Samstag, 14. Juni 2008

kindersitztest2_15Noch immer werden im Handel Kindersitze angeboten, die den anspruchsvollen Prüfkriterien des ADAC nicht standhalten. Bei dem aktuellen Kindersitztest, den der Automobilclub zusammen mit der Stiftung Warentest durchgeführt hat, fielen vier von 28 Sitzen durch und mussten mit “mangelhaft” bewertet werden.

Drei dieser Sitze (Eitel Plastic Luftikid, Kids im Sitz Ferrari Teko und IWH Trade Max Vario Max) erfüllten beim Seitenaufprall ihr Soll nicht. Abgewertet wurde auch der Cockpit von Michelin, der als einziger im Frontcrash versagte. Mittlerweile wurde er vom Hersteller zurückgerufen.

Aber der ADAC-Kindersitztest hat auch beruhigende Ergebnisse gebracht. Am einfachsten ist es, einen wirklich brauchbaren Sitz für die ganz Kleinen bis 18 Monate zu finden. Hier ist mit dem Römer Baby-Safe Isofix plus ein Produkt auf dem Markt, das mit einem Doppelplus sowohl bei der Sicherheit als auch bei der Bedienung belohnt wird. Urteil: “sehr gut”. Kaum schlechter abgeschnitten hat der Jané Strata, der bei der Sicherheit ein Doppelplus erhält und insgesamt mit “gut” abschneidet.

Aber auch für die größeren Kinder gibt es sichere Sitzgelegenheiten. Die Hälfte aller Testkandidaten erhält die zweitbeste Beurteilung im Test, ein “Gut”. Neun Mal schafften die Testkandidaten die Note “Befriedigend”, was meist auf Schwächen bei der Sicherheit zurückzuführen ist.

Der ADAC kritisiert, dass für die 2005 überarbeitete Norm (ECE-R44), nach der Kindersitze zugelassen werden, noch immer kein Seitenaufpralltest vorgeschrieben wurde. Da das Verletzungsrisiko beim seitlichen Anprall mindestens genau so hoch ist wie bei Frontalunfällen, fordern die europäischen Automobilclubs seit Jahren eine Verbesserung des Seitenaufprallschutzes. Viele Markensitzhersteller haben die Wichtigkeit dieser Forderung erkannt und verbessern ihre Kindersitze ohne gesetzlichen Zwang konsequent in diese Richtung.

Foto: ADAC

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