Donnerstag, 31. Januar 2008
Die Straße der Romanik gehört zu den beliebtesten deutschen Tourismusrouten. Sie führt wie eine Acht durch Sachsen-Anhalt. Eine ideale Planungshilfe für Ausflüge entlang der Straße ist ein soeben erschienenes Faltblatt. Es stellt die 80 Reisestationen der Route vor. Tourenvorschläge machen neugierig darauf, in rund 1000 Jahre alten Domen, Burgen und Pfalzen mehr über das Leben der Menschen im Mittelalter zu erfahren.
Kunstwerke mittelalterlicher Meister entdeckt man bei einer Domschatztour und macht dabei in Halberstadt, Quedlinburg, Merseburg und Naumburg Station. Für eine Burgentour mit Kindern sollte man sich die Falknerschau auf der Burg Falkenstein im Harz (Foto) vormerken oder auf der Neuenburg in Freyburg/Unstrut die Kinderkemenate besuchen. Dort erkunden die kleinen Gäste die Burg als Ritter und Edelfrauen.
Zu den Serviceinformationen gehören Öffnungs- und Führungszeiten, Übersichtskarten, Anreiseempfehlungen, Veranstaltungstipps und Literaturempfehlungen. Erleichtert wird die Reiseplanung zudem durch ein Sternesystem. Mit drei Sternen sind im Faltblatt beispielsweise Romanik-Bauten ausgewiesen, die eine eigene Reise wert sind.
Das kostenlose Faltblatt kann im Internet bestellt werden. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Straße der Romanik.
Mittwoch, 30. Januar 2008
Der venezianische Karneval hat eine über 700-jährige Geschichte. Im Mittelalter dauerten die Feierlichkeiten vor dem “Abschied vom Fleisch”, also dem Beginn der Fastenzeit vor Ostern, ein halbes Jahr. Berühmt ist der Karneval in der Lagunenstadt natürlich für seine Masken. Die Verkleidung hatte den tieferen Sinn, dass an den Karnevalstagen die sozialen Rangordnungen aufgehoben waren. Jeder konnte in eine beliebige Rolle schlüpfen.
Die wohl berühmteste Verkleidung ist die Bauta. Sie besteht aus einem Schleier oder Spitzentuch aus schwarzer Seide, dazu einem Dreispitz und einer weißen Maske, der so genannten Larva oder Volto. Der untere Teil der Maske steht so weit vom Mund ab, dass es problemlos möglich ist mit ihr zu sprechen und zu essen. Allerdings muss der an ihr befestigte Hut aufbehalten werden.
Karnevalsmuffel gibt es offenbar nicht nur in Deutschland, auch Napoleon war einer. Er verbot das bunte Treiben, als seine Truppen Anfang des 19. Jahrhunderts die Stadt besetzten. Und auch lange nach dem Abzug der Franzosen wurde kein Carnevale mehr gefeiert. Erst 1980 lebte die Tradition, vorrangig aus touristischen Gründen, wieder auf. Statt einem halben Jahr dauert der Karneval nun nur noch zehn Tage.
In diesem Jahr hat er aber eine neue Wandlung vollzogen. Der Engelsflug vom Campanile auf den Markusplatz, mit dem alljährlich das Geschehen eröffnet wird, absolvierte in diesem Jahr der schwarze Rapper Coolio. Doch dies war nicht die einzige Veränderung, die Traditionalisten wohl unglaublich schauen ließ. Das Motto beim traditionsreichen Marienumzug lautete “Keine Masken”, denn die seien zu traurig. Bürgermeister Massimo Cacciari will beim – wie er es nennt – schönsten Fest der Welt ein neues, fröhliches, vielfältiges Kapitel aufschlagen. Masken werden bei den zahlreichen privaten Bällen bis zum 5. Februar sicherlich aber genügend zu sehen sein. Und auch mit dem neuen Stil wird der Carnevale di Venezia nicht untergehen, genausowenig wie La Serenissima selbst.
Dienstag, 29. Januar 2008
Das Abbrennen der “Biike-Feuer – Frühlingsfeuer” (Sylter Friesisch “Biike” das “Feuerzeichen”) ist seit Generationen Tradition auf den Inseln, den Halligen und auch auf dem Festland entlang der Nordsee-Küste von Schleswig-Holstein. Seit altersher brennen die Schleswig-Holsteiner ihre Küsten-Feuer am Vorabend des “Piddersdai” (St.Petri-Tag – 22. Februar) unmittelbar am Strand ab.
