Montag, 20. Oktober 2008

Frühnebel wabert übers Land. Typisch Herbst. Kraftfahrern wird in dieser Jahreszeit erhöhte Wachsamkeit im Straßenverkehr abgefordert, wissen die Sicherheitsfachleute des ACE Auto Club Europa. Manche Autofahrer unterstellten bei ihrer Fahrweise noch normale Fahrbahnbeschaffenheit und Sichtverhältnisse. Doch massive Temperaturschwankungen, Schneeregen in den Mittelgebirgen, böige Winde sowie Nässe und Nebel erforderten einen vorsichtigeren Fahrstil.

 ACE-Verkehrssicherheitsexpertin Renate Hanstein: “Früh einsetzende Dämmerung mindert die visuelle Wahrnehmung der Verkehrsteilnehmer, wodurch das Unfallrisiko besonders für ältere Fußgänger sowie das für Kinder steigt“. Jeder zweite im Straßenverkehr getötete Fußgänger und Radfahrer sei heute über 65 Jahre alt, erinnerte Hanstein.

Zu den typischen “automobilen Herbstkrankheiten” gehören nach Beobachtungen des ACE unter anderem beschlagene Scheiben, alte Wischerblätter, fehlendes Wischwasser in der Scheibenwaschanlage und verschmutzte Scheinwerfer und Heckleuchten.

Bei Nebel rät der Club:

  • Tempo rechtzeitig drosseln, besonders vor Nebelbänken
  • Abblendlicht einschalten
  • Sicherheitsabstand vergrößern – mindestens drei Sekunden zum Vordermann
  • Vorschriften und Markierungen im Baustellenbereich besonders streng befolgen und beachten

Falsch sei es, durch falschen Gebrauch der Nebelschlussleuchte sich und andere Verkehrsteilnehmer zusätzlich zu gefährden. Die Strahlkraft einer Nebelschlussleuchte sei im Vergleich zu Rückleuchten etwa 30-mal stärker. Die Nebelschlussleuchte dürfe deshalb nur bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Meter eingeschaltet werden. Sobald sich der Dunstschleier wieder aufzulösen beginne und eine bessere Sicht möglich sei, müsse sie sofort wieder ausgeschaltet werden. Dies gelte auch für den Stadtverkehr, da es bei der Fahrt dicht an dicht ebenfalls leicht zu Blendungen kommen könne.

Foto: Claudia Hautumm/Pixelio



Freitag, 17. Oktober 2008

Für eine Besichtigungstour an Luthers Lebens- und Wirkungsstätten in Sachsen-Anhalt sollte man sich die letzten Oktobertage vormerken. Dann wird in Lutherstadt Wittenberg mit dem traditionellen Reformationsfest an den berühmten Thesenanschlag erinnert, mit dem Luther am 31. Oktober 1517 die Reformation in Gang setzte.

Am 31. Oktober sorgen hunderte Akteure dafür, dass man sich um 500 Jahre zurück versetzt fühlt. Auf dem Marktplatz und in Altstadthöfen unterhält am 31.Oktober von 11 bis 19 Uhr ein Historienspektakel mit Gauklern und Musikern, historischem Handwerk, Marktreiben und fahrendem Volk die Besucher. Im Cranach-Hof und auf dem Schlosshof kann man den ganzen Tag über beim Hofspektakel dabei sein.

Am 31. Oktober um 10 Uhr erweist man Martin Luther bei Festgottesdiensten in der Stadtkirche und in der Schlosskirche seine Referenz. Bis zum Abend gibt es anschließend in beiden Kirchen Gelegenheit, Kirchenmusik zu erleben – zum Beispiel um 19.30 Uhr in der Stadtkirche und in der Schlosskirche beim Festkonzert um 17.00 Uhr.

Auch am 29. und 30. Oktober bietet Wittenberg ein vielfältiges Programm. Das Lutherhaus – Luthers einstige Lebens- und Wirkungsstätte – ist ab 19:30 Uhr Gastgeber für die Abendveranstaltung “Die Nacht davor – Begegnungen im Lutherhaus” mit Gesprächen, Musik, Filmvorführungen und Gastronomie.

Foto: Stadt Wittenberg



Donnerstag, 16. Oktober 2008

Jeder Landstrich in Thüringen hat seine eigenen Sagen und Geschichten. Bechstein und Baumbach haben lange Zeit ihres Wirkens in Meiningen verlebt. Goethe, Tieck, Novalis und Musäus haben sich immer wieder von der einzigartigen Landschaft, den Burgen und Schlössern und den Kulturstädten wie Weimar zur Märchendichtung inspirieren lassen.

