Freitag, 5. Oktober 2007
Können wir unseren Augen trauen? Sehen wir die Welt tatsächlich so wie sie ist? Nach einem Rundgang durch das Museum 3. Dimension in Dinkelsbühl steht zumindest eines fest: Der Mensch täuscht sich selbst. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Faszination Raum.
Auf drei Etagen widmet sich das Museum der Dreidimensionalität. Täuschung inbegriffen. Denn wenn zweidimensionale Bilder plötzlich Tiefe zeigen und Kreise zu Kegeln werden, dann hat sich das Gehirn täuschen lassen. Dass Humor 3-D-tauglich ist, beweist das Museum gleich im Erdgeschoss, wo in liebevoller Kleinarbeit dreidimensionale Welten entstanden sind, die zum Schmunzeln einladen.
In der ersten Etage eröffnet die 3-D-Brille fantastische Welten. Der verhüllte Reichstag erscheint ebenso zum Greifen nahe wie zahlreiche Naturaufnahmen und Motive aus Technik und Kunst. In der oberen Etage schließlich verblüffen Hologramme und die Geheimnisse der Glasscheiben in der Mitte des Raumes lassen sich nur durch den richtigen Blickwinkel entschlüsseln.
Das Museum 3. Dimension ist weltweit das einzige seiner Art. 1987 wurde es in Dinkelsbühl eröffnet und zeigt außer zahlreichen Werken und Techniken zur Tiefenerzeugung auch einen Teil der bedeutendsten stereoskopischen Kunstsammlung aus dem Besitz des Frankfurter Designers Gerhard Stief.
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Lachen ist gesund. Das wusste auch schon der französische Schriftsteller Nicolas Chamfort im 18. Jahrhundert. Von ihm stammt das Zitat: “Der verlorenste aller Tage ist der, an dem du nicht gelacht hast.” Wer also keinen Tag verlieren und etwas für seine Gesundheit tun will, sollte nach Leipzig fahren. Vom 11. bis 21. Oktober findet dort die 17. Lachmesse statt.
Über 160 Künstler aus sieben Ländern gastieren bei Deutschlands größtem internationalen Kleinkunst- und Kabarettfestival. 99 Veranstaltungen an 13 Stätten garantieren Kabarett, Comedy, Musik und Spaß. Prinzip der Lachmesse ist es, paritätisch Künstler aus Ost und West zusammenzuführen. Eingeladen sind die aktuellen Kabarett-Preisträger, die Stars der Szene mit neuen Programmen sowie Neuentdeckungen.
Zur Top-Riege bei der Leipziger Messe gehören Henning Venske, Bruno Jonas, Richard Rogler, die Magdeburger Zwickmühle und die Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Zum neunten Mal wird der Cabinet-Preis, der ostdeutsche Kleinkunstpreis, vergeben. Das Ensemble “Weltkritik” aus Dresden (Kabarett), Comedian René Marik aus Berlin und der Brandenburger Musiker Marco Tschirpke präsentieren zur Auszeichnungsveranstaltung Ausschnitte aus ihren Programmen.
Ein ganz besonderes Highlight wird das Gastspiel von Alfred Biolek im Schauspielhaus sein. Er zeigt sein Programm “Mein Theater mit dem Fernsehen”. Als Stargäste hat er sich – getreu dem Motto der Messe Ost und West zusammenzubringen – Die Prinzen eingeladen.
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Für so manchen Campingfreund wird das nur die Bestätigung in Zahlen sein, was er in diesem Sommer leidvoll erfahren musste. Der ADAC hat die Staubilanz für den vergangenen Sommer veröffentlicht. 930 Staus mit einer Länge von zehn Kilometern und mehr registrierte der Automobilclub. Damit standen die Urlauber aber immerhin 37 Mal weniger im Stau als im vergangenen Jahr.
Insgesamt summierten sich die Blechkolonnen in der diesjährigen Reisesaison auf eine Länge von 13.147 Kilometern. Das entspricht in etwa der Entfernung von Düsseldorf bis ins australische Darwin oder der doppelten Strecke von München nach Kathmandu, der Hauptstadt Nepals.
Die annähernd gleiche Zahl der Staus wie im WM-Jahr führt der ADAC auf den gleichzeitigen Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg zurück. 2006 lagen die Termine eine Woche auseinander. Außerdem gab es in diesem Jahr 17 Baustellen mehr auf den Fernstraßen. Gab es auch keinen Superstau von mehr als 50 Kilometern Länge, standen aber die Fahrzeuge an sechs Freitagen in einer 40 Kilometer langen Schlange. Am häufigsten, 155 Mal, stockte es auf der A8 (Karlsruhe-Stuttgart-München-Salzburg).
