Donnerstag, 30. Oktober 2008
Insgesamt 200.519 neue Freizeitfahrzeuge wurden laut Statistik der European Caravan Federation ECF in der Saison 2007/2008 (September 2007 bis August 2008) in den europäischen Ländern zugelassen. Damit verbuchte der europäische Caravaningmarkt einen Rückgang um 5,0 Prozent gegenüber der Saison 2006/2007. Der Absatz von Caravans sank europaweit um 7,9 Prozent auf 110.925 Fahrzeuge deutlich ab. Der Markt für Reisemobile zeigte sich dagegen mit einem leichten Minus von 1,1 Prozent auf 89.594 neu zugelassene Reisemobile noch relativ stabil.
Nennenswerte Wachstumsimpulse erhielt der europäische Caravaningmarkt lediglich durch den Reisemobilabsatz in Deutschland (+3,5 % auf 20.930 Fahrzeuge), den Niederlanden (+23,8 % auf 1.800 Fahrzeuge), Schweden (+13,9% auf 3.525 Fahrzeuge) und Belgien (+16% auf 2.874 Fahrzeuge). Schwächen zeigten hingegen vor allem die Caravanmärkte in den Niederlanden (-13,5% auf 13.015 Einheiten), Frankreich (-8,7% auf 11.158 Einheiten) und Deutschland (-6,4% auf 19.168 Einheiten).
“Die rasch steigenden Energiepreise im Frühjahr und Sommer des Jahres 2008 haben im europäischen Caravaningmarkt deutliche Spuren hinterlassen”, kommentiert Hans-Karl Sternberg, Generalsekretär der ECF. Es bleibe zu hoffen, dass die inzwischen eingetretene Beruhigung an den Rohstoffmärkten und die sich abzeichnenden europaweiten Lösungsansätze für die Finanzkrise den Verbraucher wieder das nötige Vertrauen für die Investitionen in Freizeitfahrzeuge zurückgeben.
Die drei zulassungsstärksten Länder für Caravans waren Großbritannien (33.728 Caravan-Neuzulassungen), Deutschland (19.168 Caravan-Neuzulassungen) und die Niederlande (13.015 Caravan-Neuzulassungen). Bei den Reisemobilen verzeichnete Frankreich mit 22.199 Fahrzeugen die meisten Neuzulassungen, gefolgt von Deutschland mit 20.930 Einheiten und Italien mit 12.486 Reisemobilen auf den Plätzen zwei und drei.
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Nach der Erweiterung der europäischen Union um zahlreiche Staaten Osteuropas hat sich in den vergangenen Jahren der Caravaningtourismus in den Beitrittsländern enorm entwickelt. Nicht nur als Touristische Destinationen profitieren die neuen EU-Mitglieder von ihrer Zugehörigkeit zur Europäischen Union. Auch die Zulassungen von Freizeitfahrzeugen in den osteuropäischen Märkten zeigen erstmals nennenswerte Stückzahlen und starkes Wachstum. Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Tourismusforschung an der Universität München, dwif und die European Caravan Federation, ECF haben die neuen Märkte erstmals näher untersucht.
Das dwif errechnete für die Länder Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien insgesamt 18,75 Millionen Übernachtungen auf rund 1.300 Campingplätzen. Aus diesen Übernachtungen sowie den touristischen Ausgaben am Urlaubsort ergibt sich ein Umsatz von 600 Millionen Euro der in diesen Ländern durch Camping- und Caravaningtourismus generiert wird.
In den osteuropäischen Ländern selbst steigt allmählich auch das Interesse an Caravaning. Dies zeigen die Exportstatistiken der European Caravan Federation. Immerhin 2.524 Freizeitfahrzeuge wurden im Jahr 2007 nach Ost- und Südosteuropa exportiert. Damit stieg der Export in diese Region um rund 32 Prozent.
Foto: Gerd Altmann und Francesco Rolland/Pixelio
Dienstag, 28. Oktober 2008
Ausländische Gäste suchen in Deutschland Spaß, deutsche Erholung: So lautet eines der Ergebnisse des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat zusammen mit der Europäischen Reiseversicherung idas Marktforschungsprojekt Qualitätsmonitor ins Leben gerufen, um klassische Marktforschung mit Zufriedenheits- und Qualitätsurteilen verbinden zu können. 19 weitere touristische Partner sind derzeit an dem Projekt beteiligt. Bisher
wurden Daten in mehr als 15.000 repräsentativen und persönlichen Interviews erhoben.
