Donnerstag, 28. Februar 2008

dometic.jpgDer Siegener Hersteller Dometic, der bislang auf dem deutschen Freizeitfahrzeugmarkt hauptsächlich durch seine Kühlschränke bekannt war startet jetzt im Sanitärbereich durch und positioniert sich auch im Bereich Zubehör, was vom neu übernommenen Spezialisten Waeco abgedeckt werden soll. ”Wir wollten die Branche schon immer stimulieren”, bilanzierte Dometic-Geschäftsführer Joachim Kinscher die Anstrengungen , “und das ist uns jetzt sicherlich wieder gelungen”.

Jetzt stellte Dometic mit der CT 3000 eine Keramik-Kassetten-Toilette vor, die zwar 1,8 Kilogramm schwerer als die bislang im Handel befindlichen Toiletten ist, insgesamt aber eine Vielzahl von Features bietet, die zeigen, wie intensiv bei der Planung der neuen Toilette die Endverbraucher-Wünsche mit ins Kalkül gezogen wurden. Dometic brachte in die Entwicklung der neuen Toilette viel Know How aus seinen Produktionsstätten in Amerika mit, wo der Hersteller bereits jetzt Vakuum-Toiletten für Freizeit-, Nutzfahrzeuge und Boote baut, die weltweit im Einsatz sind. Hier ist als Werkstoff Porzellan gefragt, in Siegen entschloss man sich daher, das Wissen, an die deutschen Bedürfnisse angeglichen, auch in der heimischen Produktion einzubringen. Daher beschränkte sich Dometic nicht nur auf die Konzeption einer Vakuumtoilette für den Einsatz in den Premiumfahrzeugen, sondern bringt auch eine Kassettentoilette für den großen Markt – und die hat es in sich.

In Deutschland spielt vor allem das Gewicht eine große Rolle. Daher lag das Augenmerk in der Entwicklungsabteilung nicht nur auf einem modernen Haushaltsdesign, sondern vor allem auf der schlanken Linie des Neuzugangs in der Produktfamilie. Es ist nur rund 1,8 kg schwerer als bisherige Toiletten, erfüllt aber eine Vielzahl von Herstellervorgaben und Kundenwünschen. Und die betreffen zunächst einmal die unveränderten Standardabmessungen und einen möglichst geringem Wasserverbrauch. Das wurde verwirklicht. Herausgekommen ist eine Kassetten-Toilette, die optisch und von ihrer Sitzhöhe her, eher an die Toiletten daheim erinnert. Die Toilettenschüssel ist rund, die Sitzhöhe ist höher als bisher, der gesamte Toilettenblock ist dennoch acht Zentimeter kürzer als die bisherigen Modelle. Für das Service-Display, auf dem beispielsweise der „Beladungsstand“ der Toilette angezeigt wird, hat man sich für eine bewusst einfach gehaltene Symbolik entschieden.

Eindeutiger „Hingucker“ bleibt aber das Keramik-Inlay, die leicht zu reinigende, kratzfeste Toiletten-Schüssel, die auf einem stabilen Kunststoffblock montiert ist. Letzterer wirkt gewichtsreduzierend und bringt zugleich eine vergleichsweise hohe Steifigkeit. Obendrein ist der Toilettenblock fast universell innerhalb der Nasszelle zu positionieren, denn die Sitzfläche kann, vor der Montage, in 15 Grad-Schritten eingestellt werden, so dass nur noch der Toilettendeckel bewegt werden muss. Und der lässt sich, auch das ein Hygiene-Pluspunkt, der bislang noch nicht möglich war, sogar noch problemlos austauschen – vielleicht sogar, um mit der Dometic neue Farbakzente im Badezimmer zu setzen?

Foto: Dometic

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