozent) erzielt worden.

Foto: Messe Stuttgart GmbH

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