Montag, 8. September 2008
Der Endspurt der großen Ferienreisewelle 2008 beginnt: Noch einmal sei auf einigen Autobahnabschnitten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus zu rechnen, prognostizierte der ACE (Auto Club Europa) am Montag in Stuttgart. Der Club erinnerte daran, dass in Bayern als letztem Bundesland am 15. September die Schulferien zu Ende gehen. Für die “Daheimgebliebenen” heiße es jetzt auch dort wieder, jeden Tag längere Fahrtzeiten zur und von der Arbeit einzuplanen.
In Deutschland werden voraussichtlich folgende Strecken stärker als üblich belastet sein:
- A3 Richtung Nürnberg und Richtung Köln
- A5 Richtung Frankfurt und Richtung Basel
- A6 Richtung Nürnberg und Richtung Heilbronn
- A7 Richtung Kempten und Richtung Hannover
- A8 Richtung Salzburg und Richtung Karlsruhe
- A9 Richtung München und Richtung Berlin
- A81 Richtung Singen und Richtung Stuttgart
- A96 Richtung München und Richtung Lindau
- A99 Umfahrung München
Mit Verkehrsbeeinträchtigungen wegen Baustellen ist auf folgenden Strecken zu rechnen: A1, A2, A3, A4, A6, A7, A8, A9, A12, A45, A61.
In Österreich kommt es zu größeren Verkehrsbelastungen auf folgenden Abschnitten:
- A10 Tauernautobahn
- A13 Brennerautobahn
- A14 Bregenz (Pfändertunnel)
Schweiz:
- A2 (Gotthardroute)
- A13 San Bernardino längere Baustelle (bis 14. Nov. 2008) zwischen Hinterrhein und Nufenen, örtliche Umleitung ist eingerichtet
Hinweis: In den Nächten bis 11./12.9, 15./16.9 bis 18./19.9 sowie vom 22./23.9 bis 25./26.9 wird der Gotthardtunnel für jeweils 4 Nächte zwischen 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr wegen Bauarbeiten gesperrt. Die Umleitung erfolgt über den Gotthardpass, oder als großzügige Umfahrung über den San Bernardino.
Foto: Kladu/Pixelio
Sonntag, 7. September 2008
Einen positiven Blick in die Zukunft erlaubt das Ergebnis des am Sonntag zu Ende gegangenen Caravan Salon Düsseldorf der deutschen Caravaningindustrie. 64 Prozent der Besucher gaben an, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein neues Fahrzeug kaufen zu wollen. Diese Besucher nutzten den diesjährigen Caravan Salon, der traditionell eine besondere Bedeutung als Neuheitentermin hat, um sich über neue Modelle zu informieren und erste Beratungsgespräche mit den Herstellern zu führen. Daneben war das Interesse an Fahrzeugzubehör und Installationen besonders hoch, weil viele Caravaner in den Ausbau vorhandener Fahrzeuge investieren.
“Die generelle Kaufzurückhaltung, die auch die Autoindustrie spürt, und die große Verunsicherung der Kunden zum Beispiel auf Grund der Umweltzonendebatte ist aber auch am Salon nicht spurlos vorüber gegangen. Dennoch haben wir das anvisierte Ziel von 160.000 Besuchern fast erreicht“, erklärte Wilhelm Niedergöker, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH. 158.000 Besucher aus 38 Ländern zeigen, dass alle diejenigen, die sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für ein neues Freizeitfahrzeug interessieren, nach Düsseldorf kommen. Auch die erste Caravaning Weltkonferenz, die im Rahmen des Salons stattfand, habe der Internationalität einen weiteren Schub gegeben und den Salon auch in Märkten wie Japan, China und Australien bekannt gemacht, so Niedergöker weiter.
So bleibt der Caravan Salon auch in schwierigen Zeiten für die Caravaning-Branche ein Muss. “Die internationale Bedeutung des ist nicht nur durch die Caravaning-Weltkonferenz stark gestiegen. Der hohe Anteil der ausländischen Aussteller und Fachbesucher zeigt, dass der Salon die unangefochtene Leitmesse der europäischen Caravaningindustrie ist“, so Klaus Förtsch, Präsident des Caravaning Industrie Verbandes CIVD. Mit diesem starken internationalen Impuls sowie den Gesprächen und Abschlüssen, die während der zehntägigen Messelaufzeit erreicht wurden, könne die Branche durchaus zufrieden sein.