Bei der Urlaubsmotivation steht unter den ausländischen Touristen in Deutschland das Erleben ganz oben auf der Liste: Für 62 Prozent der Befragten waren Spaß und Vergnügen Motive für ihre Urlaubsreise nach Deutschland. 56 Prozent möchten Zeit mit der Familie und Freunden verbringen, 54 Prozent Neues erleben, und 52 Prozent Kunst und Kultur genießen. Einheimische Gäste hingegen wollen in Deutschland vor allem abschalten: 69 Prozent aller befragten deutschen Urlauber nannten die Erholung als Reisemotivation. Erst mit großem Abstand folgen “Spaß und Vergnügen” sowie “einfach genießen” mit jeweils 53 Prozent.
Die unterschiedlichen Urlaubsmotivationen zeigen sich auch in den Kriterien, die zur Wahl der Urlaubsdestination in Deutschland führen: So ist Deutschland im Ausland besonders als Kulturreiseziel interessant. Sehenswürdigkeiten, das kulturelle Angebot sowie die Architektur und das landschaftstypische Ortsbild machen eine Region für Ausländer attraktiv. Deutsche Urlauber hingegen zieht es in die Landschaft, zur guten Luft und gesundem Klima. Auch die angebotenen Erholungsmöglichkeiten sind für inländische Touristen ein wichtigeres Kriterium für die Wahl der Urlaubsregion als für die internationalen Gäste.
Foto: Gerhard Giebener/Pixelio
Montag, 27. Oktober 2008
Die ADAC-Luftrettung bindet ab sofort ihre Rettungshubschrauber an das Flight Following-System RescueTrack an. Durch eine genaue Standortübermittlung können die Gelben Engel nun noch schneller über die Leitstellen disponiert werden. Erfolgreiche Tests gemeinsam mit der Großleitstelle Cottbus zeigten den Nutzen für die schnellere Patientenversorgung. Technische Basis für die Standortübermittlung an die Leitstelle bildet der Navigationsassistent HeliMap, mit dem jeder Hubschrauber der ADAC-Luftrettung ausgestattet ist.
Über RescueTrack können die Rettungsleitstellen 24 Stunden lang den aktuellen Standort sowie den Status des Rettungshubschraubers verfolgen. Die Übertragung der Status- und Positionsmeldungen erfolgt über den Navigationsassistenten HeliMap. Das Gerät unterstützt den Piloten bei der Zielortbestimmung. Er kann das Ziel hausnummerngenau eingeben. Somit gewinnt er wertvolle Zeit und kann sich noch besser auf die äußeren Gegebenheiten wie Wetter oder Landeplatzbedingungen konzentrieren. Die Verbindung von HeliMap (EAE) und dem RescueTrack-System (Convexis) ermöglicht dem Leitstellendisponenten, die Hubschrauber noch effizienter einzusetzen.
Mit der Indienststellung des ersten zivilen und ständig einsatzbereiten Rettungshubschraubers “Christoph 1″ am 1. November 1970 in München-Harlaching initiierte der ADAC den Ausbau des öffentlich-rechtlichen Luftrettungsdienstes. Heute ist der Club an 33 Stationen in Deutschland mit 44 eigenen Rettungs- und Intensivhubschraubern vertreten. Jedes Jahr erbringen die gelben Engel mehr als 42.000 oftmals lebensrettende Einsätze.
Foto: ADAC
Freitag, 24. Oktober 2008
Deutschlands Urlaubsregionen haben im Sommer 2008 an Attraktivität eingebüßt. Istrien – die kroatische Halbinsel an der nördlichen Adria – belegt Platz eins im ADAC-Ranking der beliebtesten Urlaubsregionen. Es verweist damit die deutschen Destinationen Ostsee/Mecklenburger Seenplatte sowie Oberbayern auf Platz zwei und drei. Grundlage dieser Erhebung sind knapp zwei Millionen Routenanfragen, die der ADAC jährlich auswertet und vergleicht.
