Dienstag, 31. Juli 2007

dscn7008.jpgSie sollen in diesem Sommer besonders aggressiv sein, Allergien auslösen wie nie zuvor und glaubt man den Biologen, haben sie für das kommende Wochenende einen besonders großen Angriff geplant: Mücken.

Ihr piepsiges Summen gehört zu den unangenehmen Seiten des Sommers. Von den Stichen und dem nachfolgenden Juckreiz mal ganz abgesehen. Das feuchte warme Wetter in diesen Tagen hat sie sich noch schneller als sonst vermehren lassen. Vögel und Frösche freuen sich über die leckere Mahlzeit. Nur dem Menschen nutzen sie wenig. Er greift zu Gegenmitteln.

Da gibt es allgemein gesprochen zwei Varianten. Die harte und die sanfte Tour. Um den gemütlichen Sommerabend auf dem Campingplatz, dem Balkon oder der Terrasse nicht zu zerstören, werden allerlei Duftlampen oder -kerzen angezündet. Doch sie halten nicht, was die Werbung verspricht. Auch die Mücken lieben diese abendliche Romantik, gesellen sich dazu und nehmen die eine oder andere Portion Blut.

Fliegenklatschen und ähnliche Schlaginstrumente sind zwar recht effektiv, hinterlassen allerdings blöde Flecken an Wand und Kleidung. Die einzig effektive Methode scheint die chemische Keule zu sein.  Das ergab zumindest eine Untersuchung der Stiftung Warentest von 25 Mitteln gegen Mücken. Der Klassiker Autan ging dabei als Sieger hervor. Bayrepel, DEET und Anti Brumm bekamen ebenfalls gute Noten. Die Stiftung stellte ebenfalls fest, dass Mückenpiepser ebenso unwirksam sind wie Anti-Mücken-Pflaster.

Alle Mückengeplagten mag trösten, dass auch Promis nicht vor den lästigen Fliegern gefeiht sind. So wurden jüngst beim BMW Sailing Cup auf dem Berliner Wannsee unter anderem Schauspielerin Anna Loos und Schlagersänger Patrick Lindner attackiert. Auch an Bord der “La Paloma” fanden sich aber genügend Sprühflaschen mit effektivem Inhalt.



Montag, 30. Juli 2007

n-schmitz_spreepause-01.jpgWas an Nord- und Ostsee der Strandkorb, ist am Mittelmeer der Liegestuhl. Er prägt das Strandbild und ist Symbol für erholsamen Urlaub. So man es denn geschafft hat, ihn ohne Verletzungen aufzustellen. Denn wirkt er auch sommerlicher als sein etwas klotziges deutsches Pendant, hat er doch seine Tücken.

Ihren Ursprung haben sie übrigens nicht am Strand, sondern auf en Decks von Kreuzfahrt- und Linienschiffen. Dort boten sie den Reisenden einen bequemen Platz zum Ausruhen und Sonnen. Der englische Name deck chair erinnert an diese Vergangenheit.

Der klassische Liegestuhl ließ sich nur in einer Position arretieren. Später wurde die nach hinten führende Trageleiste verlängert und mit Querstreben versehen, um mehrere Sitzpositionen zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es sogar Liegestühle mit elektrischer Regulierung und mit Massagefunktion. Nur der Liegestuhl, der sich gegen das Handtuch wehrt, mit dem er mitten in der Nacht von übereifrigen Urlaubern reserviert wird, der muss noch erfunden werden.



Montag, 30. Juli 2007

dsc00601.jpgVielleicht wird es die Tour de France bald nicht mehr geben. Das ist zwar kaum vorstellbar, scheint angesichts des immer tiefer werdenden Dopingsumpfes auch nicht mehr unmöglich. Eine andere französische Institution wird es aber wohl immer geben, die Marseillaise. Vor genau 215 Jahren, am 30. Juli 1792 sangen republikanische Soldaten aus Marseille das als Kriegslied für die Rheinarmee komponierte Stück. Seitdem trägt es den heutigen Namen, zur Nationalhymne wurde die Marseillaise am 14.Juli 1796 erklärt.

In der französischen Verfassung ist sie fest verankert und ließ sich auch durch heftige Kritik nicht erschüttern. Auch in Frankreich selbst wurde die kriegslüsterne Wortwahl kritisiert. Doch die liegt nun einmal in den Wurzeln des Liedes begründet. Es etstand als Schlachtgesang während des ersten Koalitionskrieges, in dem das revolutionierte Frankreich gegen den europäischen Adel kämpfte. “An die Waffen Bürger, formiert eure Bataillone” (Aux armes citoyens, formez vos bataillons), sind Zeilen, die als Aufruf zum Kampf gegen die Unterdrückung angesehen wurden und auch heute noch überwiegend angesehen werden.

