Montag, 30. Juni 2008
Elisabeth II. trägt sie. Der Dalai Lama auch. Der Pharao Tut-Ench-Amun und Karl der Große ebenfalls. Und Napoleon sowieso. Kronen sind Zeichen der Macht, des Reichtums und der Herrschaft. Noch bis zum 3. Juli zeigen die Pforzheimer Schmuckwelten über 100 der schönsten Kronen der Welt. Solch eine Fülle von Kronen kann man sonst nirgendwo in der Welt auf einen Fleck betrachten.
Denn aufbewahrt – und manchmal ausgestellt – werden Kronen in den Schatzkammern der Königspaläste.Die Zeichen der Macht sind heute über Museen und Schatzkammern auf der ganzen Welt verstreut. Schade eigentlich, dachte sich vor 35
Jahren der Wuppertaler Juwelier Jürgen Abeler. Er begann emsig zu sammeln und parallel dazu in seinen Werkstätten die berühmtesten Kronen detailgetreu zu rekonstruieren. Neben echten Kronen sind daher auch Repliken, die jedoch überwiegend aus denselben edlen Original-Materialien wie die nicht erwerbbaren Originale bestehen, zu bestaunen. Da gibt es solche wundervollen Stücke wie die Krone der legendären Sissi, der Kaiserin Elisabeth von Österreich, oder das Diadem der Farah Diba, der Frau des Schah von Persien. Sehenswert auch die Krone von Prinz Charles, die er als Prince of Wales von seiner Mutter Königin Elisabeth II. auf das Haupt gesetzt bekam
.
“Solch eine umfassende Sammlung perfekter Nachschöpfungen, aber auch Originalen hat es im Nordschwarzwald noch nie zu sehen gegeben“, sagen die Verantwortlichen Michael Buck und Georg Leicht von den Schmuckwelten in Pforzheim. Es ist das führende Erlebnis- und Einkaufszentrum für Gold, Schmuck und Uhren in Europa. Mit dieser Ausstellung werde die Faszination von Macht, Schmuck und Eleganz für jeden Besucher greifbar.
Foto: Schmuckwelten Pforzheim
Montag, 30. Juni 2008
Jährlich werden nach Angaben des ADAC tausende Reisende Opfer von Diebstählen, Überfällen oder dreisten Betrügereien. Vor allem Urlauber in Italien, Spanien und Frankreich berichten immer wieder von Übergriffen. Besonders dreist treten Reifenstecherbanden auf. Sie zerstören die Autoreifen und machen die Autofahrer anschließend auf die Panne aufmerksam. Unter dem Vorwand zu helfen, stehlen währenddessen Komplizen Geld und Wertsachen aus dem Fahrzeug.
Deshalb sollten Autofahrer immer misstrauisch reagieren, wenn ihnen eine Panne angezeigt oder sie zum Anhalten aufgefordert werden. Im Zweifel ist es ratsam bis zur nächsten Raststätte weiterzufahren. Falls ein Halt nicht zu vermeiden ist, empfiehlt der ADAC das Fahrzeug abzusperren und mit dem Handy Hilfe zu rufen. Ein Insasse sollte dabei immer beim Fahrzeug bleiben.
Beim Ampelstopp in den Innenstädten der Touristenmetropolen melden Reisende immer wieder Mopedfahrer, die mit schnellem Griff Taschen und Wertsachen aus dem Wagen reißen. ADAC-Tipp: Auch während der Fahrt Türen und Kofferräume verriegeln und die Fenster geschlossen halten.
Um sich vor Gaunern zu schützen, die Wertsachen aus geparkten Fahrzeugen stehlen, rät der ADAC Urlaubern dringend, ihr Fahrzeug immer abzuschließen und nicht an dunklen und einsam gelegenen Parkplätzen zu halten. Im Auto ist generell darauf zu achten, Wertsachen nie direkt sichtbar, sondern, wenn überhaupt versteckt im Handschuhfach oder im Kofferraum abzulegen. Besser ist es Geld oder wichtige Papiere nah am Körper, beispielsweise in einem Brustbeutel oder einer Gürteltasche zu tragen.
