Mittwoch, 5. September 2007

Man muss nicht mehr Sarah Connor oder Gülcan heißen, nach Hawaii oder Kapstadt reisen, um am Strand heiraten zu können. Bisher hatte es die Gesetzeslage nicht zugelassen, aber zusammen mit dem zuständigen Standesamt hat das Hotel Hanseatic auf Rügen ein Modellprojekt ermöglicht, dass es Paaren ermöglicht, sich am Strand trauen zu lassen.

Auf der größten Insel Deutschlands gibt es auch noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich in einem außergewöhnlichen Rahmen trauen zu lassen. Dazu gehören die fast 400 Kilometer lange Seebrücke von Sellin, die Orangerie im Schlosspark Putbus und der Schinkel-Leuchtturm auf Kap Arkona. Auch auf einem Schiff können Hochzeitspaare in den Hafen der Ehe einlaufen.

Wer noch den ersten Schritt tun muss, kann sich auch auf die Rügener Hotels verlassen. Zahlreiche von ihnen bieten romantische Arrangements, die den perfekten Rahmen für die alles entscheidende Frage bieten.



Mittwoch, 5. September 2007

Der Streik der Londoner U-Bahner ist nach nur einem Tag beendet worden. Das lässt sicherlich nicht nur die vielen Londoner, sondern auch die zahlreichen Touristen aufatmen. Denn ein besseres Verkehrsmittel als die Underground gibt es für den Besucher der englischen Hauptstadt nicht.

Über und unter London verläuft das längste und älteste U-Bahn-Netz der Welt. Bereits 1863 wurde der erste Streckenabschnitt, damals noch mit Dampflokomotiven, in Betrieb genommen. Obwohl sich von der Metropolitan Railway, der heutigen Metropolitan Line, die weltweit gebräuchlichste Bezeichnung für eine Untergrundbahn ableitet, nennen die Engländer sie dennoch nicht Metro. Der offizielle Begriff heißt Underground, in der Umgangssprache wird sie auch Tube genannt.

Insgesamt werden auf zwölf Linien rund 275 Stationen angefahren. Das gesamte Streckennetz ist rund 400 Kilometer lang. Trotz seiner Größe ist das System sehr übersichtlich. Schon bei unserem ersten London-Besuch waren meiner Frau Nicole die Central Line, Piccadilly Line, Circle Line und die weiteren Linien samt ihrer Farben in Fleisch und Blut übergegangen. Für langsamere Lerner wie mich gibt es aber an jedem Bahnhof Pläne.

Wer mit der Tube gefahren ist, wird sich an die monotone Ansage “Mind the Gap!” erinnern. Sie warnt vor der Lücke zwischen Bahnsteig und Waggon. Der Spruch besitzt Kultstatus, ziert zahlreiche London-Souvenirs und wurde auch schon in Songs verarbeitet.



Dienstag, 4. September 2007

Geigenbauerfamiie mit fünf Buchstaben. Jeder Kreuzworträtselfan kennt die Antwort: Amati. Zwischen 1520 und 1740 lebten die Fünf Großen Amati, die den Ruf Cremonas als Geigenstadt begründeten. Und die Stadt in der Lombardei am linken Ufer des Po hat noch mehr künstlerische Söhne hervorgebracht.

Mit Andrea Amati begann die Tradition. Er verwendete wertvolleres Holz als bis dahin üblich und veränderte die Form des Musikinstruments zur bis heute üblichen Violinenform. Die Söhne Antonius und Hieronymus, auch als Fratelli Amati bezeichnet, führten sein Werk fort. Hieronymus’ Sohn Nicola gilt als der prominenteste Vertreter der Dynastie. Sein Sohn Hieronymus II. steht trotz bedeutender Werke im Schatten eines Mitschülers, der auch bei seinem Vater gelernt hatte: Antonio Stradivari.