Daran konnte auch eine Friedens-Marseillaise nichts ändern, die Ende des 18. Jahrhunderts von nordfranzösischen Schülern getextet wurde. Eine ganz und gar friedliche Assoziation verschafften die Beatles der Hymne. Ihr Song “All you need is Love” beginnt mit den ersten Takten der Marseillaise. Übrigens hatte das Stück Premiere vor 40 Jahren in der ersten weltweit im Fernsehen ausgestrahlten Sendung, “Our World”.



Sonntag, 29. Juli 2007

sellin003.jpgIn Südeuropa sind sie unvorstellbar. An den deutschen Seeküsten gehören sie aber einfach dazu: Strandkörbe. Sie schützen vor Sonne, Wind, Regen und umherfliegendem Sand. Erfunden wurde das Sitzmöbel aus Korbgeflecht vor 125 Jahren von dem Rostocker Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann.

Die rheumakranke Elfriede von Maltzahn hatte sich eine Sitzgelegenheit für den Strand von Warnemünde gewünscht. Der Prototyp hieß noch Strandstuhl, bereits 1883 gab es die erste Strandkorbvermietung. Die damaligen Einsitzer verbreiteten sich schnell an anderen Küstenorten Norddeutschlands. Um 1897 wurde die heute bekannte Mechanik eingeführt, mit der sich der Korb nach hinten klappen lässt.

Heutzutage ist der Strandkorb zumeist ein Zweisitzer, der durch die Kippmöglichkeiten als Sitz- und Liegegelegenheit dient. Mit Polsterung, Armlehnen, ausziehbaren Fußbänken, Klapptischen und Schattenmarkisen bietet er einen gewissen Komfort. Die Geflechte sind entweder aus Kunststoff, Naturrohr oder Rattan.

Strandkörbe sind zwar nur an Ost- und Nordsee üblich, doch seit dem G8 in Heiligendamm in diesem Sommer sind sie wohl in aller Welt bekannt. Sonderanfertigungen für Hunde oder Kinder waren schon vorher bekannt, für den Gipfel wurde aber ein ganz besonderes Modell hergestellt. Alle acht Regierungschefs hatten in dem zwei Meter hohen und sechs Meter langen Super-Korb Platz. Und wie man auf dem dabei geschossenen “Familienfoto” sehen kann, hatten sie genauso viel Spaß wie ein Urlauber auf Sylt oder Rügen.



Samstag, 28. Juli 2007

20.jpgPariser Vororte bedeuten nicht nur soziale Konflikte, brennende Autos und aufständische Jugendliche. In einem von ihnen ist ein Weltunternehmen beheimatet. In Clichy hat L’Oréal seinen Sitz. Der Kosmetik-, Parfum- und Pflegeproduktehersteller ist der größte Schönheitskonzern der Welt.

Angefangen hat alles vor 100 Jahren, als der französische Chemiker Eugène Schueller eine Haarfärbung entwicvkelte. Er nannte sie Auréole und die Geschichte von L’Oréal begann. Schueller verkafte sein Produkt an Pariser Friseure. Er gründete die Französische Gesellschaft der sicheren Haarfärbung und legte damit den Grundstein für das Unternehmen.

Und das boomte. Waren 1920 noch drei Chemiker beschäftigt, wuchs die Firma bis 1950 auf 1000 Angestellte und heute arbeiten mehr als 2000 Menschen für das Unternehmen allein in der Forschungsabteilung.

Derzeit laufen über 500 Marken mit mehreren tausend Produkten unter dem Konzernlabel. “Weil Sie es sich wert sind”, heißt der Slogan, der unter anderem von Claudia Schiffer und George Eads in die Welt getragen wird. Letzterer spielt den Ermittler Nick Stokes in der Krimiserie CSI. Darin muss er Morde anhand vieler kleiner Spuren, die sich wie Puzzleteile zusammenfügen, aufklären. So etwas wie Schuppen kann er sich da nicht leisten.



Samstag, 28. Juli 2007

uk_anchor.jpgEine ganze Woche müssen Lindernstraßen-Fans auf neue Geschichten rund um ihre Lieblinge warten. Englische Serien-Freaks haben es da besser. Die beliebteste Soap der Insel, Coronation Street, läuft vier Mal in der Woche auf ITV, am Montag gibt es sogar zwei Folgen. Sie wurde im Dezember 1960 erstmals ausgestrahlt und diente 25 Jahre später den Machern der Lindenstraße als Vorbild.