Der nächste Caravan Salon Düsseldorf findet vom 28. August (Fachbesucher- und Medientag) bis zum 6. September 2009 statt.
Foto: Rene Tillmann/Messe Düsseldorf
Sonntag, 7. September 2008
Bei der parallel zum Caravan Salon stattfindenden Wander- und Trekkingmesse TourNatur erhielten zwölf Wanderwege das Gütesiegel “Qualitätsweg Wanderbares Deutschland”. Der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus, Ernst Hinsken, verlieh die Urkunden. “Die Erfolgsgeschichte des Freizeitsports Wandern steht genau für die Stärken des Deutschland-Tourismus”, so Hinsken. Wandern sei gelebtes Brauchtum, diene der Gesundheit sowie der Erhaltung von Natur- und Kulturlandschaften und vor allem stärke es das Reiseland Deutschland.
Jörg Haase, Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes, hob hervor: “Mit den neuen Wegen gibt es nun 41 Qualitätswege mit insgesamt 5000 Kilometern Länge in Deutschland, die Wandergenuss vom Feinsten versprechen.” Sieben neue Wege haben die Qualitätsprüfung des Deutschen Wanderverbandes bestanden: Alemannenweg, Nibelungensteig und Diemelsteig (Hessen), Europäischer Wasserscheideweg (Bayern), Hermannsweg und Medebacher Bergweg (Nordrhein-Westfalen) und Seensteig (Baden-Württemberg). Der Erzweg (Bayern), der um 80 Kilometer verlängert wurde, trug für die ursprünglichen 230 Kilometer bereits das Prädikat und erhält die Auszeichnung nun für die neue Gesamtstrecke.
In diesem Jahr wurden auf der TourNatur mit den Spessartwegen 1 und 2 (Bayern), dem Goethewanderweg (Thüringen) sowie dem Uplandsteig (Hessen, Nordrhein-Westfalen) vier Wege nachzertifiziert, die schon vor drei Jahren ausgezeichnet worden sind. Sie haben die erneute Überprüfung 2008 mit Erfolg bestanden.
Foto: Rene Tillmann/Messe Düsseldorf
Samstag, 6. September 2008
Viele Freizeitmobile sehen nach der Rückkehr aus den Ferien ziemlich ramponiert aus, stellte jetzt der Auto Club Europa (ACE) fest. Der Club empfahl, das Fahrzeug nach längerer Reise einer umfassenden “Kuranwendung” zu unterziehen. Das sei ein wirksamer Beitrag zur Werterhaltung des Wagens und zur Verkehrssicherheit.
Die ACE-Kraftfahrzeugexperten raten, zunächst den Koffer- und Innenraum gründlich zu “entrümpeln” und gegebenenfalls den Dachgepäckträger wieder zu entfernen. Auf diese Weise könne zusätzlicher Kraftstoffverbrauch vermieden werden. Außerdem sollten Koffer- und Innenraum gründlich gereinigt werden. Aus dem Urlaub mitgebrachter salzhaltiger Sand kann laut ACE die Rostentwicklung beschleunigen und sich in den Ritzen der Ansaugöffnungen für die Innenraumbelüftung festsetzen. Häufig erforderlich sei jetzt auch eine gründliche Fensterreinigung von innen. Grund: Abgasrückstände und Staubpartikel haben sich als Schmutzfilm niedergeschlagen. Dadurch kann eine klare Sicht stark beeinträchtigt und folglich das Unfallrisiko drastisch erhöht werden, warnte der Club.