Mittwoch, 3. Oktober 2007
In der Lüneburger Heide liegt der mit 4000 Vögeln größte Vogelpark der Welt. In naturnah gestalteten Außenvolieren, Freigehegen, einer geheimnisvollen Uhu-Burg, Themenhäusern, exotischen Tropenhallen und einem Baumhausdorf erleben die Besucher die faszinierende Welt der Vögel. Auch im Herbst kann der Vogelpark Walsrode mit ganz besonderen Reizen aufwarten.
In ihren Freigehegen und Außenanlagen genießen die Tiere die letzten warmen Sonnenstrahlen. Die Pinguine legen sich bei der Fischfütterung ordentlich ins Zeug, Pelikane und Flamingos geben bunte Fotomotive ab. Die Indoor-Tiershow zeigt anschaulich und humorvoll die Entwicklung vom Reptil zum Vogel. Einen Besuch wert sind auch die exotische Tropenwaldhalle und das Lori-Atrium.
Die mittelalterlichen Gemäuer der Uhuburg sind ab 2. November Schauplatz des Dämmerabends, der bis Ende Februar jeden Freitag angeboten wird. Dabei geht es um die Faszination nachtaktiver Vögel wie Eulen und Uhus, Gleitbeutler und Flughunde. Nach einem spannenden Rundgang durch die Ruine und einer Show mit Tieren der Nacht folgt ein Film, der ausführlich das Leben der Eulen beschreibt. Im Restaurant Rosencafé endet der Abend mit einem wnterlichen Drei-Gänge-Menü. Ein eigenes Kindermenü gibt es für die kleinen Besucher des Vogelparks.
Mittwoch, 3. Oktober 2007
Wenn das Jahr an der Schwelle zur dunklen Jahreszeit steht, beginnen Bremens schillerndste Tage. Vom 19. Oktober bis zum 4. November steht die Stadt an der Weser Kopf und wird zu Deutschlands Hochburg der guten Laune und langen Nächte. Dann steigt dort nämlich wieder der Bremer Freimarkt, das größte Volksfest im Norden, und es heißt: Ischa Freimaak!
Jährich kommen Millionen Menschen, um sich an dem Ereignis der Superlative zu berauschen. Die Bremer sind auch überzeugt davon, dass sich keiner so gut aufs Feiern versteht wie die Hansestadt an der Weser. Fest steht, dass die Stadt bereits seit dem Jahr 1035 die Marktgerechtigkeit zelebriert und damit über die längste Volksfest-Tradition in Deutschland verfügt.
Auf der Bürgerweide sorgen 320 Schausteller auf 100.000 Quadratmetern mit ihren Fahrgeschäften für Unterhaltung. Mit dabei sind auch Attraktionen der neuesten High-Tech-Generation. Wer es beschaulicher mag, bummelt über den kleinen Freimarkt auf dem Marktplatz. Dort erwartet die Besucher ein Fest der Sinne mit dampfendem Schmalzgebäck, duftenden Mandeln und würziger Lakritze.
Die Reise in die Vergangenheit ist nur ein Gang um die Ecke. Zwischen den historischen Mauern von Rathaus und Liebfrauenkirche beginnt das Mittelalter im Marktdörflein von 1382. Händler bieten ihre Waren feil, an offenen Feuerstellen zeigen Schmiede, Glasbläser und Steinmetze ihr Handwerk, während Gaukler und Sänger von den alten Zeiten des Freimarkts berichten.
Dienstag, 2. Oktober 2007
In München gibt es mehr als das Oktoberfest. Beispielsweise die Wissenschaftstage. Sie finden vom 20. bis 23. Oktober in der Ludwig-Maximilians-Universität statt. Im Jahr der Geisteswissenschaften stehen sie unter dem Motto “Leben und Kultur – Von der biologischen Evolution zur kulturellen Entfaltung”. Eingeladen sind alle Interessierten, vom Laien bis zum Experten.
Anschaulich und allgemein verständlich präsentieren engagierte Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungen. Im Zentrum stehen dabei Themen, die Brücken von den Bio- zu den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften schlagen. Die Wissenschaftstage machen Evolutionsprinzipien, Kulturentwicklung und Traditionen begreifbar.