Tausende von Menschen versammeln sich erst um die Feuer, dann bei der anschließenden Feier. Zum Biikebrennen gehört traditionell ein zünftiges Grünkohlessen.Gäste sind immer herzlich willkommen. In einigen Orten gibt es spezielle Arrangements für Feriengäste zum Biikebrennen. Der historische Grund für das Abbrennen der Feuer entlang der nordfriesischen Küste liegt im “Dunklen der Geschichte”.
Auch wenn heute das “Biike-Brennen” mehr als touristische Attraktion mit viel Alkohol und reichlich Essen gesehen wird, so diente der Brauch in Urzeiten vielleicht dem “Zauber gegen böse Geister” oder? Die Neubelebung des “Piddersdai” verdanken die Nordfriesen dem Sylter Lehrer C. P. Hansen, der laut Historiker Albert Pantens in seiner Studie “Fastnachtfeuer” die Aussagen von Hansen wie folgt bewertete:, ” als er um 1830 die Sagenwelt der Nordfriesen entdeckte und das, was ihm zu unbedeutend erschien, in phantasievoller Weise überhöhte”. Hansen sah in dem heidnischen Fastnachfeuer ein mehrdeutiges Abschiedsritual.
Montag, 28. Januar 2008
Viele gemeinsame Initiativen und Projekte beweisen die verstärkte Zusammenarbeit der Revierstädte. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Stadtmarketing Forum Ruhr, das sich auf Initiative der Stadtmarketingagenturen und -gesellschaften gegründet hat. Dessen Projekt “Unternehmen entdecken im Ruhrgebiet” ist eine ganz andere interessante Tour durch die Metropole Ruhr, die das facettenreiche System regionaler Betriebe deutlich macht.
Die Besucher haben die Möglichkeit das ganze Jahr über aus 51 Führungen in neuen Städten auszuwähken. Sie können dabei einen Blick hinter die Kulissen ganz unterschiedlicher Institutionen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Freizeit und Medien werfen. In Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Herne, Mühlheim, Oberhausen und Velbert können sie auf Entdeckungstour gehen.
Dabei kann man moderne und traditionelle Branchen kennen lernen und den Strukturwandel des Ruhrgebiets hautnah erleben. Zahlreiche Festivals und Veranstaltungen bieten einen zusätzlichen Anreiz, das Ruhrgebiet zu besuchen. Dazu gehören im Rahmen von “Unternehmen entdecken” die Duisburger Tanztage, das Boulevardfest Herne und das Drachenboot-Festival in Mühlheim.
Sonntag, 27. Januar 2008
Kawan Villages Campings ist das erste Netz mit europäischer Dimension. Jeder einzelne Campingplatz wird nach genauen Qualitätskriterien ausgewählt; diese Auswahl treffen das Team und auch die Camper selbst. Denn Kawan legt großen Wert auf die Bewertungen durch die Kunden und berücksichtigt diese auch, wenn es um die Aufnahme eines Platzes in die Gruppe geht.
Kawan bedeutet Freund in malaisischer Sprache und ist außerdem der Name einer Meeresschildkröte der Karibik. So weit muss man allerdings nicht reisen, um die Vorzüge der Gruppe zu genießen. Sie ist in acht europäischen Ländern, darunter Frankreich, Italien und Spenien vertreten. Zwei Campingplätze liegen auch in Deutschland, in Creglingen an der Romantischen Straße und in Trippstadt im Pfälzer Wald (Foto).
Kawans Anliegen ist es, die wahren Werte von Camping zu verwirklichen und zu vertreten. Die Campingplätze sind als ideale Verbindung von Komfort und Natur, Privatsphäre und Kontakt, Aktivsein und Entspannen konzipiert. Eine Rückkehr zu dem, was Campingurlaub so angenehm macht, das will Kawan den Campern bieten, wobei vor allem auch die Kleinen willkommen sind.
Samstag, 26. Januar 2008
Der Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar ist ein Kongress von Verkehrsrechts- und Verkehrsexperten, der alljährlich in der letzten Januar-Woche stattfindet. Er wird von der Deutschen Akademie für Verkehrswissenschaft ausgerichtet. Am letzten Kongresstag verabschieden die Arbeitskreise ihre Empfehlungen. Diese enthalten Anregungen und Forderungen gegenüber dem Gesetzgeber, der Verwaltung und der Justiz sowie gegenüber den Verkehrsteilnehmern und der Öffentlichkeit. In diesem Jahr ging es unter anderem um die Entwicklungen bei den Verkehrssanktionen in der EU.