Ein ähnlicher Senkrechtstarter ist die kroatische Urlaubsregion an der dalmatinischen Küste. Sie konnte durch die Gunst der deutschen Urlauber gleich drei Plätze gut machen und ist auf Platz acht im ADAC-Ranking der beliebtesten Regionen.
Dennoch bleibt Deutschland bei den ausgewerteten ADAC-Routenanfragen unangefochten Spitzenreiter. 37,4 Prozent aller Anfragen bezogen sich auf ein Ziel in der Bundesrepublik. 15,8 Prozent der motorisierten Urlauber, also auch Caravaner und Reisemobilisten, wählten als Reiseziel Italien (Platz 2). Drittplatzierter ist die Türkei. Ausschlaggebend dafür sind die Heimaturlaube türkischer ADAC-Mitglieder. Kroatien zieht mit Österreich gleich (beide je 6,6 Prozent) und belegt mit einer deutlichen Steigerung von 1,7 Prozent Platz vier.
Grafik: ADAC
Freitag, 24. Oktober 2008
Am kommenden Wochenende passiert wieder das, was geschieht, wenn wir nach London oder auf die Kanaren reisen. Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt. Ganz exakt folgt am 26. Oktober auf 2.59 Uhr eine Minute später 2 Uhr morgens. Und das ganz ohne dass wir uns von zu Hause wegbewegen müssen. Die Sommerzeit geht zu Ende, die im Frühjahr gestohlene Stunde kommt zurück. Ob dieses Hin und Her der Zeiten allerdings wirklich Sinn macht, daran scheiden sich die Geister.
Ursprünglich war Deutschland übrigens Trendsetter dieser Regelung. 1916 führte das Kaiserreich eine Sommerzeit ein, die drei Jahre später wieder abgeschafft wurde. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde sie erneut eingeführt. Ein wahres Durcheinander gab es in der Nachkriegszeit, als in den westlichen Zonen die Sommerzeit galt, während in der Ostzone einschließlich Berlin die Uhren nach Moskauer Zeit tickten, es also zwei Stunden später war. Von 1947 bis 1949 gab es dann sogar noch eine Hochsommerzeit von Mai bis Juni, in der die Zeiger nochmals um eine Stunde vorgerückt wurden.
Dieses Chaos wurde vermieden, als sich Deutschland 1980 wieder der Sommerzeit anschloss, diesmal als europäisches Schlusslicht. Allerdings taten dies Ost und West gleichzeitig, so dass es keine zwei Zeitzonen in Bundesrepublik und DDR oder gar den beiden Teilen Berlins gab. Zunächst galt die Sommerzeit vom letzten Märzsonntag bis zum letzten Sonntag im September, seit 1996 werden die Uhren erst im Oktober zurückgestellt.
Während die einen nun meinen, es würde Licht gespart, meinen die anderen, dass dafür die Heizkosten in den kalten Monaten mit Sommerzeit, März, April und Oktober, ansteigen. Wer auch immer Recht hat, über die zusätzliche Stunde Schlaf wollen wir uns nicht beschweren. Das Thema können wir ja wieder am 29. März 2009 ansprechen, dann werden uns das nächste Mal 60 Minuten geklaut.
Foto: berwis/Pixelio
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Die Internationalen Spieltage Spiel’08 – weltweit größte Publikumsmesse für Spiele – bieten ihren Besuchern in den Essener Messehallen noch bis zum 26. Oktober eine einmalige Möglichkeit, sich umfassend über das gesamte nationale und internationale Spieleangebot zu informieren und dieses einem ausführlichen Test zu unterziehen. Verlage, Autoren, Hersteller und natürlich Spieler treffen sich hier einmal im Jahr, um Erfahrungen auszutauschen, sich über das Neueste zu informieren und ihre Produkte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Auf einer Fläche von rund 44.100 Quadratmetern werden Brettspiele aller Art, Kinder-, Gesellschafts-, Familien- und Erwachsenenspiele – sowie Strategie-, Post-, Abenteuer-, Fantasy-, Science-Fiction- und Computerspiele gezeigt. Natürlich fehlen auch die Klassiker Schach, Doppelkopf, Bridge, Go und Backgammon nicht.