In Vorträgen und Podiumsdiskussionen, auf Marktständen und bei Führungen wird zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vermittelt. Für Familien mit Kindern gibt es zudem ein anspruchsvolles Kinderprogramm. Die Münchner Wissenschaftstage sind mittlerweile zu einer festen Einrichtung geworden, die jedes Jahr bis zu 40.000 Besucher anzieht und zum Mitmachen, Nachdenken und Nachfragen anregt.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Caravan Brandl lädt am 3. und 4. November zum Tag der offenen Tür ein. Das Center in Stuhr-Groß Mackenstedt bei Bremen veranstaltet in der Zeit von 10 bis 18 Uhr einen Abverkauf aller 2007er Caravan- und Wohnmobil-Vorführfahrzeuge. Selbstredend, dass sich da auch ein Schnäppchen machen lässt.
Man muss noch nicht einmal mit Bargeld den neuen Caravan oder das Wohnmobil bezahlen. Brandl hat nämlich eine höchst originelle Eintausch-Aktion. Als Inzahlunggabe wird nicht nur ein Wohnwagen akzeptiert, sondern auch Pkw, Motorrad oder Boot können angeboten werden. Außerdem kann in einer Vorzelt-Sonderaktion von einigem Rabatt profitiert werden.
Angefangen hatte alles vor über 20 Jahren mit einer kleinen Verkaufsfläche auf der grünen Wiese. 1989 erwarb Firmengründer Horst Brandl dann den heutigen Betriebssitz. Im Laufe der Jahre wuchs die Firma, es wurde angebaut, Werkstatt und Zubehör-Shop wurden vergrößert. Trotzdem ist Brandl ein Familienunernehmen geblieben, Ehefrau Carin führt die Bücher, Sohn Andreas leitet den Verkauf.
Foto: Knaus Tabbert Group
Montag, 1. Oktober 2007
Europas höchste toprope gesicherte Kletteranlage gibt es auf einer Ostseeinsel. Nun hat Fehmarn nicht gerade hohe Berge zu bieten, aber Getreidespeicher. Und so wurde kurzerhand Silo-Climbing als neue Trendsportart erfunden.
Seitdem können Kletter-Freaks an einem mit Graffiti verzierten Getreidesilo in Burgstaaken in luftiger Höhe herumturnen. Und ganz nebenbei den Blick auf die Ostsee genießen. Sofern er die Höhenangst überwunden hat. Doch das ist laut Betreibern kein Problem: Bei uns lernst du damit umzugehen, vorausgesetzt, du vertraust deinem Partner”, heißt es auf der Internetseite.
Den Sicherungspartner bringt man mit, die Ausrüstung kann vor Ort geliehen werden. 13 verschiedene Routen zwischen 5 und 40 Metern Höhe und verschiedener Schwierigkeitsgrade stehen für jeden Mutigen ab 1,15 Metern Körpergröße zur Verfügung. Und so ganz nebenbei hat das Ganze auch noch einen Lerneffekt. Klettern und Sichern erfordert nämlich gegenseitiges Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein.
Montag, 1. Oktober 2007
Angesichts der im Herbst zunehmenden Wildwanderungen haben der ADAC und der Auto Club Europa vor dem erhöhten Unfallrisiko gewarnt. Ein Grund dafür sei, dass die Morgen- und Abenddämmerung nun mit den Wildwechselzeiten zusammenfalle. Laut Deutschem Jagdschutz-Verband werde rund jedes fünfte Reh auf der Straße “erlegt”.
Rot- und Schwarzwild, Kaninchen und Füchse finden auf den abgeernteten Wäldern nicht mehr genügend Schutz und flüchten in die Wälder. Dabei müssen sie oft Straßen überqueren. Außerdem tummeln sie sich vermehrt an Alleen, um sich mit Kastanien, Eicheln oder Fallobst einen Vorrat für den Winter anzufressen.
Für die Autofahrer bedeutet das in den kommenden Wochen vor allem in der Dämmerung besonders vorsichtig an Wald und Feld vorbeizufahren. Es gilt die Faustregel: Wo ein Wald, da ein Reh. Wichtig ist die Geschwindigkeit zu reduzieren und allzeit bremsbereit zu sein. Vor allem auf Straßen mit Wildwechselschildern ist Obacht geboten, aber eben nicht nur dort.
Kommt es doch zum Zusammenprall, – Verkehrsexperten raten übrigens dazu, eher einen gebremsten Crash in Kauf zu nehmen, als ein Ausweichmanöver zu versuchen – muss die Polizei verständigt werden. Auch aus versicherungstechnischen Gründen, denn die Kasko zahlt nur, wenn eine Bescheinung der Polizei oder des Jagdpächters vorliegt.
Foto: ADAC