Dienstag, 29. April 2008
Das Essen in deutschen Raststätten ist zu teuer. So zumindest sehen es zwei von drei Autofahrern, die an der aktuellen Online-Befragung des ADAC teilgenommen haben. Fast die Hälfte ist mit der Qualität der angebotenen Speisen nicht einverstanden. Deutlich besser werden dagegen die Autohöfe beurteilt. Hier halten lediglich 43 Prozent das Essensangebot für zu teuer, 15 Prozent sind mit der Qualität nicht zufrieden.
Allerdings sind die Befragten nahezu einhellig nicht dazu bereit, die tatsächlich geforderten Preise auf Rastanlagen zu bezahlen. Denn in fast allen Fällen lagen die vom ADAC bundesweit bei Autohöfen und Raststätten ermittelten Preise für Spaghetti, Wiener Schnitzel, Eis, Kaffee und Kuchen über der angegebenen Schmerzgrenze.
Wer der Raststätte den Vorzug vor dem Autohof gibt, tut dies laut Befragung vor allem wegen der direkten Lage an der Autobahn, den sauberen und gepflegten Sanitäranlagen und der grundsätzlichen Meinung, dass Autohöfe nur etwas für Trucker seien. Umgekehrt sind Autohöfe deshalb erste Wahl, weil die Kunden das bessere Preis-Leistungsverhältnis schätzen, die individuellere Atmosphäre sowie die ruhigere Lage abseits der Autobahn.
Als Hauptgrund für den Aufenthalt an Autohöfen und Raststätten geben die Befragten die Benutzung der sanitären Einrichtungen an. Erst an zweiter Stelle rangiert der Besuch des Restaurants. In der Reihenfolge der Gründe folgt auf Platz drei bei den Autohöfen das Tanken, während diejenigen, die Raststätten anfahren, sich ein wenig die Beine vertreten möchten.
Weitgehend einig sind sich alle Befragten darin, was eine Rastanlage bieten sollte. So wünschen sich ausnahmslos alle Befragungs-Teilnehmer saubere und gut ausgestattete Sanitäranlagen. Gut zwei Drittel möchten Öffnungszeiten rund um die Uhr und Anlagen mit guter Beschilderung sowie sichere Wege für Fußgänger.
Grafik: ADAC
Montag, 28. April 2008
Das 9. Märkische Dampfspektakel findet am 3. und 4. Mai im Ziegeleipark statt. Fast 100 Aussteller aus ganz Europa präsentieren die ganze Palette der Dampfwelt. Ob gigantische 20 Tonnen schwere Dampfwalze, kleines Dampfboot oder winzige Modelle – Die Besucher werden in das Zeitalter der Industrialisierung zurückversetzt. Es gibt eine Parade aller Dampfmobile und außerdem können Raritäten, Skurriles und die einmalige “Dampfspektakel-Atmosphäre” bestaunt und genossen werden.
1997 öffnete der 42 Hektar große Ziegeleipark seine Pforten. Dort kann man eine der bedeutendsten Industrie-Kulturstätten Europas erkunden. Zu Gründerzeiten wurden im „Zehdenicker Ziegeleirevier“, dem größten Europas, Milliarden von Ziegeln hergestellt, aus denen Berlin und große Teile der Mark erbaut wurden.
Highlights des Dampfspektakels sind die Schauvorführung “Wasser marsch!” an beiden Tagen um 11 Uhr, die Vorführung der Dampfbootmodelle um 12 Uhr und natürlich die Parade der Dampfmaschinen um 13 Uhr. Zu sehen ist auch der kleinste bemannte Raddampfer und für die Kleinen gibt es einen Kinder-Märchen-Palast.
Foto: Ziegeleipark
Sonntag, 27. April 2008
Das Chinesische Kabinett in der zur Schlossanlage Nymphenburg gehörenden Badenburg ist nach umfangreicher Restaurierung wieder zugänglich. Das Schreibzimmer aus der Zeit des Kurfürsten Max Emanuel ist ein 300 Jahre altes Raumkunstwerk und der kostbarste Raum der Badenburg. Das schmuckvolle Kleinod ist mit gemalten chinesischen Papiertapeten, Deckengemälden und versilberten Möbeln ausgestattet. Prunkstück der exotisch gefärbten Bilderwelt in der Badenburg ist das Leinwandgemälde mit acht Affen, das als Deckenspiegel dient und Zeugnis der damals sehr beliebten so genannten “Affenmalerei” ist. Ziel der Restaurierung war es, den Zustand von vor fast 300 Jahren wieder lebendig werden zu lassen.