Generell gilt es auch bei Überfällen oder Betrugsversuchen, die Ruhe zu bewahren. Andere Verkehrsteilnehmer können beispielsweise durch Hupen oder Rufen aufmerksam gemacht werden. Außerdem sollte man die Täter nie provozieren und ihnen im äußersten Notfall lieber Geld, Wertsachen oder das Auto überlassen, als sich selbst zu gefährden.
Donnerstag, 26. Juni 2008
Am letzten Juli-Wochenende geht das spektakulärste Sport-Event an der schleswig-holsteinischen Elbmündung in die nunmehr fünfte Runde: die Brunsbütteler Wattolümpiade. Wattleten aus aller Herren Länder werden dann wieder um olümpisches Edelmetall kämpfen. Die Schirmherrschaft hat auch in diesem Jahr der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Martin Kayenburg übernommen.
Das „ü“ im Namen deutet schon darauf hin, dass im “Olümpischen Dorf“ Brunsbüttel alles ein bisschen anders ist, als das, was man von Olympiaden sonst kennt. So werden herkömmliche Sportarten wie Fußball, Handball und Volleyball sowie traditionelle Küstendisziplinen wie Aalstaffellauf, Gummistiefelweitwurf und Nordic Watting auf der mit Abstand schlickigsten Fläche der Republik ausgetragen. Es gibt richtig schmutzigen Sport zu sehen – und das ganz ohne Doping.
In den zurückliegenden fünf Jahren traten rund 1700 Wattleten bei der Wattolümpiade an. Das exotischste Team ist dabei regelmäßig die Nationalmannschaft aus Estland, die extra für das matschige Spektakel jedesmal eine mehrere tausend Kilometer lange Reise auf sich nimmt. Rund 4500 begeisterte Zuschauer verfolgten im vergangenen Jahr das matschige Spektakel vom sicheren Elbdeich aus.
Was sich nach jeder Menge Quatsch im Matsch anhört, hat durchaus einen ernsthaften Zweck: Mit den Eintrittseinnahmen, die bei der Wattolümpiade und dem Wattstock-Festival am Vortag erwirtschaftet werden, finanzieren die Veranstalter unter anderem Beratungsstellen der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft an der Westküste.
Und es gibt nicht nur Sport-Stars. Am 26. Juli, findet das schon traditionelle Wattstock-Festival in einem Zirkuszelt im Herzen Brunsbüttels statt. Headliner sind in diesem Jahr “Fury in the Slaughterhouse”, die eines ihrer letzten Konzerte überhaupt geben werden, denn Ende August löst sich die Band auf. Weitere Informationen gibt es im Internet.
Foto: Wattolümpiade e.V.
Mittwoch, 25. Juni 2008
Trotz des aktuellen Rekordpreises von 1,53 Euro pro Liter Superbenzin kann es sich laut ADAC dennoch lohnen, vor der Fahrt ins Ausland in der Heimat zu tanken. In den Niederlanden beispielsweise liegt der Preis dafür derzeit bei 1,69 Euro. Der günstigste Superkraftstoff ist in Ungarn zu bekommen (1,16 Euro). Auch beim Diesel ist Deutschland (1,50 Euro) nicht Spitzenreiter: Italien etwa veranschlagt dafür 1,58 Euro. Der ADAC rät deshalb zum sorgfältigen Preisvergleich vor Reiseantritt.
Zum traditionell günstigeren Österreich hat sich der Preisabstand etwas verringert. So kostet der Liter Super dort im Durchschnitt 1,34 Euro, Diesel 1,38 Euro. Das sollten vor allem Italienreisende beachten und ihre Tanks vor Grenzübertritt noch einmal füllen. Allerdings empfiehlt der ADAC, nicht unbedingt grenznahe Tankstellen anzufahren, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Am günstigsten ist Diesel mit 1,04 Euro in Spanien.
