Sonntag, 8. Juni 2008
Der wohl größte und schönste “Sandkasten” Berlins hat zum sechsten Mal die Pforten am Hauptbahnhof geöffnet. Zum Internationalen Sandskulpturenfestival Sandsation versammeln sich in diesem Sommer erneut die renommiertesten Sandskulpturenkünstler aus der ganzen Welt. Mit bis zu 120.000 begeisterten Besuchern jährlich ist das einzige urbane Sandkunstfestival Europas zu einem festen Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft geworden.
Ab diesem Jahr wird Sandsation noch bedeutsamer für die internationale Carver-Szene: Die Organisatoren richten die erste USF (United Sand Festivals) World Double Championship aus. Zwölf Länder treten in Zweier-Teams an, um den Weltmeistertitel in der Doppel-Disziplin zu erringen. Mit dabei sind unter anderem Dänemark, Spaniens Starcarver Etual Ojeda, Indien mit dem mehrfachen Weltmeister Sudarsan Pattnaik und Partner Jitendra Kishore Jagadev, Italien mit dem letztjährigen Gewinner des 5. Deutschen Sandskulpturenpreises, Gianni Schiumarini, die Niederlande mit dem Ex-Weltmeister Michel de Kok, Großbritannien und die USA.
Bis zum 17. August wird auf 4.000 Quadratmetern am Hauptbahnhof geschnitzt, modelliert, gefeiert und in der Sonne gebadet. In diesem Jahr lockt das Festival mit einem großen, abwechslungsreichen Rahmenprogramm – von Salsa-Kursen über Kinder-Workshops und Live-Musik ist für jeden etwas dabei. Auf dem Sandsation-Gelände ist außerdem eine attraktive Gastronomie- und Veranstaltungsfläche entstanden.
Freitag, 6. Juni 2008
Campingfreunde, die im Ausland nicht auf ihren vierbeinigen Begleiter verzichten möchten, müssen laut ADAC einige Vorbereitungen treffen. Bevor es über die Grenze geht, brauchen Hunde und Katzen einen Mikrochip zur Identifizierung, eine Tollwut-Schutzimpfung und einen EU-Heimtierausweis. Statt des Mikrochips ist auch eine Tätowierung erlaubt. Die strengen Vorschriften sollen das Einschleppen und Verbreiten der Tollwut verhindern.
Den Heimtierausweis, früher bekannt als Tollwut-Impfausweis, stellt der Tierarzt aus. Neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer muss das Dokument den tierärztlichen Nachweis über einen gültigen Tollwut-Impfschutz enthalten. Für aus Deutschland stammende Vierbeiner heißt dies, dass die letzte Tollwut-Impfung mindestens 30 Tage und längstens 12 Monate vor dem Grenzübertritt vorgenommen worden ist.
Aufpassen muss, wer nach Großbritannien, Irland, Schweden, Norwegen, Finnland und Malta reisen will: Diese Länder können noch bis 2009 zusätzliche Auflagen wie Bluttests, das Einhalten von Wartefristen oder einen Wurmtest fordern.
Bei der Wiedereinreise aus einem EU-Land sowie aus einigen Nicht-EU-Staaten (z. B. Schweiz, Liechtenstein, Island, Norwegen, Kroatien) genügt der Heimtierausweis. Beim Transit bzw. für die Wiedereinreise aus anderen Nicht-EU-Staaten ist vor Reiseantritt mittels Blutprobe mindestens 30 Tage nach Impfung eine Tollwut-Antikörperbestimmung vorzunehmen.
Grafik: ADAC
Donnerstag, 5. Juni 2008
“Erstklassige Konzerte, die stimmungsvolle Atmosphäre historischer Architektur, eine malerische Landschaft, soweit das Auge reicht, und zur Abrundung des kulturellen Erlebnisses das kulinarische Vergnügen – die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern haben schon so manchen zum Lebenskünstler gemacht“, sagt Ministerpräsident Harald Ringstorff über die Festspiele seines Bundeslandes, das mit über 100 Konzerten drittgrößten Musikfestival Deutschlands. Seit 1990 sind in den Sommermonaten namhafte Solisten und Dirigenten, renommierte Orchester und Chöre sowie die Musiker der “Jungen Elite” landesweit unterwegs.
An über 70 Spielstätten vom Klützer Winkel bis Usedom bringen sie ab 18. Juni Mecklenburg-Vorpommern zum Klingen, weit über die Landesgrenzen hinaus. Jede Saison birgt ihre eigenen Überraschungen in sich, die Begegnung mit einmaligen Künstlern und die Entdeckung neuer Orte. In diesem Jahr beginnt die musikalische Landpartie in der Heiligen-Geist-Kirche der alten Hansestadt Wismar (Weltkulturerbe) und endet in einem der modernsten und zugleich faszinierendsten Konzertsäle des Landes, der Konzertkirche in Neubrandenburg. Dazwischen führt die Reise durch die unverbaute Weite und in die historische Tiefe der mecklenburg-vorpommerschen Kulturlandschaft: in idyllischen Gutshäuser, in kleinen Dorfkirchen und urigen Feldsteinscheunen.