Und damit ist die Reihe der Virtuosen aus Cremona noch nicht komplett. Auch Andrea Guarneri, ebenfalls ein Schüler Nicola Amatis, stammt aus der Stadt und begründete seinerseits eine Geigenbauerfamilie. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Malerfamilie Campi und der Komponist Monteverdi sowie der Schauspieler Ugo Tognazzi ebenfalls ihre Wurzeln in Cremona haben.

Letzter noch lebender berühmter Sohn der Stadt ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler Gianluca Vialli. Er ist einer der wenigen, die sowohl den Pokal der Pokalsieger als auch den Uefa-Pokal und die Champions League gewannen. Und das ist doch auch irgendwie eine Kunst.



Dienstag, 4. September 2007

Wer hat denn schon einmal versucht, einen Crêpe zu Hause zuzubereiten? Wann immer ich es probiert habe, ist dabei nur ein schnöder Eierkuchen (da outet sich der Berliner) oder halt Pfannkuchen draus geworden. So musste ich wohl oder übel auf den nächsten Jahrmarkt oder Frankreichurlaub warten, denn nur dort werden Crêpes so dünn wie Schallplatten. Der Vergleich ist nicht von mir. Amélie Poulain dachte als sie noch ein Kind in ihrer fabelhaften Welt war, dass die schwarzen Scheiben tatsächlich wie Crêpes hergestellt würden.

Der Crêpe ist eine bretonische Erfindung. Sie ist als die süße Weiterentwicklung der dort beliebten Galettes anzusehen. Sie werden aus den Resten einer Buchweizensuppe zubereitet, die mit herzhaften Zutaten belegt und dann auf einem flachen heißen Stein, der auf bretonisch Galet heißt, gebacken.

Als vor etwa 100 Jahren das bis dahin luxuriöse Weizenmehl preiswerter wurde, begann der Siegeszug der dünnen runden Kuchen. Eines der bekanntesten Rezepte ist wohl Crêpe Suzette, bei dem der Crêpe mit einer flambierten Orangen-Grand-Marnier-Sauce zubereitet wird.

Die Legende besagt, dass dieses Rezept durch ein Missgeschick entstand. Als Henri Carpentier 1895 im Café de Paris in Monte Carlo das Dessert für den künftigen englischen König Edward VII. zubereitete fing die Sauce versehentlich Feuer. Spontane Namensgeberin wurde die Tochter eines der Begleiter des damaligen Prinzen von Wales: Suzette.



Montag, 3. September 2007

Die Internationale Automobil Ausstellung in Frankfurt/Main ist in erster Linie ein Showroom für Pkw. Allerdings müssen ja auch Wohnwagen irgendwie gezogen werden. Und es sind durchaus auch Unternehmen aus dem Campingbereich – beispielsweise Hymer – in der Mainmetropole vertreten. So lohnt auch für Campingfreunde ein Besuch der IAA, die vom 15. bis 23. September stattfindet.

Bereits zum 62. Mal wird sich das größte Autohaus der Welt den Besuchern präsentieren. Insgesamt werden mehr als 260 Neuheiten auf der IAA zu sehen sein. Dazu gehören der Fiat 500, der Golf BlueMotion und der James-Bond-Wagen Aston Martin DBS wird als Serienfahrzeug präsentiert. Auch die Zulieferer stellen zahlreiche Innovationen vor.

Getreu dem diesjährigen Motto “Sehen, was morgen bewegt” stehen alternative Antriebe sowie die Weiterentwicklung der bestehenden Antriebssysteme mit dem Ziel Verbrauch und Emissionen noch weiter zu senken im Mittelpunkt. Insgesamt haben sich fast 1100 Aussteller aus über 40 Ländern für die IAA angemeldet.



