Solange alles funktioniert, misst wohl kein Autofahrer der Batterie besondere Bedeutung bei. Wenn sie aber einmal den Dienst versagt, merkt man schnell wie wichtig die einzige Stromquelle im Auto ist. Und das kommt häufiger vor, als man denkt oder wahrhaben will. Laut der Sachverständigenorganisation GTÜ ist fast jede fünfte Autopanne auf einen Defekt des Stromlieferanten zurückzuführen.
Im Durchschnitt beträgt die Lebensdauer einer Batterie vier bis fünf Jahre. Die Experten der Gesellschaft für Technische Überwachung weisen aber darauf hin, dass schlechte Pflege und de steigende Zahl der Stromabnehmer diese verkürzen können. Dazu gehören Klimaautomatik, Navigationssystem und Bordcomputer sowie die Elektromotoren für Fensterheber und Sitzverstellung.
Daher raten die GTÜ-Experten dazu, vor dem nächsten Winter die Batterie genau überprüfen zu lassen. Neben der Kontrolle des Säurestandes bei nicht wartungsfreien Stromspendern gehören auch eine Prüfung der Kontakte und das Schmieren der Pole mit säurefreiem Fett dazu. Sobald das Fahrzeug schlecht anspringt oder die Leistung der Batterie nachlässt, sollte sie in einer Werkstatt gecheckt und wenn nötig ausgetauscht werden.
Wer einmal Starthilfe benötigt, weil die Batterie völlig ihren Dienst versagt hat, sollte die Reihenfolge der Arbeitsschritte beachten. Zunächst werden bei beiden Fahrzeugen die Motoren abgestellt. Dann wird zuerst das rote Starthilfekabel an den Pluspol der entladenen, dann an den der Spenderbatterie angeschlossen. Als nächstes kommt das schwarze Kabel zuerst an den Minuspol des helfenden, dann an eine blanke Stelle des Pannenfahrzeugs. Schließlich startet der Helfer seinen Motor zuerst. Laufen beide Motoren, wird die Verbindung in umgekehrter Reihenfolge getrennt.
Foto: ADAC/GTÜ