Der massive Streckenabbau der DB Autozug ist nach Ansicht des ADAC ein schwerer Fehler. Laut einer Pressemitteilung des Clubs wurden im Winterfahrplan im Vergleich zum vergangenen Jahr vier von neun Verladebahnhöfen gestrichen. Zudem sei die Zahl der Verbindungen von zehn auf fünf reduziert worden. Von 1200 Zügen des Vorjahres blieben nur noch 920 übrig.
Noch drastischer war der Unterschied im Sommer. Das Angebot schrumpfte von 16 auf 13 Bahnhöfe, von 26 auf 15 Verbindungen und bei der Gesamtzahl der Züge von 3700 auf 2700. Das bedeutete einen Rückgang um 30 Prozent. Angesichts des zunehmenden Autoverkehrs auf den beliebtesten Ferienrouten und der wachsenden Belastung sei dies laut ADAC von der Bahn der falsche Weg.
Doch auch im kommenden Sommer soll das Streichkonzert wohl fortgesetzt werden. So ist laut ADAC die Schließung weiterer sechs Bahnhöfe geplant, was unter anderem zur Folge hätte, dass es dann keine Autozug-Verbindung mehr von Süddeutschland zum Mittelmeer gäbe. Insgesamt fielen dann bei den internationalen Verbindungen im Vergleich der vergangenen zwei Jahre im Sommer vier und im Winter fünf Strecken weg.