Camping in Deutschland würde heute anders aussehen, gäbe es den Deutschen Camping-Club nicht. Auf diesen Nenner lässt sich die Arbeit des DCC wohl bringen, der in diesem Jahr 60. Geburtstag feiert. Der Club, in dem rund 100.000 Camper organisiert sind, wurde 1948, genauer am 22.September, in München gegründet. Dies war möglich, weil internationale Kontakte den Krieg überdauert hatten: Englische Camper forderten den nachmaligen ersten Präsidenten des DCC, Dr. Max Eckert auf, eine deutsche Campingorganisation zu schaffen.
Zunächst gab es zwei Ziele. DCCler sollten reisen und: Der Club wollte im Nachkriegsdeutschland eine Camping-Infrastruktur aufbauen, um die Naherholung sicher zu stellen. Dazu gehörte es Camping-Treffen zu organisieren, was erfolgreich schon 1949 am Staffelsee geschah. Tatkräftige Unterstützung gabs dabei von der Campingindustrie und Pionieren wie Hans Berger und Arist Dethleffs.
Ein erstes Zeltplatzverzeichnis, aus dem der populäre DCC Campingführer “Europa” wurde, erschien 1949, weitere Camper-Treffen folgten. Vom ersten Tag an war der DCC auf behördlicher Ebene aktiv. Parallel dazu entwickelte sich der Club: Landesverbände und Ortsclubs kamen dazu, um Campern flächendeckend Ansprechpartner zu vermitteln. Die Clubzeitschrift “Camping” entstand. Weitere Meilensteine waren die Etablierung von Freizeitmessen, die Pflege internationaler Kontakte, die Schaffung eigener Campingplätze und, immer wieder im partnerschaftlichen Miteinander, hoher Einsatz für Camper.
Vom 2. bis 5. Oktober findet im Spreeauenpark in Cottbus eine große Jubiläumsveranstaltung statt.
Mit einem bunten Programm feiert Deutschlands Camping-Fachverband den Jahrestag seiner Gründung.
Grafik: DCC