Handlungsort ist wie der Titel schon sagt die Coronation Street. Sie liegt im erfundenen Weatherfield, das dem zum Großraum Manchester gehörenden Salford nachempfunden ist. Die Protagonisten aus der Arbeiterklasse leben in einer Zeile von sieben Reihenhäusern. Außerdem gibt es in der kleinen Welt einen Zeitungskiosk, einen kleinen Imbiss, ein Lebensmittelgeschäft, eine Autowerkstatt, eine Bäckerei, eine Fabrik und – wie könnte es anders sein – einen Pub.

Von der ersten Sendestunde an vor dem Fernseher dabei sind Millionen, von den Serienstars nur einer. William Roche als Ken Barlow war in 47 Jahren Coronation Street Lehrer, Verleger, Bürgerrechtler, Einkaufswageneinsammler und wieder Lehrer. Er war drei Mal verheiratet, wurde vier Mal Vater und hatte fast 30 Freundinnen.

Vielleicht weil sie das so sehr ans Haus Windsor erinnert, ist Königin Elizabeth II. bekennender Fan der Serie. Und die läuft den Royals ein ums andere Mal den Rang ab. Die Hochzeitsfolge von Ken Barlow mit Deirdre Langton hatte mehr Zuschauer als die Zeremonie von Charles und Diana zwei Tage später. Und auch als Charles das zweite Mal heiratete, hatte Ken die Nase vorn, als er Deirdre nochmals ehelichte.

Und auch die Weihnachtsansprache der Quenn kann kaum mit der Beliebtheit der Christmas Episode von Corrie mithalten. Ihre Majestät wird amused sein, denn ihre Rede kennt sie schließlich schon.



Freitag, 27. Juli 2007

campari.jpgWenn man an einen italienischen Aperitif denkt, dann fällt einem sofort Campari ein. Campari – was sonst? So hieß einmal ein Werbeslogan für den Kräuterlikör. Als rote Leidenschaft wird er heute beworben. Und leidenschaftlich gern haben ihn nicht nur die Italiener, sondern Liebhaber des roten Getränks rund um die Welt.

Wie so viele gute Dinge stammt auch der Campari aus Mailand. Vor 145 Jahren wurde er im Café Camparino in der norditalienischen Metropole erstmals ausgeschenkt. Die Rezeptur ist ein Familiengeheimnis. Die Herstellerfirma verrät nur so viel, dass 86 verschiedene Wurzeln, Kräuter, Gewürze und Früchte den einmaligen Geschmack des Aperitifs ausmachen.

Dass der rote Farbstoff aus Schildläusen gewonnen wird, mag zwar nicht appetitlich klingen, soll den Genuss aber nicht trüben. Klinisch denkenden Menschen sei gesagt, dass er mit der Formel E 120 bezeichnet wird. Doch der Genuss eines Campari lässt sich ohnehin nicht beschreiben, sondern nur erleben.

Der Klassiker ist der Campari Soda. In Italien gibts ihn sogar fertig gemischt in kleinen Fläschchen zu kaufen. Gern bestellt wird auch die Kombination mit Orangensaft oder Tonic. Wer sich in Italien als Insider outen will, bestellt übriges keinen Campari, sondern einen Bitter. Nie käme der Barkeeper auf die Idee, etwas Anderes als den roten Schluck aus Milano ins Glas zu füllen.



Freitag, 27. Juli 2007

gauloises1.jpgRauchen ist out, das ist klar. Aber wer kann schon immer in sein? Bilder von Filmstars der 50er mit Zigarette im Mundwinkel wirken auch heute noch irgendwie cool. Wer denkt dabei schon an die mittlerweile üblichen Aufschriften wie “Rauchen kann tödlich sein” oder “Rauchen verursacht Krebs”?

Nein, da möchte man doch kämpferisch wie Asterix und Obelix sein, die dem schier übermächtigen Römischen Reich widerstanden. Daran haben die Hersteller einer der populärsten französischen Zigaretten vielleicht nicht gedacht. aber immerhin sind die Gauloises eine Reminiszenz an die Gallierinnen, der Flügelhelm auf der Packung an die Gallier insgesamt. Und der Slogan “Liberté toujours” wirkt viel nachhaltiger als jeder Spruch der EU-Gesundheitsminister.

Über Jahrzehnte gehörte das Bild des Franzosen mit der Gauloise im Mund zum Klischee wie Baskenmütze und Baguette. Sie zu rauchen bedeutete zwischen den Weltkriegen patriotisch zu sein und während der Besetzung durch die Deutschen Protest gegen das Vichy-Regime. Und auch heute wo weder gegen römische noch gegen deutsche Besatzer gekämpft werden muss, sind die “Gauls” beliebt.