Die Wiedereröffnung des Chinesischen Kabinetts ist ein Beitrag der Schlösserverwaltung zum China-Jahr 2008, in dem sich die Bayerische Schlösserverwaltung mit mehreren Ausstellungen und Sonderführungen engagiert. Einen wichtigen Beitrag zur Wiedereröffnung des Kabinetts hat eine großzügige Spende der Mooseder-Stiftung in Höhe von 40.000 Euro geleistet.
Die Innenräume der von Kurfürst Max Emanuel errichteten Pagoden- und Badenburg, die von seinem Sohn beziehungsweise Enkel geschaffene Prunkküche der Amalienburg mit chinoisen Bezügen und das Lackkabinett im Nymphenburger Schloss zählen zu den interessantesten Zeugnissen der Chinabegeisterung, die sich in Deutschland erhalten haben. Das chinesische Lackkabinett in Nymphenburg gehört zu den letzten Arbeiten des François Cuvilliés.
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Samstag, 26. April 2008
Ein norddeutscher Fischmarkt mitten auf dem Bodenmaiser Marktplatz. Die Marktschreier posaunen ihre frechen Sprüche durch den halben Ort und jeder will der Lauteste sein. Das ist nur eine der Attraktionen am Wochenende des 26. und 27. April, das unter dem Motto “Sylt trifft Bodenmais” steht.
Dann sind neben dem Bürgermeister von Sylt-Ost, Christoph Schmatloch, und dem Kurdirektor Uwe Winter auch der große Shanty-Chor und eine Sylter Trachtengruppe zu Gast in Bodenmais. Der zukünftige Bürgermeister von Bodenmais, Michael Adam freut sich, die große Anzahl der Gäste aus Sylt in Bodenmais begrüßen zu dürfen.
“Dieses Motto-Wochenende verstehen beide Gemeinden als Annäherung mit dem Ziel, langfristig eine Partnerschaft aufzubauen. Bodenmais würde von solch einer Partnerschaft im hohen Maße profitieren. Sylt spielt in der ersten Liga der touristischen Regionen eine führende Rolle“, so Andreas Lambeck, Geschäftsführer der Tourismus & Marketing GmbH.
Neben den Marktschreiern findet auch eine Gourmet-Meile zum schlemmen noch Platz am Markt. Die Einzelhändler werden an beiden Tagen die Geschäfte geöffnet haben und verteilt im Ort stellen einige regionale Autohändler ihre neuesten Modelle vor. Für die kleinen Besucher und die Schnäppchenjäger wird es auch einen Flohmarkt geben.
Auf der großen Bühne am Marktplatz werden die Besucher ein abwechslungsreiches, bayrisch-friesisches Programm erleben. Der Sylter Shanty-Chor, die mitgereiste Trachtengruppe und natürlich eine ganze Reihe einheimischer Künstler werden ihren Teil dazu beitragen. Auch eine Modenschau steht auf dem Programm.
Am Samstag beginnt der Fischmarkt um 10 Uhr und ab 20 Uhr gibt es einen bayrisch-friesischen Abend mit Glasblasen in der Joska-Waldglashütte. Am Sonntag starten das Programm und der Fischmarkt um 11 Uhr. Auch die meisten Geschäfte werden dann geöffnet sein.
Foto: Markt Bodenmais
Samstag, 26. April 2008
Reimo, der Spezialist für alles rund um Reisemobile, Camping und Caravaning, lädt wieder zum größten Zelt-Event in der Rhein-Main-Region ein. Vom 16. bis zum 18. Mai erwartet die Gäste ein besonders Programm: Camping- und Familienzelte, sowie Zelte für Caravans und Reisemobile der führenden Hersteller in allen Preisklassen von 29 bis 3000 Euro laden zum Anfassen und Ausprobieren ein.
Wer sich für ein Reisemobil interessiert, ist zu einer kostenlosen Probefahrt eingeladen. Oder er intererssiert sich für Wohnwagen und probiert den automatischen Mover aus. Oder er lässt sich an einem der Spezial-Aufbauten informieren über reisemobile Stromversorgung, Solaranlagen oder Brennstoffzellen, Sat-Empfang und Flachbildschirme. Profis stehen für die Beratung zur Verfügung.
Im Rahmenprogramm gibt es bei jedem Wetter im Zelt oder auf dem Freigelände ein preiswertes Grillbuffet, kühle Getränke für heiße Maitage, eine Kletterwand und Balancieren auf der Slack-Line, Unterhaltung und Musik, Spielzeug, Probefahrten und das Gewinnspiel sorgen für einen interessanten Ausflug für die ganze Familie. Und es gibt auch etwas zu gewinnen bei Reimo, beispielsweise vier Tage im Wohnmobil und eine komplette Zeltausstattung.