Manche Spielorte, wie das 35-Seelen-Dorf Ulrichshusen, haben – nicht zuletzt dank der unvergessenen Auftritte von Yehudi Menuhin, Anne-Sophie Mutter, Natalia Gutman und Mstislav Rostropovich – längst ihren festen Platz in der europäischen Musikszene gefunden; sie sind zu einem Anziehungspunkt für Klassikliebhaber aus ganz Deutschland und dem Ausland geworden. Jedes Jahr kommen aber auch neue Orte hinzu, die dann wieder mit ihrem ganz eigenen Charme verzaubern.
Fernab der Hektik des großen Konzertbetriebes bieten die Festspiele das gleichsam private, das intimere Musikerlebnis auf höchsten künstlerischen Niveau und dennoch in entspannter Atmosphäre. Nicht selten mischen sich hier die vorher stürmisch bejubelten Künstler nach dem Konzert noch unter die Gäste, um gemeinsam mit ihnen einen heiteren Abend ausklingen zu lassen. Und in der Erinnerung lebt das Konzerte dann noch weiter als der festliche Höhepunkt einer unvergesslichen Landpartie.
Foto: Monika Lawrenz
Mittwoch, 4. Juni 2008
1979 war das Theater der Nationen in Hamburg zu Gast. Dieses Prestigeprojekt wird zur Geburtsstunde von Theater der Welt, dem bedeutendsten internationalen Theaterfestival Deutschlands. Analog zum Pariser Gastspiel sollte es hierzulande die Aufgabe übernehmen, Theater aus allen Teilen der Welt alle zwei bis drei Jahre in einer anderen deutschen Metropole zu präsentieren. Jeder Zyklus sollte die persönliche Handschrift eines neuen Künstlerischen Leiters tragen.
Theater der Nationen und Theater der Welt sind Projekte des Internationalen Theaterinstituts (ITI), das in über 90 Ländern tätig ist. Dieses weltumspannende Netzwerk des Theaters wurde 1946 auf Betreiben der UNESCO gegründet. Schon in der Nachkriegszeit vermittelte es zwischen den Fronten, förderte den Austausch und die Verständigung der Kulturen und wurde so zum Brückenbauer in Zeiten des Kalten Krieges. Heute hat sich diese Ost-West-Relation in eine Nord-Süd-Relation gewandelt.
Das ITI unterstützt Künstler gerade auch in Gebieten, in denen das Theater aus politischen, ökonomischen, religiösen oder kulturellen Gründen an den Rand gedrängt, isoliert oder verboten wird.
Unter dem Motto “Komm! Ins Offene”, einem Aufruf Hölderlins gegen “die bleierne Zeit”, zeigt Theater der Welt 2008 vom 19. Juni bis 6. Juli in Halle 24 internationale Uraufführungen, Europa- und Deutschlandpremieren mit 500 Künstlern aus 5 Kontinenten: 18 Tage, 18 Länder, 18 Spielorte. Die ganze Stadt wird zur offenen Bühne, verwandelt sich, legt die eigenen Fundamente offen und macht aus Besuchern Teilnehmer, Forscher und Entdecker: Auf den Spuren einer 1200 jährigen Kulturhauptstadt mit ihren Burgen, Residenzen und Ruinen, mächtigen Kirchenbauten und einer der ältesten deutschen Universitäten. Die Geburtsstadt Georg Friedrich Händels war seit Urzeiten ein Zentrum des Handels und des Geisteslebens, ein Anziehungspunkt für Dichter, Denker und Missionare. Rund 80 Vorstellungen des internationalen Schauspiels, Tanz-, Musik- und Figurentheaters werden in der Saalestadt gezeugt.
Dienstag, 3. Juni 2008
Für das erste Quartal 2008 meldet die European Caravan Federation (ECF) deutlich steigende Neuzulassungen von Reisemobilen in Europa.Insgesamt registrierten die zuständigen Behörden in den europäischen Ländern von Januar bis März 2008 genau 22.234 neue Reisemobile, das entspricht einem Anstieg um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zugleich wurden in Europa 27.378 neue Caravans zugelassen – 5,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der europäische Gesamtmarkt für Freizeitfahrzeuge entwickelte sich dadurch mit 49.612 Neuzulassungen (-0,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) in den ersten drei Monaten des Jahres stabil.