Doch auch die Raucherfreiheit ist wirtschaftlichen Zwängen unterworfen. So hat jetzt das britische Unternehmen Imperial Tobacco den Konkurrenten Altadis übernommen. Von dem stammen neben den Gauloises auch die Gitanes, die Serge Gainsbourg Kette geraucht und mit denen John Lennon seine Stimme tiefer gemacht hat. “Raucher sterben früher”, heißt ein anderer Warnspruch. Aber wenn sie “Je t’aime” oder “Imagine” hinterlassen, leben sie länger, vielleicht für immer.



Donnerstag, 26. Juli 2007

parmamitmelone.jpgKlar, auch zu Hause gibt es italienische Spezialitäten wie den Parmaschinken zu kaufen. Aber genauso wie Fisch an der Küste am besten schmeckt, ist der Prosciutto di Parma in seiner Heimat die Krönung des Genusses.

Aufschnitt-Theken in Italien haben mit den deutschen wenig gemeinsam. Es gibt nicht unzählige Sorten Wurst, sondern eine Auswahl an Salami, Mortadella, gekochten Schinken und natürlich den Parma. Hauchdünn geschnitten, verlockt er dazu die erste Scheibe gleich noch in der Salumeria zu vernaschen. Namensgeber ist der Fluss Parma, an dem das Dorf Langhirano liegt, wo der Schinken erstmals produziert wurde und auch heute noch wird.

Gut Ding will Weile haben und das gilt auch für die Schinkenherstellung. Bis zu einem Jahr, teilweise auch länger, dauert der Reifungsprozess. Zunächst werden die Keulen mehrmals mit Meersalz eingerieben. Nach etwa drei Wochen werden sie durchgewalkt und für zwei Monate gelagert.

Nachdem das überschüssige Salz abgewaschen wurde, verbringen die Keulen die nächsten sechs Monate in unterschiedlichen Lagerräumen, bevor sie in kühlen Kellern aufgehängt werden. Um das Fleisch vor dem Austrocknen zu schützen, werden die nicht von der Schwarte bedeckten Teile mit einer Paste aus Schmalz, Reismehl und Pfeffer bestrichen.

50 Prozent der Parmaschinken-Produktion gehen ins Ausland. Und dort kann man sich darauf verlassen, dass drin ist was draufsteht. Denn Parmaschinken ist eine geschützte Bezeichnung, die nur Schinken tragen darf, der in der Provinz Parma aus Schweinen eines bestimmten Aufzuchtgebietes hergestellt wurde. Zu erkennen ist er zudem an der fünfzackigen Krone des Herzogtums Parma.



Donnerstag, 26. Juli 2007

2005-12-02__10-57-22_0003_uwest.jpgWer Campingurlaub macht, will oftmals ganz ursprüngliche Ferien ohne jeden Schnickschnack verbringen. Doch manche möchten auch nicht auf dem Campingplatz aufs Surfen im Netz verzichten. Natürlich gibt es auch diese Möglichkeit. Ob in Niedersachsen, im Schwarzwald oder in Tirol, das Netz ist wie der ADAC herausgefunden hat oft nur einen Klick entfernt.

Beispielsweise im 30 Kilometer östlich von Hannover gelegenen Campingpark Irenensee. Dort gibt es nicht nur einen 300 Meter langen Strand und einen kleinen Bootsverleih, sondern auch einen Internetraum mit vier Arbeitsplätzen. Sogar Drucker und Scanner sind vorhanden. Gleich an zwei Seen liegt der Alfsee-Campingpark in der Nähe von Osnabrück. Dort stehen fünf PCs für die Gäste bereit.

Im Sauerland-Camp Hennesee bei Meschede gibt es nicht nur ein Hallenbad und die Möglichkeit den Waldführerschein zumachen, sondern auch ein Internetcafé mit vier Surfplätzen. Auch im Schwarzwald weiß man, dass es noch Erfindungen nach der Kuckucksuhr gab. Der Campingplatz Kleinenzhof versorgt die Urlauber mit zwei Rechnern für den Besuch im Internet.

Camping Hopfensee bei Füssen im Allgäu bietet allerlei für die Erholung: See, Alpenpanorama und ein Wellness-Center. Das Internetcafé bietet wiederum die Möglichkeit der anderen Entspannung. Wer mit seinem eigenen Laptop auf dem Campingplatz Sölden im Tiroler Öztal anreist, wird mit W-LAN am Stellplatz versorgt. Für alle anderen steht zudem ein Internet-Terminal bereit.



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