Mit dem in jedem Jahr stattfindenden Märchen- und Sagenfest soll der große Schatz der Erzähltradition in Thüringen von professionellen Erzählern bewahrt und lebendig gehalten werden. Eröffnet wird die Festreihe auf Burg Ranis. Ihren Höhepunkt findet sie alle zwei Jahre in der Preisverleihung des Thüringer Märchen- und Sagenpreises zum Gedenken an Ludwig Bechstein oder in einer langen Nacht der Märchen in Meiningen.

Das umfangreiche Programm mit Erzählstunden, Theateraufführungen, kulinarischen Genüssen und vielem mehr verbindet Generationen und entführt für eine Weile in die Welt der Phantasien. Und so ganz nebenbei kann man dabei auch noch Thüringen entdecken – von Meiningen bis Arnstadt, von Altenburg bis Saalfeld.

Foto: Saalfeld Information



Mittwoch, 15. Oktober 2008

Mit Beginn des Herbsts und der Brunftzeit des Rotwildes, kommt es auf Deutschlands Straßen wieder vermehrt zu Wildwechsel. Laut ADAC werden jährlich etwa 220 000 Rehe in Deutschland überfahren, das entspricht mehr als 20 Tieren pro Stunde. Durch die abgeernteten Felder ist das Wild auf Deckungssuche an Wiesen oder Waldrändern. Zur ständigen Futtersuche, auch entlang vieler Alleen, queren Schwarz- und Rotwild, sowie Füchse, Hasen oder Fasane immer wieder Straßen. Nicht nur für das Wild, vor allem für Autofahrer ergibt sich daraus eine erhebliche Gefahr.

Gerade in der Dämmerung, bei Nebel oder nassem Laub auf den Straßen ist in den kommenden Wochen besondere Vorsicht geboten. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt: Mit angepasster Geschwindigkeit, vorausschauend und vorsichtig fahren, sowie immer ausreichend Abstand zum Vordermann halten. Taucht ein Reh am Straßenrand auf, immer das Tempo reduzieren, denn meist kommt ein Wildtier nicht allein.

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, müssen der Warnblinker einschaltet, das Warndreieck aufgestellt, gegebenenfalls Verletzte versorgt und die Polizei verständigt werden. Die Polizei informiert dann den Revierinhaber, der dann das getötete oder verletzte Tier von der Straße nimmt und eine Unfallbescheinigung für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ausstellt 

Das angefahrene Tier sollte nach einem Unfall auf keinen Fall berührt werden,  es könnte plötzlich auskeilen oder mit Tollwut infiziert sein. Getötetes Wild einfach mitzunehmen ist strafbar und wird als Wilderei mit Geld- oder Haftstrafe bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geahndet. Auch wenn ein Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet, ist die Polizei zu informieren. In solchen Fällen muss aus Gründen des Tierschutzes der Jäger das verletzte Tier mit dem Hund suchen und es von seinen Schmerzen erlösen.

Foto: ADAC



Dienstag, 14. Oktober 2008

Der zuletzt stark gesunkene Ölpreis lässt den Benzinpreis aktuell auf Jahresanfangsniveau sinken. Allerdings halbierte sich die Spanne zwischen Superbenzin und Diesel in den letzten vier Wochen wieder auf rund sechs Cent. Ein Grund dafür ist  laut ADAC die derzeit hohe Nachfrage nach Heizöl. 

Wie der Automobilclub am Dienstag bei seinem monatlichen Kraftstoffpreisvergleich an Markentankstellen in 20 deutschen Städten ermittelt hat, herrscht bundesweit ein überwiegend einheitliches Preisniveau. Sowohl Diesel als auch Superbenzin ist gleich in vierzehn Städten am günstigsten (siehe Grafik). Den höchsten Preis für Super zahlen Autofahrer derzeit in Dresden mit 1,364 Euro je Liter. Dieselkraftstoff ist mit 1,309 in München und Nürnberg am teuersten.     

Trotz sinkender Preise sollten Autofahrer die Preise an den Tankstellen in ihrer Nähe vergleichen und bewusst die günstigste Station anfahren. So kann der Wettbewerb unter den Anbietern weiter belebt werden. Weitere Informationen gibt es beim Automobilclub.



Montag, 13. Oktober 2008

Mit einem Feuerwerk an Illuminationen und Veranstaltungen verwandelt das Festival of Lights auch in diesem Jahr wieder die deutsche Hauptstadt zwei Wochen lang in eine einzigartige Glitzermetropole. Weltberühmte historische Wahrzeichen und Orte Berlins wie das Brandenburger Tor, der Funkturm, der Berliner Dom und der Fernsehturm werden vom 14. bis 26. Oktober spektakulär mit Licht, Events, Projektionen und Feuerwerk in Szene gesetzt. Begleitet wird das Festival von zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht.