Foto: Reimo
Donnerstag, 24. April 2008
Rund eine Million Deutsche besitzt eine Zweitwohnung auf Rädern. Und viele hängen zum Start in die Frühlingsferien wieder ihren Caravan an den Haken oder schwingen sich hinters Lenkrad des Wohnmobils. Bevor es jedoch auf große Fahrt geht, sollten Urlauber ihr Gefährt gründlich inspizieren lassen. “Das Hantieren an der Flüssiggasanlage ist für Laien absolut tabu”, warnt Hans-Ulrich Sander, TÜV Rheinland-Kraftfahrt-Experte. Jedes Leck könne zur Explosion führen. Deshalb gilt: Reparaturen unbedingt den Fachwerkstätten überlassen.
Darüber hinaus checken die TÜV Rheinland-Spezialisten in den Prüfstellen alle zwei Jahre das empfindliche Bauteil – in der Regel bei der Hauptuntersuchung. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann jedoch auch vor Fahrtantritt die Anlage auf Dichtheit und Funktionsfähigkeit überprüfen lassen. Damit schwer bepackte Gespanne oder Wohnmobile bei Bodenwellen nicht ins Schlingern geraten, bietet TÜV Rheinland außerdem einen Stoßdämpfer-Test für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 2,8 Tonnen an. Darüber hinaus sorgt die Kontrolle der Bremsflüssigkeit bei Wohnmobilen für mehr Sicherheit.
An ausgewählten TÜV Rheinland-Prüfstellen können Camper außerdem das Gewicht ihrer Fahrzeuge ermitteln lassen. Denn: Bei Übergewicht drohen Bußgelder und Punkte in Flensburg. Das zulässige Gesamtgewicht steht im alten Kfz-Schein unter Ziffer 15 oder in Feld F2 des neuen Zulassungsdokuments Teil 1. “Zu beachten ist außerdem die korrekte Stützlast, also das Gewicht, das auf die Anhängerkupplung drückt”, sagt Sander.
Mittwoch, 23. April 2008
Der diesjährige Tunneltest weist das schlechteste Ergebnis der letzten fünf Jahre auf. Jeder dritte der 31 im Rahmen von EuroTAP getesteten Tunnel fiel durch. Zwei Röhren stuften die Experten als “bedenklich” ein, siebenmal mussten sie sogar ein „mangelhaft“ vergeben.
Testverlierer wurde zum vierten Mal in Folge ein italienischer Tunnel. Der 1983 in Betrieb genommene und 2,4 Kilometer lange Cernobbio am Comer See weist erschreckende Missstände auf: keine Tunnelleitzentrale, keine Notrufeinrichtungen, kein automatisches Brandmelde- und Lüftungssystem, nicht gekennzeichnete Fluchtwege und zu wenige Notausgänge.
Ganz anders der Sieger aus Andorra: 2006 eröffnet und rund 1,3 Kilometer lang - beim Pont Pla in Andorra la Vella gab es kaum Kritik. Zweitplatzierter im europäischen Vergleich und bester Deutscher ist der Heidkopf-Tunnel bei Friedland auf der A 38 zwischen Göttingen und Halle. Testverlierer hier zu Lande ist der Universitätstunnel auf der A 46 in Düsseldorf. Trotz bereits begonnener Modernisierung konnte er noch nicht vollständig überzeugen und wurde erneut nur mit “bedenklich” bewertet. Bis 2010 sollen jedoch alle Mängel beseitigt sein.
Immerhin zehn der getesteten Straßentunnel dürfen sich im aktuellen Test über das ADAC-Urteil “sehr gut” freuen, fünf über die Auszeichnung “gut”. Sieben schnitten mit “ausreichend” ab und verfügen somit immerhin über die Mindeststandards der EU-Richtlinie. Besonders erfreulich ist das Ergebnis des Schweizer San-Bernardino-Tunnels: 1999 fiel er mit einem “bedenklich” durch, danach wurde er für 240 Millionen Schweizer Franken modernisiert. Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum der ADAC-Tunneltests kann er jetzt mit dem Traumergebnis “sehr gut” brillieren.
Foto: ADAC
Dienstag, 22. April 2008
Urmel aus dem Eis, Jim Knopf, die Muminfamilie. Vielen Campingfreunde werden sich bei diesen Namen an ihre Kindheit erinnert fühlen. Lange bevor “Eine Insel mit zwei Bergen” ein Pophit wurde, flimmerten die Geschichten der Augsburger Puppenkiste über die – in den Anfangsjahren größtenteils noch schwarz-weißen – Mattscheiben. Die Puppenkiste wurde durch unzählige Fernseh- und Theaterproduktionen weit über die Grenzen Augsburgs hinaus bekannt.
