Sonntag, 30. März 2008

april.jpgAm Dienstag ist der 1. April. Ein Tag, an dem man gehörig auf der Hut sein muss, um nicht “in den April geschickt” zu werden. Der Brauch seine Mitmenschen mit einem Scherz am ersten Apriltag hinters Licht zu führen, ist in den Westeuropäischen Ländern bereits seit dem 16. Jahrhundert üblich. Mit den Auswanderern gelangte er auch nach Nordamerika. Über seinen Ursprung gibt es mehrere Erklärungen.

Im Jahr 1564 reformierte der französische König Heinrich IX: den Kalender. Neujahr wurde fortan am 1. Januar, nicht mehr am 1. April gefeiert. Wer das dennoch am alten Datum tat, wurde ausgelacht. Eine andere Erklärung stützt sich auf den Augsburger Reuchstag auf dem 1530 auch das Münzwesen geregelt werden sollte. Aus Zeitgründen kam s nicht dazu. am 1.April sollte ein Münztag einberufen werden. Doch der fand dann schließlich doch nicht statt. Viele Spekulanten, die auf ihn gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch verspottet.

Welche Wurzeln die Aprilscherze auch immer haben mögen – manche sehen den Ursprung auch im launische Aprilwetter . sie werden auch heute noch gemacht. Selbst die Medien spielen mit, schicken ihre Leser und Zuschauer in den April. So berichtete Mitte der 80er Jahre eine Berliner Zeitung, dass im Britischen Sektor der Stadt der Linksverkehr eingeführt werde. Bereits Ende der 50er Jahre sendete die BBC einen Bericht über die Spaghettiernte in der Schweiz. Und im vergangenen Jahr vermeldete tagesschau.de, dass die Erkennungsmelodie der Nachrichtensendung künftig nicht mehr jeden Abend von einem Orchester live eingespielt, nur noch der Gong von Hand geschlagen werde.

Einen Kommentar schreiben