Montag, 3. September 2007

Wer plant, demnächst einen Campingurlaub am Gardasee zu verbringen, kann beruhigt sein. Wie der ADAC meldet, hat der See in Oberitalien durch starke Regenfälle in den vergangenen Tagen wieder deutlich mehr Wasser. Der Pegel liegt jetzt bei 15 Zentimetern über der Nullmarke. In den vergangenen Wochen hatte er mit acht Zentimetern über Null nahe dem historischen Tiefststand gelegen.

Die Koordinationsstelle der Gemeinden am Lago di Garda beurteilt die Lage der letzten Tage ganz entspannt. Für die Touristen hätten beim Baden, Surfen, Segeln oder Wasserski keinerlei Einschränkungen bestanden. Doch möglicherweise ist das die heruntergespielte Situationsbeschreibung einer offiziellen Stelle. Badeurlauber haben dem Automobilclub hingegen berichtet, dass sie vor allem im Süden des Sees bis zu einhundert Meter gehen mussten, um in brusttiefes Wasser zu gelangen.

Zudem hätten sich in dem flachen Wasser Algen gebildet, deren Zersetzungsprodukte zu Geruchsbelästigungen führten. Experten meinen, dass der Wassermangel den Gardasee in den kommenden Jahren austrocknen wird. Dieses Szenario scheint aber in diesem Jahr noch nicht Wirklichkeit zu werden.



Sonntag, 2. September 2007

Camping ist nicht erst seit gestern eine populäre Urlaubsform. Schon in Zeiten vor Megaron, Camper-Navigationssystem und Satellitenfernsehen am Platz genossen viele den Urlaub ganz nah bei der Natur. Dieser Tradition ist man beispielsweise im Südtiroler Camping Wildberg verpflichtet. Schon die liebevolle Internetpräsenz zeigt, dass man dort das Alte bewahrt, aber deswegen noch lange nicht von gestern ist.

Der Ansitz Wildberg im Herzen Südtirols stammt aus dem 13. Jahrhundert. Einfühlsam renoviert bietet er den Urlaubern aber modernen Komfort und umfangreichen Service. Dazu gehören Sanitäranlagen mit Fußbodenheizung, Einzelwaschkabinen, Waschmaschine und -trockner, kostenlose Wasseranschlüsse und eine Versorgungsstation für Wohnmobile. Ansitz Camping Wildberg ist nach einer Pause im November wieder geöffnet und so gibt es auch einen Skistall und beheizte Skischuhtrockner.

Die Umgebung ist reizvoll, nicht nur was die Natur angeht. Nur 300 Meter sind es bis zu Restaurants, Pizzerien, Pubs und Einkaufsmöglichkeiten. Wanderwege und der Pustertaler Fahrradweg führen dort vorbei. Auf deren Spuren kann man dann auch das finden, was die Familie Steinkasserer atmen der guten alten Zeit nennt: Behaglichkeit und Stunden der Muße.

Foto: Ansitz Camping Wildberg



Sonntag, 2. September 2007

Auch die iPhone-Euphorie hat nichts daran geändert. Die Amerikaner sind nicht die handyverrückteste Nation. Das ist auch Deutschland nicht, obwohl man nach einer Fahrt in einem Bus nach Schulschluss einen anderen Eindruck bekommen könnte. Nein, es sind die Italiener, die auf ihr Mobiltelefon schwören wie niemand sonst. Dort heißt es  – wie in allen englischsprachigen Ländern auch – nicht Handy, sondern Telefonino.

Rein statistisch hat jeder fünfte Mensch auf der Welt ein Handy. In Italien kann man das Gefühl bekommen, dass statistisch jeder Italiener fünf Mobiltelefone hat. Die Zahlen bestätigen diesen Eindruck. Während in den USA auf 100 Einwohner 76 Mobilfunkanschlüsse kommen, sind es in Deutschland 104 und in Italien 120.

Lange vorbei sind die Zeiten, als man sich in lange Schlangen reihen musste und dann in einer stickigen Cabina Telefonica die Gettoni in den Münzschlitz werfen musste. Möglichst schnell, bevor die Verbindung abgebrochen wurde. Allerdings waren die Italiener den Deutschen in Sachen Karten-Telefonzellen auch weit voraus.