Die grenzüberschreitende Vollstreckung von Geldsanktionen in Europa dient der Verwirklichung eines europäischen Verkehrs(rechts)raumes mit dem Ziel der Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Reduzierung der Anzahl der Verkehrsopfer in Europa. Der EU-Rahmenbeschluss über die gegenseitige Anerkennung von Geldstrafen und Geldbußen ermöglicht die grenzüberschreitende Vollstreckung von Verkehrssanktionen. Er räumt dadurch mit der vielfach anzutreffenden Auffassung auf, dass Straßen im europäischen Ausland rechtsfreie Räume seien.
Der Verkehrsgerichtstag fordert, dass dem Betroffenen Tatvorwurf, ausländische Entscheidung und Rechtsmittelbelehrung in deutscher Sprache zur Kenntnis gebracht werden und effektiver Rechtsschutz gewährt wird.
Der deutsche Gesetzgeber habe dafür Sorge zu tragen, dass bei Verstößen gegen rechtsstaatliche Grundsätze eine Vollstreckung nicht erfolgt. Zudem fordert der Arbeitskreis eine Stichtagsregelung, wonach eine Vollstreckung nur hinsichtlich solcher Taten erfolgt, die nach Inkrafttreten des Gesetzes begangen wurden. Auf europäischer Ebene sollte zudem ein effektiver Mechanismus zum Austausch von Halterdaten und zur Amtshilfe bei der Ermittlung von Fahrerdaten geschaffen werden. Die Verpflichtung zur Einführung einer Halterhaftung im fließenden Verkehr durch den europäischen Gesetzgeber lehnt der Kreis ab.
Freitag, 25. Januar 2008
In der Kontroverse über eine generelle Anhebung der Geldstrafen bei Verkehrsvergehen zeichnet sich offenbar ein Kompromiss ab. So sollen Geldbußen oder Verwarnungsgelder bei geringfügigen Verkehrsvergehen möglicherweise gar nicht erhöht werden oder aber geringer ausfallen als ursprünglich geplant, teilt der Auto-Club Europa (ACE) in einer Presseinformation mit. Die Verkehrsminister des Bundes und der Länder wollen sich den Informationen zufolge bis Mitte nächster Woche auf eine neue gemeinsame Linie verständigen.
Der jetzt in der Abstimmung befindliche Katalog zur Strafminderung enthält laut ACE rund 50 Einzeltatbestände. Zu ihnen gehörten beispielsweise auch Pkw-Geschwindigkeitsüberschreitungen bis zu 20 Kilometer pro Stunde. Im innerörtlichen Verkehr sollte das Bußgeld dafür ursprünglich von derzeit maximal 35 Euro auf 55 Euro angehoben werden. Wer beim Einscheren den Sicherheitsabstand nicht einhält, sollte eine Strafe in Höhe von 40 Euro zahlen, jetzt bleibt es möglicherweise bei dem Regelsatz von 25 Euro.
Der ACE bekräftigte seine Unterstützung dafür, die Bußgelder für Raser und Drängler sowie für Fahrer unter Alkohol- und Drogeneinfluss massiv zu erhöhen, verlangte aber zugleich, bei eher geringfügigen Vergehen auf eine Anhebung der Geldstrafen zu verzichten. “Sie leisten keinen spürbaren Beitrag, um die Verkehrssicherheit zu verbessern”, sagte ACE-Chefjurist Volker Lempp. Ähnlich äußerten sich zuletzt auch mehrere Bundesländer und der Deutsche Anwaltverein. Der Deutsche Verkehrsgerichtstag, dem auch Richter und Staatsanwälte angehören, hatte schon Anfang vergangenen Jahres Bedenken gegen eine “durchgängige Erhöhung der Bußgeldsätze” erhoben und sich dafür ausgesprochen, bei leichten Verkehrsverstößen Verfahren unter bestimmten Voraussetzungen einzustellen.
In der Debatte über die Ahndung von Verkehrsvergehen gibt es unterdessen neue Vorbehalte gegen eine Verschärfung. Härtere Sanktionen bringen keine dauerhaften Erfolge, wenn nicht gleichzeitig intensiver kontrolliert wird.
Zu diesem Fazit kommt etwa der Tübinger Kriminologe Prof. Dr. Helmut Kury (Foto) in einem Gespräch mit dem Online-Dienst des ACE. Kury, der als Experte bei Fragen zum Abschreckungseffekt durch Strafandrohung gilt, betonte, allein die Schwere der zu erwartenden Strafe habe kaum eine Auswirkung auf regelwidriges Verhalten.
Foto: ACE
Donnerstag, 24. Januar 2008
Man mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich auch einen Weltcup in der Schneeballschlacht. Das scheint erst recht unglaublich, zumal der Winter in weiten Teilen Deutschlands sich entweder verabschiedet hat oder eine Pause macht. Die offizielle Schneeballschlacht-Weltcupserie macht am 26. Januar Station in Dortmund. Auf dem Alten Markt können sich die Teams für die 2. Weltmeisterschaft in Winterberg qualifizieren, die am 24. Februar ausgetragen wird.