Land Superbenzin Diesel
Belgien 1,58 Euro 1,42 Euro
Dänemark 1,56 Euro 1,52 Euro
Deutschland 1,53 Euro 1,50 Euro
Frankreich 1,47 Euro 1,42 Euro
Italien 1,52 Euro 1,58 Euro
Kroatien 1,24 Euro 1,33 Euro
Luxemburg 1,33 Euro 1,28 Euro
Niederlande 1,69 Euro 1,46 Euro
Österreich 1,34 Euro 1,38 Euro
Polen 1,30 Euro 1,32 Euro
Schweiz 1,21 Euro 1,40 Euro
Slowenien 1,18 Euro 1,29 Euro
Spanien 1,18 Euro 1,04 Euro
Tschechien 1,28 Euro 1,38 Euro
Ungarn 1,16 Euro 1,24 Euro
Dienstag, 24. Juni 2008
Als der Ravensburger Buchhändler Otto Maier 1883 seinen ersten Autorenvertrag unterschrieb, legte er den Grundstein zu dem heute international bekannten Markenartikelunternehmen Ravensburger. Seine ersten verlegerischen Werke waren unter anderem Ratgeberliteratur und Vorlagemappen für das Bau- und Kunsthandwerk. 1884 erschien der erste Spieletitel Reise um die Erde. Otto Maier wollte mit seinem Programm die bürgerliche Mittelschicht gewinnen, die hochwertige Produkte schätzte. Bereits im Jahr 1900 ließ er sich vom kaiserlichen Patentamt das Warenzeichen „Ravensburger Spiele“ schützen. Als einer der ersten Verleger in Deutschland schickte er ab 1902 einen “Reisenden Herrn” als Vertreter durch ganz Deutschland, Westeuropa, in die Donaumonarchie und ins Baltikum.
Otto Maier starb 1925 im Alter von 73 Jahren. Seine Söhne Otto, Karl und Eugen Maier teilten sich fortan die organisatorische und redaktionelle Leitung des Verlages. Sie führten in der damaligen Ära der Neuen Sachlichkeit einen neuen Produktstil mit klaren, einfachen Formen ein, der in dem Spiele-Klassiker Fang den Hut von 1927 bis heute erhalten blieb. 1939 erwirtschaftete der Otto Maier Verlag mit 65 Mitarbeitern 600.000 Reichsmark Umsatz, den Großteil davon durch Bücher.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann das Geschäft mit Spielen immer stärker an Bedeutung. Mit Erfolgstiteln wie dem Legespiel memory (1959) und dem Familien-Klassiker Malefiz (1960) veröffentlichte der Verlag zwei seiner wichtigsten Titel. Nach dem Tod der Söhne von Otto Maier traten die Gründerenkel Otto Julius Maier und später seine Cousine Dorothee Hess-Maier in die Fußstapfen ihrer Väter. Mit den Ravensburger Hobbys als Bastelpackungen (1960) und Interlocking-Puzzles für Kinder und Erwachsene (1964) verwirklichten sie amerikanische Produktideen, die in Deutschland noch völlig unbekannt waren. Neu waren auch Ravensburger Taschenbücher (1963) für Kinder und Jugendliche.
Der steigende Absatz der Produkte erforderte Anfang der 1960er Jahre eine Umstellung der Produktionsmethoden. In mehreren Etappen entstanden ab 1962 Produktionsstätten im Industriegebiet der Stadt Ravensburg. 40.000 qm Nutzfläche stehen dort heute für Druckerei, Puzzle-fertigung, Hochregallager und Auslieferung zur Verfügung. Der Ausbau der Produktion zog einen entsprechenden Ausbau des Vertriebs nach sich. Bereits 1964 wurde die erste Ravensburger Tochtergesellschaft in den Niederlanden gegründet. Seit 1970 entstanden Vertriebstöchter in fast allen westeuropäischen Ländern. Ravensburger Produkte werden heute in mehr als 90 Länder der Welt exportiert.