Und nun wird bei den südlichen Nachbarn telefoniert, was das Zeug hält. Ob am Strand, im Restaurant oder auf der Straße. In der einen Hand das “kleine Telefon”, mit der anderen wird gestikuliert. Denn das hat sich nicht geändert. Ebenso melden sich die Italiener am Telefon nach wie vor mit einem markanten “Pronto?”

Übrigens: Das iPhone wird auch in Italien erst Ende dieses Jahres eingeführt. Trotz aller Euphorie.



Sonntag, 2. September 2007

25 Grad, heiter und trocken. Wassertemperatur 28 bis 31 Grad. Ja, das ist ein aktueller Wetterbericht aus Deutschland. Zugegeben, weder von Nord- noch Ostseeküste oder einem der großen Seen. So sind die klimatischen Verhältnisse im Tropical Islands in Brandenburg.

Im Hochsommer macht es wenig Sinn, in ein überdachtes Badeparadies zu fahren. Schließlich locken die Strände und Ufer. Doch nun lässt sich der Herbst wohl nicht mehr aufhalten und warum dem Fröstelwetter nicht entfliehen? Mitten im Spreewald lädt Tropical Islands zu einem günstigen Trip in die Südsee ein.  In der größten freitragenden Halle Europas entstand durch exotische Palmen und Pflanzen, Wasserlandschaften und zahlreiche Attraktionen ein einmaliges Reiseziel.

Thailand, Kenia und die Amazonasregion sind im Tropischen Dorf nur wenige Schritte voneinander entfernt. Die höchste Wasserrutsche Deutschlands startet bei 25 Metern und auf der Turborutsche wird man bis zu 70 Stundenkilometer schnell. Das gastronomische Angebot reicht von indischer Tandoory-Küche bis zu tropischem Barbecue. Natürlich können auch exotische Cocktails geschlürft werden. Der Abend endet stets mit einer farbenprächtigen Show.

Doch dann muss der Besuch in Tropical Islands noch nicht beendet werden. In den Regenwald Camps stehen nämlich Zelte in unterschiedlicher Größe zur Verfügung. Sie sind ausgestattet mit Matratzen, Spannbettlaken und Kopfkissen. Günstiger lässt sich Campen in den Tropen wohl nicht bekommen.



Samstag, 1. September 2007

Wer schon einmal auf Sylt campen war, kennt mit Sicherheit auch die Sansibar. Vor fast 30 Jahren eröffnete der Schwabe Herbert Seckler an einem Srandabschnitt von Rantum mit einer kleinen Bretterbude eine kleine Bar. Heute ist sie als das Wohnzimmer der Society bekannt. Otto Waalkes liebt sie, ebenso wie Reinhard Mey oder Sabine Christiansen. Harald Juhnke und Rudi Carell waren Stammgäste.

Allerdings ist die Sansibar bei weitem nicht nur für die oberen Zehntausend gedacht. Das verrät allein schon der Blick auf die Speisekarte. Hauptgerichte sind durchaus schon für knapp unter 20 Euro zu haben. Viel billiger geht es nicht, schließlich hat die Einrichtung mit einer kleinen Bretterbude nur noch wenig zu tun, die Küche ist preisgekrönt und außerdem ist man auf Sylt.

Da muss man aber seit neuestem gar nicht sein, um in den Genuss von Sansibar zu kommen. In Berlin eröffnete an der Fasanenstraße der weltweit erste Sansibar-Store. Alles was das Logo, die gekreuzten Piratensäbel, trägt, ist dort erhältlich. Weine, Prosecco, T-Shirts und Jacken sowie Accessoires gehören unter anderem zur Kollektion, die von Seckler und seiner Ehefrau Helga entworfen wurden und nun in Lizenz verkauft werden.



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