Von dort kommen für das Event auch mehrere Lastwagen-Ladungen Schnee. Und das ist auch notwendig, denn die Temperaturen in der Westfalen-Metropole sollen am Wochenende bis zu neun Grad erreichen. Doch mit der Schneelieferung ist sichergestellt, dass die zahlreichen Aktivitäten auch stattfinden können. So wird es neben der Schneeballschlacht eine Langlaufloipe, einen Schneemann-Wettbewerb und eine Modenschau mit der aktuellen Winterkollektion geben.
Der Freitag, 25. Januar, steht Familien und Kindern zur freien Verfügung. Jeder darf mitmachen, die Schutzkleidung wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Am Sonnabend schließlich ermitteln maximal 16 Teams zu je drei Personen den Weltcup-Sieger von Dortmund.
Foto: eich marketing consulting
Mittwoch, 23. Januar 2008
Mit der CMT in Stuttgart und dem ReiseMarkt Cottbus wurde der Reigen der diesjährigen Tourismusmessen eröffnet. Zunehmend wachsende Bereiche tragen auch dem steigenden Spaß am Campingurlaub Rechnung. Das ist auch beider Reisen Hamburg nicht anders, die vom 6. bis 10. Februar auf dem Messegelände der Hansestadt stattfindet.
Ob Weltreise oder Kurztrip: Die besten Urlaubstipps aus erster Hand sowie einen Überblick über die vielen Neuheiten für Caravaning bekommen die Besucher geboten. Auf der größten Tourismus- und Caravaning-Ausstellung im Norden stellen rund 1000 Aussteller aus 80 Nationen ihre Angebote für Urlaub in Deutschland und Europa vor. Partnerland ist diesmal Kroatien.
Ein neues repräsentatives Forum findet das große Caravaning-Angebot in der Neuen Messe Hamburg: Es wird erstmals zur Reisen Hamburg in den modernen Hallen B5 und B6 präsentiert, wobei für die B5 der Messestart auch gleich die Eröffnung ist.
Die schönsten Reisemobile und neuesten Caravans aller namhaften Marken von Hobby Wohnwagenwerk bis T.E.C. werden zum ersten Mal in den modernen Hallen B5 und B6 ausgestellt. Auf insgesamt 22 000 Quadratmetern Fläche finden Caravaner und Camper die Modell-Neuheiten der Saison 2008 auch pfiffiges Zubehör und Informationen über Urlaubsziele. Ob Einsteigermodell oder Luxusfahrzeug, wendige Kompaktversion oder 12-Meter-Ausführung – die Bandbreite der präsentierten Reisemobile und Caravans auf der Hamburg Reisen ist riesig.
Foto: HMC/Michael Zapf
Dienstag, 22. Januar 2008
Die Neue Messe Stuttgart schreibt ein weiteres Kapitel in ihrer bisherigen Erfolgsgeschichte. „Die erste Urlaubsmesse in den neuen Messehallen hätte nicht besser verlaufen können“, sagte Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Gemeint ist die CMT 2008, die mit der Rekordzahl von rund 218.000 Besuchern zu Ende ging. Diese nutzten die vergangenen neun Tage, um sich bei 1850 Ausstellern (ebenfalls ein Rekord) aus 95 Ländern und Reiseregionen Ideen und Anregungen für den Urlaub im In- und Ausland oder für den Reisemobil- und Wohnwagenkauf zu holen.
Das Einzugsgebiet der CMT hat sich nicht zuletzt dank des Caravaning-Bereichs vergrößert. Anhand ihrer Autokennzeichen wurden Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet, aus Österreich, Frankreich und der Schweiz registriert. Deutlich zugenommen haben auch Caravaning-Liebhaber aus dem Nachbarstaat Bayern. “Dies geht wohl in erster Linie auf unser Angebot im Caravaning-Bereich mit vielen Weltneuheiten und dem stets dicht umlagerten ,Familien-Caravan’ der Firma Dethleffs als besonderer Attraktion zurück”, bilanzierte Bleinroth.
Im Vordergrund des Besucherinteresses standen die Reiseangebote und Länderinformationen mit 73 bzw. 40 Prozent – aber fast jeder Zweite besucht die CMT wegen des Caravaning- und Campingbereiches. Die Segmente Motor/Auto und Boote folgen mit 11 bzw. 6 Prozent auf den Plätzen.
Foto: Messe Stuttgart GmbH