Der Spieleverlag steht europaweit an erster Stelle bei Puzzles und Beschäftigungsprodukten und ist deutscher Marktführer bei Spielen. Der Ravensburger Buchverlag ist heute einer der führenden Verlage im deutschen Kinder- und Jugendbuchmarkt. Ravensburger erwirtschaftet mehr als die Hälfte seines Umsatzes im Ausland. Der Verlag ist eines von wenigen Unternehmen der Branche, die ihre Produkte in eigenen Werken in Europa fertigen. 85 Prozent aller Ravensburger Produkte entstehen heute an den zwei Produktionsstandorten in Ravensburg und Poliçka (Tschechien).
Foto: Ravensburger AG
Montag, 23. Juni 2008
Zur Freude der Seeleute und zur Verständigung der Völker wurde die Schiffsbegrüßungsanlage am Schulauer Fährhaus, später Willkomm-Höft genannt, am 12. Juni 1952 in Betrieb genommen. Vorn auf der Brücke steht das Gerüst mit den riesigen Lautsprechern, aus denen Begrüßung oder Verabschiedung zu den Schiffen hinüberschallt. Aus der Kabine werden Begrüßungs- oder Verabschiedungszeremonien vom Computersystem abgespielt. Es sind über 150 Nationalhymnen mit fast allen Sprachen der Welt auf Festplatte gespeichert.
Währenddessen senkt sich, von der Kabine aus automatisch betätigt, die Hamburger Flagge am 40 Meter hohen Mast zum Gruß (Flagge dippen nennt das der Seemann), und das internationale Signal für “Gute Reise” wird aufgezogen. Das Schiff antwortet durch dippen seiner Flagge. Der Begrüßungskapitän bekommt vom Hamburger Schiffsmeldedienst SMD laufend Meldungen über die Schiffsbewegungen auf der Elbe und hat dadurch eine gute Arbeitsgrundlage. Weil sich ab den SMD-Stationen Hamburg Finkenwerder bzw. Stader-Sand die Reihenfolge der Schiffe ändern kann, muss er dennoch “auf Sicht” arbeiten, also mit Hilfe des Fernglases die Nationalität des nahenden Schiffes erkennen, damit er die richtige Zeremonie wählen kann.
Danach vermittelt er den Gästen des Fährhauses über Lautsprecher vielfältige Informationen über das Schiff, welches soeben begrüßt oder verabschiedet wurde. Die über 16.000 Karteikarten und der tägliche Hafenbericht sind seine Haupt-Informationsquellen. Doch dieses Spektakel ist noch nicht alles, was das Fährhaus zu bieten hat. So gibt es ein Buddelschiff- und Muschelmuseum sowie zahlreiche gastronomische Angebote.
Foto: Schulauer Fährhaus
Sonntag, 22. Juni 2008
Er hat die Herzen der Karl-May-Zuschauer im vergangenen Jahr im Sturm erobert – als Winnetou, wie sie ihn sich vorstellen und wünschen: kraftvoll, sportlich und mit der ganz besonderen Aura des Karl-May-Helden. Zum zweiten Mal übernimmt Film- und Fernsehstar Erol Sander vom 28. Juni bis 7. September auf der Freilichtbühne von Bd Segeberg die Hauptrolle bei den Karl-May-Spielen. Diesmal heißt das Abenteuer Winnetou und Old Firehand. Und an der Seite von Sander spielen nicht weniger bekannte Akteure. Alexander Wussow ist als Old Firehand dabei und Beatrice Richter schlüpft in die Rolle der schrulligen Schriftstellerin Rosmatilda Polterman. Die begehrte Ribanna spielt GZSZ-Star Maike von Bremen.