Er empfiehlt, nach einem Aufenthalt am Meer, den Fahrzeugunterboden und speziell die Radkästen mit Hochdruck zu reinigen. Auch die Autoreifen sollten nach unzähligen Urlaubskilometern einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Das gelte vor allem dann, wenn bei Hitze das schwer beladene Auto über schlechte Straßen touren musste. Gefährliche Reifenschäden offenbaren sich nicht nur auf den Laufflächen, sie sind nicht selten auf den schlecht einsehbaren Innenseiten der Reifenflanken verborgen, wissen die Autofachleute des ACE. Sie empfehlen, gegebenenfalls von einer Kfz-Werkstatt, folgende Checkliste abarbeiten zu lassen:
- Menge der Kühlflüssigkeit kontrollieren
- Luftfilter reinigen oder erneuern
- Ölstand kontrollieren, gegebenenfalls Öl und Ölfilter wechseln
- Einstellung der Scheinwerfer checken
- Säurestand der Batterie kontrollieren und eventuell mit destilliertem Wasser ergänzen, bis die Bleiplatten bedeckt sind
- Reifenprofiltiefe überprüfen
- Beim nächsten Tankstopp den Luftdruck der Reifen prüfen
- Unterboden- und Motorraumwäsche vornehmen, um Rostschäden vorzubeugen
- Teerspritzer mit einem speziellen Fleckenentferner entfernen
- Kleine Lackschäden mit Tupflack auszubessern
- Flecken von Sonnencreme oder Eis auf den Sitzen mit einem milden Haushaltsreiniger behandeln
- Bei der Innenraum-Reinigung nicht die Fußmatten vergessen, unter denen sich vielleicht noch der Sand des Urlaubsstrands versteckt.
Foto: Auto Club Europa
Donnerstag, 4. September 2008
Mein Lieblingsverein Hertha BSC möchte es ja gerne, Autofahrer nicht so sehr: Punkte sammeln. Die wären je zufrieden, wenn es so wie bei der Hertha in München mit null Punkten abginge. Doch da läuft man im Straßenverkehr eher Gefahr “meisterlich” abzuschneiden, und mittlerweile kann nicht nur das Konto in Flensburg gefüllt werden, wie der ADAC zusammengetragen hat.
Mittlerweile haben viele Länder eigene Punktesysteme eingeführt. Zu unterscheiden sind dabei Systeme, bei denen Punkte gesammelt werden (z.B. in Deutschland, Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Irland, Polen, Slowenien und Tschechien) und Systeme, bei denen Punkte von einem Anfangsguthaben abgezogen werden (z.B. in Frankreich, Italien, Spanien und Luxemburg). Im Ausland kassierte Punkte werden grundsätzlich nicht in Flensburg erfasst, auch wenn die ausländische Behörde das deutsche Kraftfahrtbundesamt über den Punkteeintrag informiert. Im Tatland selbst kann für den Kraftfahrer allerdings ein Punktekonto angelegt werden, auf das dann weitere Verkehrsverstöße in diesem Land eingehen. Hat man sein Punktelimit erreicht, kann ein Fahrverbot für das Staatsgebiet des betreffenden Reiselandes verhängt werden.
Die Fahrerlaubnis in Deutschland bleibt von ausländischen Fahrverboten unberührt, selbst wenn das Führerscheindokument im Urlaubsland eingezogen wird. Fährt man dann in Deutschland ohne „Lappen“, riskiert man ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro. Erfährt das Kraftfahrtbundesamt vom ausländischen Fahrverbot, wird dieses im Verkehrszentralregister eingetragen. Der ansonsten nur „informatorische“ Charakter des Eintrags kann sich im Falle einer späteren Eignungsbeurteilung negativ auswirken.
Der ADAC rät Kraftfahrern, sich vor Reiseantritt über das in den jeweiligen Ländern geltende Verkehrsrecht zu informieren. Vorsicht: Die ausländischen Bußgeldkataloge sehen zum Teil sehr hohe Geld- und sogar Haftstrafen für Verkehrssünder vor. Außerdem können nicht vollstreckte Geldstrafen aus dem EU-Ausland voraussichtlich ab 2009 auch in Deutschland eingetrieben werden.
Foto: Paul-Georg Meister/Pixelio
Mittwoch, 3. September 2008
Der sensationelle Erfolg der ersten Pyronale auf dem Maifeld am Berliner Olympiastadion 2006, fand im vergangenen Jahr seine Fortsetzung. 60.000 begeisterte Zuschauer erlebten an zwei Abenden wieder Feuerwerkskunst in höchster Vollendung. In diesem Jahr werden sechs internationale Mannschaften an den Start gehen. Geplant sind Teams aus Australien, Großbritannien, Kanada, der Slowakei, Schweiz und Ukraine.