Mit Ausnahme des deutschen Marktes verbuchten vor allem die traditionell starken Caravanmärkte Großbritannien, die Niederlande, Frankreich und Dänemark rückläufige Caravanzulassungen. Die Reisemobilzulassungen entwickelten sich hingegen mit Ausnahme von Dänemark, Italien, Protugal und Spanien durchweg positiv. Trotz Einbußen ist weiterhin Großbritannien (Foto) das Land mit dem größten Caravanmarkt in Europa. Knapp mehr als 9.100 Caravans wurden im ersten Quartal 2008 hier verkauft – 8,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Der deutsche Reisemobilmarkt konnte im ersten Quartal 2008 um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5.604 Reisemobile zulegen und erzielte damit in diesem Zeitraum die meisten Neuzulassungen in Europa.
Foto: Explorer Group
Montag, 2. Juni 2008
Am 21. Juni starten die Störtebeker-Festspiele mit dem Stück “Der Seewolf” in die 16. Spielzeit. Die Geschichte erzählt wie der Seeräuber Klaus Störtebeker im Auftrag Mecklenburgs die von Dänen belagerte Festung Stockholm mit Lebensmitteln versorgt. Dank des Regisseurs Holger Mahlich wurde es eine spannende, liebevoll gestaltete und kurzweilige Geschichte, die er mit über 150 Mitwirkenden, vier Schiffen, 30 Pferden und unzähligen Spezialeffekten in Szene setzen wird.
Mit zahlreichen Neubesetzungen kommen frische Gesichter und neue professionelle Akteure auf die Störtebeker-Bühne. Natürlich greift Störtebeker-Darsteller Sascha Gluth wieder zum Schwert und Dietmar Lahaine segelt als Goedeke Michels an seiner Seite. Wolfgang Lippert ist als allseits beliebter Balladensänger auf der Freilichtbühne von Ralswiek dabei. Das Bühnenbild, entworfen von Bühnenbildner Falk von Wangelin, erhält gerade den letzten Schliff, damit zur Premiere am 21. Juni alles perfekt ist. Auf der rechten Seite entsteht die Hafensilhouette der Hansestadt Wismar und auf der anderen Seite wird die Festung Stockholm aufgebaut.
Seit 1993, dem Start der Festspiele, waren über vier Millionen Besucher auf der Naturbühne auf der Insel Rügen zu Gast, um die Geschichten und Abenteuer des legendären Seeräubers hautnah mitzuerleben. Bisher wurden für die diesjährige Spielzeit bereits über 120.000 Karten abgesetzt. Bis zum 6. September steht montags bis samstags jeweils ab 20 Uhr Klaus Störtebeker im Mittelpunkt des Geschehens auf Deutschlands größter Insel.
Foto: Störtebeker Festspiele
Sonntag, 1. Juni 2008
Besitzern von dieselgetriebenen Fahrzeugen empfiehlt der Automobilclub von Deutschland (AvD), auch angesichts der Rekordpreise für Dieselkraftstoff, keine vorgezogene Kaufentscheidung für einen Benziner zu treffen. Gerade bei kostenorientierten Besitzern erwartet der AvD panikartige Verkaufsaktivitäten angesichts der zunehmenden finanziellen Nachteile gegenüber vergleichbaren Benzinern. Die Werte der gebrauchten Selbstzünder werden sich eher über eine längere Zeitachse nach unten verschieben. Deshalb gibt es genügend Zeit, eine Alternative zum gegenwärtigen Fahrzeug zu berechnen.
Schnäppchenjäger, die auf sinkende Gebrauchtwagenpreise für dieselgetriebene Fahrzeuge hoffen, sollten ebenfalls eine genaue Kalkulation anstellen. Noch stärker als in der Vergangenheit müssen die höheren Kosten für Kfz-Steuern und –Versicherung in die Berechnung einbezogen werden, damit die Freude über den vermeintlich günstigen Kauf nicht schnell in Frustration umschlägt.
Berücksichtigt werden sollte dabei auch, dass die aktuellen Dieselpreise nach Ansicht der Ölexperten vom Mineralölverband in Hamburg noch längst nicht den Höchststand bedeuten. Nachdem der Dieselpreis in dieser Woche mit durchschnittlich 1,52 Euro pro Liter erstmals das gleiche Niveau wie die Benzinpreise erreichte, ist davon auszugehen, dass Diesel auf lange Sicht sogar teurer sein wird, als Benzin. Der wachsende Dieseldurst der USA sowie ein signifikant steigendes Güterverkehraufkommen in Europa, das nahezu ausschließlich mit dieselgetriebenen LKWs bewältigt wird, unterstreichen die Preisprognosen.