Sie ist die schönste Tochter vom Stamme der Assiniboins: Ribanna, genannt die Rose vom Quicourt. Schon vor langer Zeit hat der junge Apachenhäuptling Winnetou sein Herz an sie verloren und sie erwidert seine Gefühle. Doch dann ist der Pelzjäger Old Firehand in ihr Leben getreten und plötzlich zweifelt Ribanna, wem sie ihre Liebe schenken soll. Da erscheint Parranoh, der diabolische Häuptling der Poncas. Er will Ribanna zur Frau, wird aber abgewiesen. Daraufhin schwört er Rache. Sein Verbündeter ist Emery Forster, der als zwielichtiger Ölbaron über die Ortschaft New Venango herrscht.
Von all dem wissen Rosmatilda und Bonifatius Polterman aus Boston nichts. Der pensionierte Universitätsprofessor und seine etwas kratzbürstige Frau, die einen Roman über den Wilden Westen schreibt, möchten sich mitten im Indianerland ein Häuschen bauen. Es entbrennt ein spannender Kampf zwischen dem geheimnisvollen Ölfeld und dem von Unruhen erschütterten Fort Niobrara. Im Lager der Assiniboins wird eine prächtige Hochzeit gefeiert – doch wer steht in Bad Segeberg an Ribannas Seite…?
Foto: Karl-May-Spiele Bad Segeberg
Freitag, 20. Juni 2008
Alle zwei Jahre findet in der Kreisstadt Dithmarschens ein Volksfest der besonderen Art statt. Der “Heider Marktfrieden”. Tausenden Besuchern bietet sich an vier Tagen in der zweiten Woche im Juli der größte Marktplatz Deutschlands in einem historischen Gewand. Mittelalterliches Markttreiben mit unzähligen Händlern, alter Handwerkskunst, bäuerlichem Viehmarkt, Schaustellern, Gauklern, Musikanten und Tänzern in farbenfrohen Gewändern herrscht an diesen Tagen. Ob Groß oder Klein, allen werden einzigartige Einblicke in das mittelalterliche Marktgeschehen an der schleswig-holsteinischen Westküste geboten, die durch Festumzüge und zahlreiche Aufführungen bereichert werden.
Bereits im 13. Jahrhundert entwickelte sich im Gebiet zwischen dem Fluss Eider im Norden und Osten und der Elbe im Süden eine für das späte Mittelalter bemerkenswert freie “Staatsform”. Die politische Eigenständigkeit beruhte auf den engen Zusammenhalt und die Macht der Kirchspiele, die durch die landestypischen Geschlechterverbände, die früheren Siedlungsgemeinschaften bestimmt wurde. Diese Eigenständigkeit der in Dithmarschen so mächtigen und reichen Kirchspiele in Marsch und Geest war nicht nur dem damaligen Adelsstand, der verpönt war, und dem dänischen König ein Dorn im Auge, sondern auch dem reichen Hamburg, das über Piraterie am Elbufer klagte.
Um Zwistigkeiten auszuräumen, trafen sich die Vertreter der Kirchspiele an einem zentral gelegenen neutralen Ort zu Beratungen. Der bis dahin unbedeutsame Flecken “uppe de Heyde = auf der Heide” hatte eine zentrale Lage und als Kreuzungspunkt von Handelswegen eine gute Verkehrsbindung zu den Handelsstädten. Heide entwickelte sich daraufhin rasant vom Versammlungsplatz zum Handelszentrum der “Dithmarscher Bauernrepublik”.
Am 13. Februar 1447 wurde auf dem Heider Marktplatz das erste Dithmarscher Landrecht verkündet, in dem als ein wesentlicher Bestandteil auch der Marktfrieden verankert war. Der “Heider Marktfrieden” garantierte einheimischen und auswärtigen Kaufleuten, dass sie – geschützt vor Gewalt und Gefahr – friedlich ihren Geschäften nachgehen konnten.
Freitag, 20. Juni 2008
Die Aufholjagd der deutschen Autohöfe gegenüber den Raststätten hat sich gelohnt: Erstmals in der zehnjährigen Geschichte des ADAC-Raststättentests steht mit Burghaslach an der A 3 zwischen Nürnberg und Würzburg ein Autohof ganz oben auf dem Siegertreppchen (Foto). Als beste deutsche Raststätte findet sich auf Platz drei die an der A 4 bei Chemnitz gelegene Anlage Auerswalder Blick Nord. Testverlierer ist der Autohof Spreenhagen an der A 12 Berlin – Frankfurt/Oder.