Auch für Familien mit kleinen Kindern ist die Spiel ein besonderes Erlebnis. Neben einer großen Auswahl an qualitativ hochwertigem Spielzeug, das nur darauf wartet, ausprobiert zu werden, finden Sie in einer speziell eingerichteten Halle lustige Kistenkletteraktionen, einen Riesenkicker XXL, eine Hüpfburg, ein Kriechtunnel-Labyrinth, eine Riesenrutsche, ein Jonglierstudio und vieles mehr.
Foto: Friedhelm Merz Verlag
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Sie sind immer blau, tragen Namen wie Schlaubi, es gibt ein Lied über sie und ab sofort verstecken sie sich auch wieder in jedem siebten Überraschungsei. Die Schlümpfe sind eben Kult. Und sie feiern dieser Tage ein ganz besonderes Jubiläum. Im Oktober vor 50 Jahren erschienen sie nämlich erstmals in einem Comic des belgischen Zeichners Peyo.
Und bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass es die Schlümpfe in Deutschland genaso lange gibt wie mich – seit 1969. Ganz so früh habe ich aber noch nicht Kontakt mit ihnen gehabt. Irgendwann begann dann aber auch bei mir die Sammelleidenschaft und unzählige der kleinen blauen Männchen – und natürlich auch der einzige weibliche Schlumpf, Schlumpfine, versammelten sich in dem pilzähnlichen Schlumpf-Plastikhaus. Irgendwann musste ich mich dann von meinen kleinen Freunden trennen – wir zogen um.
So herzlos für einen lachhaften Erlös auf einem Flohmarkt die Kultfiguren abzugeben wie ich, waren glücklicherweise nicht alle Schlumpfanhänger. Die goldenen Jubilare können im Bullyworld-Museum zwischen Schwäbisch Hall und Schwäbisch Gmünd besucht werden, außerdem sind sie auf einer eigenen Website zu Hause.
Foto: Harald Wanetschka/Pixelio
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Mit 17 neuen Themen ist die Messe Stuttgart in ihr erstes volles Betriebsjahr im neuen Gelände gestartet – bei der Camp Ground ist es ihr nicht gelungen, nach dem Auftakt im Januar eine Erfolg versprechende zweite Ausgabe folgen zu lassen. Die vom 15. – 17. Januar 2009 geplante Internationale Fachmesse für die Campingwirtschaft wird mangels entsprechender Ausstellerresonanz nicht stattfinden. Eine eventuelle Neuauflage mit überarbeitetem und erweitertem Konzept 2010 wird aber geprüft.
Die Camp Ground war im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Play & Leisure von Friedrichshafen nach Stuttgart gewechselt und wurde im Januar 2008 an die CMT angedockt; die Play & Leisure lief vergangene Woche als Sonderbereich im Programm der Bäder- und Wellness-Messe Interbad. Bei der Messe Stuttgart sieht man nach wie vor ein gutes Marktpotenzial für die Camp Ground, zum gegenwärtigen Zeitpunkt, so ein Sprecher, verhielten sich potenzielle Aussteller aber eher zurückhaltend.
Foto: Messe Stuttgart
Dienstag, 21. Oktober 2008
“Mehr Zeit für Rostocks Schätze“ ist das Thema der diesjährigen Langen Nacht der Museen am 25. Oktober in der Hansestadt. Zwischen 18 und 1 Uhr sind die Besucherinnen und Besucher zu einem ganz besonderen Erlebnis eingeladen. Insgesamt 15 Stationen umfasst das Nachtprogramm, das in vielen Veranstaltungsbereichen mit Fantasie und Engagement vorbereitet wird.
Rostocks historische Schätze werden in unterhaltsamer Weise vorgestellt. Partner sind in erster Linie die Museen, darüber hinaus aber auch Kirchen, Gedenkstätten und Universitätseinrichtungen. Damit die Besucherinnen und Besucher möglichst unkompliziert viele Veranstaltungsorte erreichen können, wird Rostocks Innenstadt mit Warnemünde durch einen Bus- und Schiffs-Shuttle-Service verbunden. Ein Rostocker Ratssendebote informiert im Laufe des Abends die Straßenpassanten über die Programme.
Foto: Ingrid Ruthe/Pixelio