Die genannten Hauptdarsteller sind nur einige der über 6000 Figuren aus dem Fundus des Marionettentheaters, die zu Helden ganzer Generationen von Kindern in aller Welt wurden. Bis heute begeistert die Puppenkiste und entführt in ein Reich der Phantasie. Mit der großen Jubiläums-Sonderausstellung “60 Jahre Augsburger Puppenkiste” bietet sich eine ideale Gelegenheit, die berühmten
Theater- und Fernsehmarionetten, aber auch Hintergrundinformationen über die Geschichte, die Macher und die nicht minder spannenden Theater- und Dreharbeiten der letzten 60 Jahre zu erleben.
Dabei werden auch Marionetten und Fotodokumente präsentiert, die noch nie oder seit langem nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Mit seiner Jubiläumsausstellung vom 7. Mai bis 9. November wird das Museum “die Kiste” erneut unter Beweis stellen, dass es die Bezeichnung “Louvre der Kinderunterhaltung” mehr als verdient.
Foto: Augsburger Puppenkiste
Montag, 21. April 2008
Polen ist in diesem Jahr Austragungsort des europäischen Treffens der Camper. Rund 1500 Campingfreunde aus 24 europäischen Ländern werden bei der 47. Europäischen Camping-Rallye erwartet. Sie findet vom 8. bis 13. Mai in Sława in der westpolnischen Woiwodschaft Lubuskie, unweit der deutsch-polnischen Grenze, statt.
Der am Rande der mittelalterlichen Kleinstadt Sława gelegene Sławskie-See ist ein beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet für Segler, Kanuten und Angler Die von Kiefernwäldern umgebene Seenplatte unweit der deutsch-polnischen Grenze gilt auch als bedeutendes Vogelschutzgebiet.
Direkt am Ufer des Badesees befindet sich der modern ausgestattete Campingplatz “Słoneczny”, wo die diesjährige Europa-Rallye mit Musik, sportlichen und geselligen Veranstaltungen stattfinden wird. Zur Rallye gehört ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit zahlreichen Ausflügen, beispielsweise eine Tour auf dem Slawskie-See und die Beichtigung des Oder-Warthe-Bogens.
Polen ist bereits zum zweiten Mal Austragungsort des europäischen Camper-Treffens. Ausrichter der Camping-Rallye ist die Polska Federacja Campingu i Caravaningu (PFCC). Das ausführliche Programm der Rallye gibt es im Netz.
Sonntag, 20. April 2008
Sie hat bereits „Ja“ gesagt. Doch ihr neuer Partner meint, sie sei noch nicht reif für die Öffentlichkeit. Die Rede ist von der Soester Bördekönigin 2008. Am Freitagabend des diesjährigen Bördetags vom 30. Mai bis 1. Juni wird sie feierlich auf dem Petrikirchplatz gekrönt. Doch erst eine Woche zuvor offiziell vorgestellt. Bis dahin unterliegt die Nachfolgerin von Verena Brede an der Seite von Soestmarketing der höchsten Geheimhaltungsstufe.
Unter der Regentschaft der neuen Königin sollen Menschen jeden Alters in der Stadt zusammen geführt werden. Zumindest will es das Motto des diesjährigen Bördetags so: “Soest – Treffpunkt der Generationen”. Seit 1977 veranstalten die Bewohner der mittelalterlichen Hansestadt ihren Bördetag. Dafür organisieren die Vereine und Institutionen zahlreiche Ausstellungen sowie Vorführungen und holen namhafte Künstler in die Stadt. Jedesmal steht der Bördetag – bei dem es sich eigentlich um drei Tage handelt – unter einem anderen Motto. “Hightech & Pumpernickel”, “Soest Royal”“ oder “Zwischen Himmel und Erde” sorgten in den vergangenen Jahren für reichlich Kreativität auch bei der Soester Kaufmannschaft. Gerne nutzt sie den Bördetag, um sich am verkaufsoffenen Sonntag ihren mitunter weit gereisten Gästen in bunter Umgebung zu präsentieren.
Eine atmosphärische Kulisse dafür liefert die spektakuläre Baumblüte, in der ganz Soest zu dieser Jahreszeit erstrahlt. Abermals auf den Petrikirchplatz lockt an allen drei Abenden des Bördetags das Altstadtfieber. Das sich seines Namens bisher immer sehr intensiv besann und bei Tanz- und Musikfans gleichermaßen für Hitzewallungen sorgte. Wer lieber etwas gediegeneren Klängen lauscht, besucht die beiden klassischen Konzerte, die im Rahmen von “Bördetag Klassik” im Rittersaal des Burghofmuseums stattfinden.
Foto: Sauerland-Tourismus