Die Jury, die sich aus Fachleuten und Prominenten des öffentlichen Lebens zusammensetzt, entscheidet nach Kriterien des Gesamteindrucks, der Originalität und des Zusammenspiels von Musik und Illumination. Die Jury vergibt den Siegerpokal in Gold, Silber und Bronze, den die Designerin Jette Joop kreiert hat. Die Siegerehrung erfolgt am zweiten Abend. An jedem Abend kann auch das Publikum wieder seinen Favoriten wählen.
Das Reglement des Wettbewerbs sieht Pflicht und Kür vor. Während der Pflichtteil in zwei Phasen erfolgt: jeweils mit Farb- sowie Musikvorgabe kann sich jedes Land in der Kür mit einer eigenen Inszenierung zum Thema “My Country” wieder voll entfalten.
Mittwoch, 3. September 2008
Jedes fünfte von über 500 vom ADAC getesteten Autos hat keinen Einklemmschutz an allen Fensterscheiben. Für Kinder ist ein fehlender Schutz besonders gefährlich. Sie greifen mit den Fingern ins geöffnete Autofenster oder stecken den Kopf aus dem ungesicherten Schiebedach. Wird unglücklich der Schalter berührt, besteht Verletzungsgefahr. Immerhin wirken bei elektrischen Schließsystemen Kräfte bis zu 30 Kilo.
Der Club stellt fest, dass an den wichtigsten Fenstern – nämlich den hinteren Scheiben, an denen die Kinder oft unbeaufsichtigt spielen – sogar am häufigsten ein Schutzmechanismus fehlt. Der ADAC fordert ausnahmslos für alle Modelle einen automatischen Einklemmschutz an allen Fenstern sowie an Schiebedächern. Dies ist notwendig, weil erwachsene Personen nicht immer rechtzeitig reagieren können, wenn Kinder in Gefahr sind, sich einzuklemmen.
Damit Finger, Hände, Hals und Kopf unbeschädigt bleiben, empfiehlt der ADAC, Kinder nicht unbeaufsichtigt im Fahrzeug zu lassen. Der Zündschlüssel sollte abgezogen werden. Fenster und Schiebedach dürfen nicht mit der Schlüsselfernbedienung geschlossen werden, wenn kein Sichtkontakt mit dem Fahrzeug besteht. Wer wissen möchte, ob sein Fahrzeug über einen Einklemmschutz verfügt, kann dies mit Hilfe eines Tennisballes ganz einfach überprüfen. Ist der Schutz vorhanden, fährt das Fenster bei einer Ballberührung automatisch wieder ein Stück zurück. In der Regel wird dies in der Bedienungsanleitung beschrieben. Dem Nachwuchs sollte man erklären, welche Gefahren bei elektrischen Schließvorrichtungen bestehen.
Foto: ADAC
Montag, 1. September 2008
Der Deutsche Camping-Club, kurz, DCC, in dem rund 100.000 Camper organisiert sind, wurde 1948, genauer am 22.9., in München gegründet. Dies war möglich, weil internationale Kontakte den Krieg überdauert hatten: Englische Camper forderten den nachmaligen ersten Präsidenten des DCC, Dr. Max Eckert auf, eine deutsche Campingorganisation zu schaffen. Tatkräftige Unterstützung gabs dabei von der Campingindustrie und Pionieren wie Hans Berger und Arist Dethleffs.
Der Geburtstag wird beim 5. Saale-Oder-Elbe-Treffen gefeiert, einer Veranstaltung, die aus einer Initiative der ostdeutschen Landesverbände hervorgegangen ist und vom 2. bis 5.Oktober im Spreeauenpark an der Messe Cottbus stattfindet. Dort wird der 3. Oktober ganz im Zeichen des Jubiläums “60 Jahre Deutscher Camping Club” stehen. Die Veranstaltung richtet der DCC zusammen mit dem Landesverband Brandenburg aus, der in diesem Jahr das Saale-Oder-Elbe-Treffen veranstaltet.
Zum Jubiläumsprogramm gehören neben einem Festabend auch drei Touren in die Region. Sie führen zum Bergbau mit Besichtigungen des Kraftwerkes Schwarze Pumpe und des Tagebaus Welzow Süd, ins neue Lausitzer Seenland und in den Spreewald inklusive einer Kahnfahrt. Natürlich steht auch eine Stadtführung in Cottbus auf dem Programm.
Grafik: DCC