Zwei der insgesamt 65 Testkandidaten aus fünf Ländern erhielten die Note „sehr gut“, jeweils etwa 40 Prozent wurden mit “gut” und “ausreichend” bewertet. Zehn Anlagen und damit 15 Prozent sind durchgefallen. Im Vergleich der Konkurrenten an der Autobahn haben sich die Autohöfe insgesamt zwar stark verbessert, konnten aber immer noch nicht ganz zu den Raststätten aufschließen.
Der Testsieger, der Autohof Burghaslach, lässt kaum Wünsche offen. Die gepflegte und gut beschilderte Anlage bietet fast alles, was eine Pause erholsam macht. Das Restaurant bietet eine große Auswahl an warmen und kalten Gerichten und Kinder kommen im Innen- wie im Außenbereich auf ihre Kosten.
Welch ein Unterschied dagegen beim Verlierer: Besucher werden im Autohof Spreenhagen in einem winzigen Bistro abgespeist, im Restaurant selbst wurde ein Reifenhändler einquartiert. Eine Zumutung auch deshalb, weil Besucher aufgrund der Beschilderung an der Autobahn von einem kompletten Service-Angebot ausgehen müssen. Einzige Pluspunkte im ADAC-Urteil gab es für die optisch sauberen Toiletten und die günstigen Preise.
Als größter Mangel im Test hat sich die Familienfreundlichkeit herausgestellt – knapp zwei Drittel aller Anlagen sind in dieser Kategorie durchgefallen. Am wenigsten mit Ruhm bekleckert haben sich dabei die italienischen und französischen Raststätten sowie die Autohöfe. Erfreulich: Acht der insgesamt neun Mal vergebenen “sehr gut” gingen an deutsche Raststätten.
Foto: ADAC
Mittwoch, 18. Juni 2008
Naheliegend, längst überfällig und dennoch nie realisiert: ein Rundgang auf Dürers Spuren durch seine Heimatstadt Nürnberg. Hier lebte und arbeitete Dürer, hier entstanden viele seiner weltberühmten Werke, hier liegt er begraben. Der Dürer-Weg verbindet die beiden wichtigsten Institutionen, die sich heute noch intensiv mit Dürer beschäftigen: das Albrecht-Dürer-Haus und das Germanische Nationalmuseum.
Aber Achtung: Diese Führung ist anders als alles, was man so kennt. Ein Minicomputer leitet die Besucher mit Ton und Bild durch die Altstadt. Nürnberg setzt damit als erste Stadt überhaupt ein audiovisuelles Führungssystem open air ein. Innovation ganz im Sinne des großen Forschers und Vordenkers Albrecht Dürer.
Der neue Dürer-Weg zwischen Albrecht-Dürer-Haus und Germanischem Nationalmuseum macht die vielen bekannten und unbekannten Spuren des wohl berühmtesten Nürnbergers in seiner Heimatstadt wieder erlebbar. Sehen Sie Stadtansichten, die einst Dürer gemalt hat, entdecken Sie Dürersche Fassaden oder belauschen Sie den Diskurs in der berühmten “Herrentrinkstube”. Albrecht Dürer lässt sich noch heute überall in dieser Stadt erspüren.
Die Tour ermöglicht es dem Besucher wie dem Nürnberger, Dürer und Nürnberg auf innovative Weise kennen zu lernen. Zwischen den beiden Polen “Leben” (Dürer-Haus) und “Werk” (Germanisches Nationalmuseum) bieten die Themenschwerpunkte an den Stationen in neuartiger Weise spannende Einblicke in Nürnbergs berühmteste Künstlerpersönlichkeit und seine Zeit.
Foto: Stadt Nürnberg