Auf speziellen Lightseeing Touren – dieses Jahr wieder per Bus mit dem Light-Liner, per Schiff mit dem Light-Ship oder per Velotaxi mit dem Light-Velo – können Berliner und ihre Gäste allabendlich die kunstvollen Kompositionen ganz aus der Nähe erleben.

Begleitet werden die faszinierenden Illuminationen von vielfältigen Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht,  Special-Events und Sponsoren-Parties. Unter der Leitung von Festivalorganisatorin Birgit Zander gibt es wieder zauberhafte Events wie die “Opening-Ceremony”, die “Nacht der offenen Türen”, die “Mitternachtshochzeiten” und, vieles mehr geben.

Foto: City Stiftung Berlin



Freitag, 10. Oktober 2008

Trotz hoher Kraftstoffpreise fuhren deutsche Urlauber im Sommer 2008 genauso gerne mit dem Auto in die Ferien wie in den Vorjahren: 14 025 Kilometer Stau an den 13 Ferien-Wochenenden von Ende Juni bis Mitte September 2008 ergab die Auswertung der Verkehrsmeldungen und der Berichte der Stauberater des ADAC für die diesjährige Reisesaison. Das entspricht in etwa der Strecke Berlin – Chicago und zurück.

Dabei zählten die Verkehrsexperten insgesamt 996 Staus über zehn Kilometer Länge auf deutschen Autobahnen. Im gleichen Zeitraum der Hauptreisezeit 2007 waren es 930. Nur der Rekord-Stausommer 2002 mit 1016 Staus war noch schlimmer. Den längsten Stau gab es übrigens am Freitag, 27. Juni, auf der A 3 zwischen Aschaffenburg und Würzburg mit 65 Kilometern Länge.

Grafik: ADAC



Freitag, 10. Oktober 2008

Die Knaus Tabbert Group nutzt die Insolvenzordnung und hat am 9. Oktober beim Amtsgericht Passau wegen drohender Liquiditätsengpässe einen Antrag auf Durchführung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dieser Schritt ist laut einer Pressemitteilung unvermeidlich, nachdem langwierige und intensive Verhandlungen mit den Gläubigerbanken ergebnislos geblieben waren. Nur in einem geordneten Insolvenzverfahren werde dem traditionsreichen Hersteller von Reisemobilen und Wohnwagen eine umfassende Sanierung gelingen, und zwar mit dem Ziel, ohne Altlasten den Fortbestand des Unternehmens und möglichst vieler Arbeitsplätze auf den Weg zu bringen.

Das Insolvenzrecht biete Planungssicherheit für eine Sanierung. Das Unternehmen selbst habe die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft. Knaus Tabbert Group sei ein ebenso markenstarker wie innovativer Hersteller von Reisemobilen und Wohnwagen: Die Produktion laufe plangemäß weiter. Knaus Tabbert Group genieße das Vertrauen des Handels, der Kunden und Zulieferer gleichermaßen. Die Knaus Tabbert Gruppe verfüge über wettbewerbsfähige Produktionsstätten.

Vor diesem Hintergrund gebe es bereits ernsthafte Verhandlungen mit einer Reihe von Finanzinvestoren und Strategen, die an einer Fortführung des Betriebes interessiert seien. Zugleich sei eine strukturelle Anpassung bei Knaus Tabbert Group aus betriebswirtschaftlicher Sicht unumgänglich, denn das Unternehmen müsse seine Kapazitäten zügig der Nachfrage anpassen. “Der Sanierungsplan ist ein Befreiungsschlag: Nur mit diesem radikalen Schritt wird das Unternehmen wieder zügig an frühere Erfolge anknüpfen können“, sagte Thomas Dickenberger, Sprecher der Geschäftsführung bei Knaus Tabbert Group.

Grafik: Knaus Tabbert Group



Mittwoch, 8. Oktober 2008

Dichter Nebel, nasses Laub und erstes Glatteis – der Herbst erfordert besondere Vorsicht von den Verkehrsteilnehmern. Der ADAC hat Tipps zusammengestellt, um sicher durch diese Jahreszeit zu kommen. 

Grundsätzlich gilt: Vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anpassen. Mit der Faustregel „Sichtweite ist gleich Sicherheitsabstand“ lassen sich viele Unfälle vermeiden. Das bedeutet: Liegt die Sicht unter 50 Metern, sollte auch der Tacho nicht mehr als 50 km/h anzeigen. Als Orientierungshilfe dienen die Leitpfosten am Straßenrand. Sie sind auf Bundesstraßen und Autobahnen im Abstand von 50 Metern aufgestellt. Gleichzeitig bedeutet eine Sicht unter 50 Metern: Nebelschlussleuchte einschalten. Haben sich die Sichtverhältnisse wieder gebessert, muss sie jedoch wieder ausgeschaltet werden, um den Nachfolgeverkehr nicht unnötig zu blenden.

Feuchte Witterungsverhältnisse, die im Einzelfall auch zu Glatteis führen können, lassen bereits an Winterreifen denken. Der Reifenwechsel sollte bis Mitte November vollzogen sein, denn spätestens ab dann ist mit Schneefällen und Raureif zu rechnen. Die Lamellenkanten der Winterreifen bieten bei solchen Bedingungen besseren Grip. Bei gebrauchten Winterreifen ist zudem zu beachten: Mit weniger als vier Millimetern Profiltiefe sollte nicht in den Winter gestartet werden.

Darüber hinaus ist derzeit auf den Straßen mit Verunreinigungen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge zu rechnen. Das so genannte Bauernglatteis macht eine defensive Fahrweise mit gedrosseltem Tempo nötig.

Durch die abgeernteten Felder ergibt sich eine weitere Gefahr für die Verkehrsteilnehmer: Wildwechsel. Schwarz- und Rotwild, Füchse und Hasen finden nicht mehr genügend Schutz und queren auf der Flucht in schützende Wälder oftmals Straßen. Auch entlang vieler Alleen tummeln sich im Herbst die Wildtiere, um sich mit Kastanien und Eicheln einen Vorrat für den Winter anzufressen. Hier gilt ebenfalls: Fuß vom Gas und mit Weitsicht fahren.

Foto: ADAC



Dienstag, 7. Oktober 2008

An gut einsehbaren Einmündungen und Kreuzungen außerhalb geschlossener Ortschaften passieren laut ADAC-Unfallforschung besonders viele schwere Unfälle. Jeder siebte Tote oder Schwerverletzte – 2007 fast 5400 Menschen – ist aufgrund von falschem Einbiegen oder Kreuzen zu beklagen. Insgesamt ging die Zahl der Verkehrsopfer zwar zurück, an kritischen Kreuzungspunkten allerdings stieg sie an. Fast die Hälfte der tödlichen Unfälle an Kreuzungen sind sogenannte Linksabbieger-Unfälle. Dabei übersieht der Linksabbieger den entgegenkommenden Vorfahrtberechtigten. Bei solchen Unfällen kommt es zu gefährlichen Seitenkollisionen. Insassen werden oft schwerer verletzt als bei Frontalunfällen.

Neben der fehlenden Aufmerksamkeit der Fahrer, die oft Kollisionen verursacht, ist auch die schlechte Rundumsicht in einigen Autos ein Risikofaktor. Oft ist der vordere Dachholm (A-Säule) dieser Autos zu breit, vielfach aus Design- und Aerodynamikgründen. Er kann beim Einbiegen die Sicht auf andere Autos verdecken, wie zum Beispiel beim Mitsubishi Colt CZ3, Hyundai Santa Fe oder Opel Tigra Twin Top. Viele Kollisionen an einsehbaren Kreuzungen und Einmündungen ließen sich laut ADAC durch straßenbauliche Maßnahmen unter anderem zur Drosselung der Geschwindigkeit verhindern. Dazu zählen etwa Fahrbahnverschwenkungen. Auch Sichtblenden direkt an der Kreuzung bringen Autofahrer zum Bremsen. An vielen Unfallschwerpunkten sind die zuständigen Behörden aufgefordert, rasch Verbesserungen vorzunehmen.

Um die Unfälle an einsehbaren Kreuzungen zu reduzieren, empfiehlt der ADAC auf Landstraßen grundsätzlich vor dem Einbiegen oder Kreuzen anzuhalten, um die Verkehrssituation besser zu überblicken. So können Linksabbieger die Geschwindigkeit des Fahrzeugs, das ihnen auf der Hauptfahrbahn entgegenkommt, besser einschätzen. Auch die Autohersteller können einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten. Der ADAC spricht sich für eine Optimierung der A-Säulen sowie für eine serienmäßige Ausrüstung der Fahrzeuge mit Kopfairbags aus. Außerdem muss der Seitenschutz weiter verbessert werden. Die Entwicklung elektronischer Kreuzungsassistenten ist ebenso notwendig.

Grafik: ADAC



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